WM in Katar: Ein Emirat im Fußball-Fieber

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Eine der zentralen Sportstätten bei der WM in Katar ist das Education City Stadium. – Foto Supreme Committee/Qatar Tourism

Am 21. November 2022 beginnt mit dem Eröffnungspiel zwischen Katar und Ecuador die Fußball-Weltmeisterschaft, die mit Katar als Gastgeber zum ersten Mal von einem Land im Nahen Osten ausgerichtet wird. Damit das sportliche Großereignis ein unvergessliches Spektakel wird, laufen die Vorbereitungen schon seit Jahren auf Hochtouren. Besonders in puncto Architektur hat sich die kleine Nation mit Bauwerken von Meisterklasse wie dem Museum für Islamische Kunst, das vom weltberühmten Architekten I. M. Pei entworfen wurde, oder dem Nationalmuseum von Katar, welches der mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnete Architekt Jean Nouvel gestaltete, zu einem wahren Giganten gemausert.

Die Hauptveranstaltung

Das Al Bayt Stadium soll von der Bauform an ein gigantische Beduinenzelt erinnern. – Foto Supreme Committee/Qatar Tourism

Die Fußball-Weltmeisterschaf im Emirat Katar wird die erste WM sein, bei der die Zuschauer mehrere Spiele am selben Tag besuchen können. Alle acht Stadien sind durch ein unterirdisches Metrosystem verbunden und werden durch mindestens eine der drei hypermodernen Linien Rot, Grün oder Gold bedient. Als erstes WM-Stadion wurde 2019 das Al Janoub Stadium fertiggestellt. Entworfen hatte es die 2016 verstorbene Dame Zaha Hadid. Das Lusail Stadium, in dem unter anderem das Eröffnungsspiel und das Finale ausgetragen werden, wurde speziell für das Wechselspiel von Licht und Schatten konzipiert. Das direkt außerhalb des Stadtzentrums von Doha gelegene Education City Stadium dagegen trägt den Spitznamen „der Diamant in der Wüste“, weil es bei Tag glitzert und bei Nacht funkelt. Nach der Weltmeisterschaft soll Education City der Heimspielort der katarischen Frauennationalmannschaft werden. Das Al Bayt Stadium ist eine Hommage an die arabische Gastfreundschaft – ein nationales Merkmal, das auch bei der Beherbergung der vielen Besucher eine wichtige Rolle spielen wird – denn es wurde in Form eines traditionellen arabischen Beduinenzeltes entworfen.

Unterkünfte für Besucher aus aller Welt

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Das Lusail Stadion beerbergt das Eröffnungs- und Endspiel der WM. – Foto Supreme Committee/Qatar Tourism

Im November und Dezember werden in Katar bis zu eine Million Menschen erwartet. Um diese Vielzahl von Gästen unterzubringen wird Qatar Tourism in Zusammenarbeit mit MSC Cruises zwei Kreuzfahrtschiffe zur Verfügung stellen. Darüberhinaus werden auch sogenannte Fan-Dörfer errichtet, um die Spiele für jedermann erschwinglich zu machen. In Doha gibt es drei solcher Dörfer: Zafaran, Ras Bu Fontas und Rawdat Al Jahhaniya, in denen die Fußballfans übernachten können.

Eine Besonderheit ist das aus Container zusammengesetzte Ras Abu Aboud. – Foto Qatar Tourism

Manche Hotels sind so markant, dass sie selbst zur Attraktion werden. So rüstet sich Lusail für eine der spektakulärsten Hoteleröffnungen der Saison. Das Sechs-Sterne-Hotel Raffles Doha und das Fünf-Sterne-Hotel Fairmont Doha werden sich die Katara Towers teilen. Inspiriert vom Landeswappen Katars, stellt es das architektonische Äquivalent von zwei sich kreuzenden Krummsäbeln dar. Verantwortlich für den kulinarischen Triumph ist ein deutsches Team: Dirk Haltenhof und André Kaiser sind entschlossen, die Hotels auf dem Radar der internationalen Feinschmeckerszene zu platzieren.

Das Container-Stadion wird nach der WM komplkett demontiert. . – Foto Qatar Tourism

Neben den Stadien und Unterkünften investiert Katar auch in die Unterhaltung abseits des Spielfelds. Im November wird im Golfstaat ein Winter Wonderland eröffnet, das die Besucher in die richtige Stimmung für die Weihnachtszeit versetzen will. Der Themenpark wird sich über eine Fläche von 200.000 Quadratmetern erstrecken und sechs Bereiche für Fahrgeschäfte sowie für Partys, Wassersport und diverse Events bieten. Weitere Informationen unter www.visitqatar.qa.

Mortimer

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