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Vielfalt von Arizona mit dem Motorrad entdecken

Arizona

Arizona bietet gerade für diejenigen, die gerne auf dem Motorrad unterwegs sind, famose Strecken und Landschaften. – Foto An T. Pham

Arizona gehört vermutlich zu den motorradfreundlichsten Reisezielen der Welt – und das ganzjährig dank mehr als 300 Sonnentagen im Jahr und vielfältigen Terrains von der Wüste bis zu den Bergen. Mit den endlosen Weiten, den atemberaubenden Landschaftsszenerien und kilometerlangen Straßen ist der Staat die Traumvorstellung für einen perfekten Motorrad-Trip. Egal ob Routen durch die aufregende Wildnis oder durch die pulsierenden Städte – auf den Fahrbahnen des Grand Canyon-Staates schlägt jedes Biker-Herz höher.

Die Mutter aller Straßen: Route 66

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Zu den Naturphänomen an der Route 66 gehört der Petrified Forest National Park. – Foto National Park Service

Es steht wohl auf der Bucket-List eines jeden leidenschaftlichen Motorradfahrers, einmal mit dem Bike über die Route 66 zu düsen. Die gut 260 Kilometer lange Strecke zwischen Lupton an der Ostgrenze Arizonas und Flagstaff hält einige wunderschöne Szenerien und einmalige Sehenswürdigkeiten bereit. Auf dem Weg von Lupton in Richtung Westen ist ein Abstecher zum Petrified Forest National Park ein absolutes Muss. Hier warten 200 Millionen Jahre alte Fossilien darauf, entdeckt zu werden. Auch die gestreifte Kulisse des malerischen Painted Desert auf dem Weg nach Holbrook ist ein phänomenaler Anblick.

Der Standing On A Corner Park in Winslow hält kuriose Blickfänge bereit. – Foto Kerrick James

Angekommen in Winslow lädt der berühmte Standin‘ on the Corner Park dazu ein, sich kurz die Beine zu vertreten. Und im Turquoise Room des La Posada Hotels können sich die hungrigen Biker im Anschluss von der fantastischen Küche verwöhnen lassen. Ein weiteres Naturschauspiel auf dem Weg nach Westen ist der 50.000 Jahre alte Meteorkrater. Besucher können hier entlang des Kraterrandes auf Aussichtspfaden wandern und an interaktiven Ausstellungen teilnehmen. Die letzte Station der Route ist Flagstaff: Die Stadt war die erste weltweit, die von der International Dark Sky Association als „International Dark Sky City“ deklariert wurde, und bietet einen unverstellten Blick auf Arizonas wunderschönen Sternenhimmel. Zwischen Ende Dezember und Februar kann auf der Route 66 durchaus mal etwas Schnee liegen bleiben. Daher ist die beste Reisezeit für diese Strecke zwischen März und November.

Von Phoenix nach Show Low

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An- und Aussichtsreich: der Mogollon Interpretive Trail. – Foto An T. Pham

Neben Wüste und Saguaro-Kakteen gehören auch Berge zu Arizonas unvergleichlicher Kulisse. Und auch die lassen sich mit dem Motorrad wunderbar erkunden: Von Phoenix in die White Mountains fahren Naturbegeisterte entlang einer 280 Kilometer langen Route mit einzigartigen Ausblicken. Von Phoenix aus geht es über die befestigte und gut erhaltene US 60 nach Osten in Richtung Mesa. Auf Höhe der Nachbarstädte Globe-Miami öffnet sich der Highway und vor einem erstreckt sich die meilenweite Landschaft Arizonas. Bei einem kurzen Stopp in Globe genießen die Biker den besten Bloody Mary der Stadt im Drift Inn Saloon von 1902, bevor die Reise weiter gen Osten verläuft.

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Ein besonderes Kleinod: Der Canyon Lake. – Foto AOT

Jetzt ist es Zeit, die Ledersachen auszupacken – denn das Klima wird kühler, sobald die Serpentinenstraßen anfangen, sich durch die Salt River Canyon Wilderness Area zu schlängeln. Angekommen in den White Mountains laden die Städte Pinetop und Show Low ihre Gäste ein, die umgebende Natur bei einer Vielzahl an möglichen Freizeitaktivitäten zu genießen – von Wandern über Angeln bis hin zu Bootstouren. Wer das Bestmögliche aus dieser Tour herausholen möchte, reist am besten im Frühling oder Herbst: Von Ende Februar bis Mitte April blühen die bunten Wildblumen in all ihrer Farbenpracht und zwischen September und November reizen die angenehmen Temperaturen. Denn im Sommer zeigt sich die Wüste von ihrer heißesten Seite, während sich im Winter in den Bergen gerne mal etwas Schnee blicken lässt.

Wild West-Feeling und großartige Aussichten: Tucson

Am Mount Lemmon eröffnen sich beeindruckende Panoramablcike. – Foto AOT

Für das wahre Gefühl der Freiheit auf einer Motorbike-Tour gehört auch die richtige Atmosphäre dazu. Und was passt da besser als der Wilde Westen? Auf der knapp 200 Kilometer langen Strecke rund um Tucson im Süden des Staates erleben Abenteurer genau das hautnah. Von Tucson aus geht es auf eine Zeitreise in den Alten Westen nach Old Tucson. Hier wurden nicht nur Dutzende berühmte Hollywood-Western-Produktionen gedreht, der Ort ist heute außerdem eine Besucher-Attraktion mit Stuntshows, gespielten Schießereien und Live-Unterhaltung. Die kurze und entspannte Fahrt hierher führt über sanfte Hügel, die von einheimischen Tieren nur so wimmeln.

Das Pima Air & Space Museum beherbergt mehr als 300 Flugzeuge. – Foto Destiny Wellendorf

Der nächste Halt liegt in südöstlicher Richtung: Das Pima Air & Space Museum ist das größte privat finanzierte Luftfahrtmuseum der USA und beherbergt mehr als 300 Flugzeuge und Raumschiffe aus der ganzen Welt. Kurvenreich geht es auf dem Catalina Highway, auch bekannt als Mt. Lemmon Scenic Byway, weiter zu den Santa Catalina Mountains. Der Aufstieg auf über 1.820 Meter bis zum Gipfel des Mount Lemmon, dem höchsten Punkt in den Santa Catalina Mountains, bietet unvergessliche Ausblicke. Auch hier sind Frühling und Herbst die besten Reisezeiträume, da zu dieser Zeit sowohl auf dem Mount Lemmon als auch rund um Tucson ausgeglichene Temperaturen herrschen.

Von Wickenburg nach Jerome

Ein Muss für Western-Fans: ein besuch des Desert Caballeros Western Museum in Wickenburg. – Foto David-H. Smith

Durch geschichtsträchtige Kleinstädte führt die 300 Kilometer lange Route rund um die Western-Stadt Wickenburg in der Nähe von Phoenix, die ganzjährig optimale Motorradbedingungen bietet. Vor Abfahrt lohnt sich ein Besuch des Desert Caballeros Western Museums, um die faszinierende Vergangenheit der Region aufzusaugen und aktuelle Werke westlicher Künstler zu bestaunen. Auf dem Highway 89, einer malerischen und bergigen Straße, zieht sich die Route durch den pittoresken Prescott National Forest mit seiner beeindruckenden Fauna bis nach Prescott.

Das Hotel Connor in Jerome genießt Kultstatus. – Foto Donna Chesler

Hier ist Zeit für ein kaltes Getränk in einem der Saloons aus den Goldrausch-Zeiten in der bekannten Whiskey Row, bevor es zum nächsten Stopp geht: Die legendäre, einstmals boomende Kupferbergbaustadt Jerome, die aktuell unter anderem durch die wachsende lokale Weinindustrie wieder auflebt. Hier angekommen, können die Reisenden mehr über die Geschichte dieser kleinen Stadt erfahren und einen Einblick in die Lebensweise der damals wohlhabenden Minenbesitzer erhalten. Bei einem saftigen Burger im Haunted Hamburger wird sich dann ordentlich für die Rückfahrt nach Wickenburg gestärkt, die sich wieder entlang des Highway 89A durch Serpentinen, Höhenunterschiede und atemberaubende Aussichten auszeichnet. Weitere Informationen unter www.visitarizona.com und unter www.tourism.az.gov.

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