
Wien hat rund 100 Museen und Sammlungen – ganz kleine und ganz große. Da ist auch für Kinder einiges dabei und ein Museumsbesuch das ideale Programm für einen Familienurlaub in Wien. Damit Kindern nicht langweilig wird, ist Schauen, Angreifen und Mitmachen angesagt. Zahlreiche Museen widmen sich Themen, die für die ganze Familie spannend sind – von Technik über Natur, Kaiserzeit bis Kunst und Musik.
Im ZOOM Kindermuseum im MuseumsQuartier darf auf 1.600 Quadratmetern nach Lust und Laune gefragt, berührt, geforscht, gefühlt und gespielt werden – je nach Alter im „Ozean“ (Spiel- und Erlebnisbereich für Kleinkinder), im Atelier und in der Mitmachausstellung. Ein besonderer Tipp sind die tollen Workshops. Das Technische Museum Wien ist eine Welt für sich. Interaktive Objekte und Experimente machen Technik buchstäblich „be-greifbar“. Speziell für Kinder sind die Erlebnisbereiche „Mini“ und „Mini Mobil“, das Bergwerk, die Hochspannungs- und Dampflok-Vorführungen.

Schon die 16 Kinder von Maria Theresia haben Streifzüge durch das Schloss Schönbrunn unternommen. Heute entführt das Kindermuseum Schloss Schönbrunn in das Alltagsleben von damals: mit Fächersprache, Quadrille-Tanzen und Anprobe barocker Kleider. Die musikalische Erlebniswelt im Haus der Musik lädt mit Rieseninstrumenten und modernster Technik ein zum Staunen, Spielen, Experimentieren und Erforschen. Das Walzer-Würfel-Spiel, die Musik-Treppe und die Philharmoniker virtuell dirigieren zählen zu den Highlights.
Im interaktiven Museum der Illusionen warten Hologramme, Stereogramme und optische Illusionen auf die ganze Familie und sorgen für viel Spaß. Wer versucht, der Schwerkraft in einem schrägen Raum zu trotzen, den anderen beim Schrumpfen zuzusehen oder einen Kopf am Silbertablett zu servieren, hat jede Menge zu lachen.

Dino-Schauen im Naturhistorischen Museum: Der Allosaurier bewegt sich sogar und brüllt. Speziell für Kinder gibt es Führungen, Mikrotheater und das digitale Planetarium. Ein besonderes Erlebnis ist eine Nacht im Museum (aufgrund des großen Interesses wird eine Anmeldung lange im Vorhinein empfohlen).
Wien ist reich an bildender Kunst – von Rubens über Dürer, Monet und Klimt bis zu zeitgenössischer Kunst. Und die kann auch die Jüngsten begeistern. Spannend vermittelt von Expert:innen, zum Selbst-Erforschen und -Entdecken und vor allem mit der Möglichkeit, selbst kreativ zu sein. Sei es bei Atelierkursen oder Führungen und Workshops. Im Kunsthistorischen Museum Wien ist zu bestaunen, was die Habsburger-Kaiser gesammelt haben, etwa Gemälde, Goldschätze und Mumien. Es gibt Kinder-Audioguides sowie samstags Kinderführungen und sonntags Kreativ-Aktionen im Kinderatelier.

In der Albertina wird Kunst von Monet bis Picasso zum Abenteuer für Kinder. Mitmach-Führungen, Kreativ-Workshops und Kunstkurse für die Meister von morgen vermitteln unbeschwert Kunst. Tipp: die privaten Family & Friends Führungen. Kunst zu entdecken gibt es auch im Belvedere: Kurzweilige Museumsrundgänge inspirieren die ganze Familie. In den Ateliers besteht die Möglichkeit, Materialien und Techniken selbst auszuprobieren. Speziell für Jungeltern: die beliebte Eltern-Kind-Tour „Mit Baby im Museum“.
Im Leopold Museum werden extra Kindernachmittage angeboten: Nach einer kurzen Führung zu den Meisterwerken der Sammlung Leopold kann jeder im LEO Kinderatelier nach Herzenslust malen, zeichnen, kneten, formen, reißen, schneiden, drucken und kleben. Das mumok – Museum moderner Kunst vermittelt moderne und zeitgenössische Kunst durch Aktivitäten zum Mitmachen: bei Kinderworkshops, beim Sonntagsatelier für die ganze Familie, beim Atelierkurs und beim Scratch Lab, wo digitale Kunstwerke entstehen.
*****
Buch- und Geschenktipp für kleine Entdecker: Meister der Finsternis
Der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin Susanne Timmann erschienen und begeistert erneut mit einer Mischung aus Spannung, Fantasie und atmosphärischer Abenteuerlust. Die Geschichte führt den jungen Protagonisten Fynn tief in die eisigen Weiten der Arktis, wohin er seinen Vater, einen Forscher, während der Schulferien begleiten wollte. Was als harmloser Ausflug beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen und zugleich faszinierenden Abenteuer, das Fynn gemeinsam mit seiner neuen Freundin Maya bestreiten muss.
Zwischen Mut und Magie
Als die beiden während eines aufziehenden Unwetters in einer Eishöhle Schutz suchen, geraten sie unvermittelt in eine Reihe mysteriöser Ereignisse. Ohne zu wissen, welche Kräfte im Verborgenen wirken, finden sie sich in einer Welt wieder, in der die Blaue Hexe der Tiefe, das rätselhafte Land der Koingz und eine skrupellose Verbrecherbande in einer surrealen Unterwasserstadt ihre Wege kreuzen. Maya zeigt dabei bemerkenswerte Entschlossenheit und lässt sich weder von magischen Wesen noch von bedrohlichen Gestalten einschüchtern. Mit Mut und einem Funken Glück gelingt es den beiden sogar, die gefangenen Waldriesen aus ihrer steinernen Starre zu befreien.
Arktisches Fantasy-Abenteuer
Doch die größte Herausforderung steht noch bevor: die Aktivierung des geheimnisvollen Amuletts des Meisters der Finsternis und die Befreiung ihrer Eltern aus dem Griff des ewigen Eises. Auch für die Autorin selbst blieb lange offen, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Susanne Timmann berichtet, dass zu Beginn lediglich der Name des Protagonisten und der Schauplatz feststanden. Der Roman entstand in einer besonderen Lebensphase: Die zweifache Mutter begann das Schreiben während ihrer Babypause vor der Geburt ihrer Tochter und legte das Manuskript erst einmal beiseite, bis sie hochschwanger mit ihrem Sohn war. Rückblickend erzählt sie mit einem Lächeln, dass sie zwischenzeitlich völlig vergessen hatte, an der Geschichte weiterzuarbeiten.
Ob eine Fortsetzung geplant ist, lässt die aus Schwaben stammende Autorin offen. Mit einem Augenzwinkern merkt sie an, dass eine weitere Babypause als Schreibanlass eher unwahrscheinlich sei – die Wahrscheinlichkeit, zuvor Großmutter zu werden, sei deutlich höher.
Erhältlich ist das Meister der Finsternis (ISBN 978-3-939408-65-9) von Susanne Timmann für 17,99 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.
Mortimer
Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.
Der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin