
Wenn ein ganzes Tal zur Bühne wird und Kunst zwischen Wasserfällen, Waldwegen und Belle-Époque-Gassen aufblüht, entsteht ein Sommererlebnis, das weit über eine Ausstellung hinausreich: Art Môtiers 2026 macht das Val‑de‑Travers erneut zum kreativen Hotspot der Schweiz.
Zwischen dem 20. Juni und dem 20. September 2026 verwandelt sich das schweizerische Môtiers erneut in ein lebendiges Kunstlabor. Die Open‑Air‑Ausstellung lässt das historische Dorf und seine Umgebung zu einer frei zugänglichen Galerie werden, in der zeitgenössische Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt wird. Rund 30 Kunstschaffende und Kollektive aus der Schweiz entwickeln eigens für diesen Anlass neue Werke, begleitet von der Patenschaft zweier international gefeierter Persönlichkeiten: Olaf Breuning und Pipilotti Rist.
Kreative Handschriften
Mit dabei sind unter anderem Augustin Rebetez, Zimoun, Gina Fischli, Lang/Baumann und Delphine Reist. Ihre Arbeiten reichen von Skulpturen und Installationen über Video- und Klangkunst bis hin zu subtilen Interventionen im öffentlichen Raum. Der Ausstellungsparcours führt durch enge Dorfpassagen, über lauschige Innenhöfe, entlang von Gärten und hinein in die umliegenden Wälder. Neu stehen zwei Routen zur Wahl: ein kurzer, barrierearmer Rundgang sowie eine längere, rund vierstündige Strecke, die bis in die Höhen oberhalb des Dorfs führt – vorbei am Wasserfall, an dem sich einst Jean‑Jacques Rousseau erfrischte, und an legendären Absinth‑Quellen.
Kunst, die im Alltag wurzelt

Seit 1985 trägt die Bevölkerung von Môtiers die Ausstellung mit großem Engagement. Diese enge Verbindung prägt den offenen, zugänglichen Charakter des Projekts. Kunst wird hier nicht als distanziertes Spektakel inszeniert, sondern selbstverständlich in den Alltag integriert – ein Ansatz, der Art Môtiers zu einem der charmantesten Kulturereignisse der Schweiz macht. Der Besuch der Ausstellung lässt sich ideal mit Ausflügen in die Natur des Val‑de‑Travers kombinieren.
Der Creux du Van, ein spektakulärer Felsenkessel mit rund 200 Metern Höhe, bietet ein Panorama über Jura, Neuenburgersee und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Steinböcke und Gämsen sind hier keine Seltenheit. Wandernde und E‑Biker finden abwechslungsreiche Routen, die das Gebiet zu einem beliebten Outdoor‑Ziel machen. Eine weitere eindrucksvolle Tour führt durch die Areuseschlucht, wo der Weg dem Fluss durch enge Passagen, über Stege und entlang steiler Felswände folgt – eine der schönsten Wanderungen im Kanton Neuenburg.
Zwischen Absinth und Schokolade

Kulinarisch ist das Tal untrennbar mit der Absinth‑Tradition verbunden. Degustationen bei lokalen Produzenten und ein Besuch der Maison d’Absinthe geben Einblick in dieses regionale Kulturgut. Für süsse Höhepunkte sorgt die familiengeführte Jacot Haute Chocolaterie, die seit Jahren Feinschmecker begeistert.
Dank der zentralen Lage lassen sich auch städtische Ausflüge mühelos einplanen. La Chaux‑de‑Fonds, UNESCO‑Welterbe der Uhrenindustrie, lockt mit Museen und moderner Architektur. Neuchâtel verbindet Belle‑Époque‑Charme, gemütliche Bistros und ein lebendiges Seeufer, das zum Flanieren und Baden einlädt. Weitere Informationen unter www.myswitzerland.com.
Mortimer
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