Die Lech Lodge begeistert als individueller Rückzugsort in Vorarlberg. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Die Lech Lodge am Arlberg in Österreich verbindet alpine Zurückhaltung mit diskretem Luxus. Eleganz, großer Komfort und ein individueller Service verwandeln den Aufenthalt in ein stilvolles, privates Bergrefugium.
Ein kleiner Pool darf für warme Tage nicht fehlen. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
In einer Zeit, in der viele Häuser mit Konzepten von Offenheit und Begegnung werben, setzt die Lech Lodge am Arlberg in Österreich auf einen anderen, beinahe altmodisch wirkenden Wert: Privatsphäre. Die Idee, sich während der schönsten Tage des Jahres nicht in einen anonymen Hotelbetrieb einordnen zu müssen, sondern in einer fast privaten Atmosphäre zu wohnen, trifft den Nerv der Zeit. Der Morgen beginnt nicht unter dem Diktat des Buffets und vorgegeben durch die Öffnungszeiten des Frühstücksrestaurants, sondern im eigenen Takt. Der Abend endet nicht mit dem Gefühl, Teil eines Betriebs zu sein, sondern mit dem Eindruck, in einem persönlichen Rückzugsort angekommen zu sein, ohne dabei auf den Komfort eines erstklassigen Hotels verzichten zu müssen.
Privatsphäre als Luxus
Die Architektur hält sich angenehm zurück und lässt der Landschaft den Vorrang, als hätte sie genau verstanden, dass der eigentliche Luxus hier draußen beginnt. Der Duft von Zirbenholz und frischem Heu, dezent im Hintergrund wahrnehmbar, vermischt sich mit der Reinheit der Bergluft, die durch die großzügigen Fensterfronten hereinströmt. Hier gibt es keine engen Hotelflure oder anonymen Speisesäle. Jedes der drei Chalets sowie das Loft im Dachgiebel fungiert als ein eigenständiger Kosmos, als ein privates Refugium.
Alle Schlafräume sind unterschiedlich und individuell eingerichtet. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Die im Jahre 2012 eröffnete Lech Lodge versteht sich als alpines Refugium mit dem Hang zum Feinen, nicht zum Lauten. Die Räume sind großzügig, ohne kalt zu wirken, und luxuriös, ohne überladen zu wirken. Natürliche Materialien prägen das Bild, ergänzt von einer klaren Linienführung. Jedes Detail, von der Auswahl der Kunstwerke an den Wänden über maßgefertigte Möbelstücke bis hin zur Beschaffenheit der Bettwäsche, scheint sorgfältig kuratiert zu sein. Mehr als vier Jahre und jede Menge Herzblut investierte die Betreiberfamilie Moosbrugger-Lettner in die Detailplanung.
Familientradition mit modernem Twist
Mit viel Engagement betreiben Johanna Moosbrugger und Klaus Moosbrugger-Lettner die Lech Lodge. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Seit gut drei Jahrzehnten führt Johanna Moosbrugger die schon von ihrer Großmutter Kristl betriebene Pension im nahegelegenen St. Anton und baute diese sukzessiv zu einem eleganten Boutiquehotel Bergschlössl mit acht hochwertig ausgestatteten Zimmern aus. Ihr Mann Klaus Moosbrugger-Lettner hat sich als Gastronom mit dem angrenzenden Basecamp nicht nur in Skifahrerkreisen einen Namen gemacht. Dabei ist das Après-Ski-Lokal nicht nur ein Treff für Feierlustige, sondern auch für die frisch zubereiteten Speisen bekannt.
Die gemütliche Lech Lodge besticht durch ihre Holzgestaltung. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Eigentlich sollte man meinen, das Ehepaar sei mit den beiden Standbeinen mehr als ausgelastet. Und so planten sie eigentlich auf dem im Familienbesitz befindlichen Grundstück am Fuße des 2.557 Meter hohen Omeshorns in Lech am Arlberg ihren Altersruhesitz zu errichten. Eigentlich. Doch nach und nach wurde das Bauvorhaben deutlich größer.
Die Chalets verfügen über voll eingerichtete Küchen. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Drei Chalets und ein Loft mit zwei bis vier Schlafzimmern wurden auf dem Reißbrett geplant und schließlich auf dem ruhigen Areal am Ende einer kaum befahrenen Sackgasse in direkter Nachbarschaft zu einem Naturschutzgebiet realisiert. Eine perfekte Lage.
Diskrete Verwöhnkultur
Das überaus üppige Frühstück lässt keine Wünsche offen. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Der Service der Lech Lodge agiert fast unsichtbar im Hintergrund. Die sogenannte „Gute Fee“, hinter der sich mit Slobodanka, liebevoll nur „Slobi“ genannt, eine überaus engagierte wie aufmerksame Dame verbergen, nimmt dem Gast alle Mühen ab, organisiert Ausflüge und bekocht die Gäste auf Wunsch mit allem, was die moderne Alpenküche hergibt. Da werden Saiblinge aus den klaren Bergseen mit Wildkräutern kombiniert, und das Fleisch der heimischen Rinder zergeht auf der Zunge.
Tafelspitz-Genuss mit Blick auf das Omeshorn. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Begleitet von Weinen aus den besten Kellern Österreichs, wird das Abendessen in privaten Atmosphäre des eigenen Chalets zu einem intimen Fest der Sinne. Es gibt keine Kleiderordnung, keinen Zeitdruck und keine störenden Gespräche am Nachbartisch. Nur die Gesellschaft derer, mit denen man den Moment teilen möchte.
Individuelle Wohlfühloase
Privater Saunagenuss ist in den Chalets garantiert. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Die ganz private Wellness-Welt in den Chalets trägt der Tatsache Rechnung, dass das öffentliche Spa eines Hotels oft mehr Stress als Entspannung bedeutet. Man muss keine Termine koordinieren oder sich mit fremden Menschen nach dem Saunagang oder Dampfbad einen Ruheraum teilen. Die Erholung findet im eigenen Rhythmus statt.
Die gesamte Ausstattung ist hochwertig und alpenländisch zugleich. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Fraglos profitiert die Lech Lodge auch von einer Lage, die im Alpenraum zu den begehrtesten zählt. Lech am Arlberg steht seit Jahrzehnten für Schneesicherheit, Eleganz und eine Wintersportkultur, die nie ganz den Charakter des Besonderen verloren hat.
Die einzelnen Schlafzimmer sind ganz unterschiedlich gestaltet. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Im Sommer zeigt sich der Arlberg von einer anderen Seite: Bergwiesen, klare Luft und famose Wanderwege wie den Lechweg, der als einer der schönsten Fernwanderwege der Alpenregion den Formarinsee bei Lech am Arlberg mit Füssen im Allgäu verbindet, verläuft unmittelbar vor der Haustür der Chalets. Man kann stundenlang durch die Lechtaler Alpen streifen, ohne einer Menschenseele zu begegnen, begleitet nur vom fernen Läuten der Kuhglocken. Mehr Privatsphäre geht kaum…
Die Chalets befinden sich am Rande eines Naturschutzgebiets. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Wissenswert: Auch Hunde sind in der Lech Lodge willkommen; zum Haus gehört eine Tiefgarage. Zudem stehen für Fahrer von E-Autos gleich drei Ladesäulen zur Verfügung.
Hörbar: Zur Lech Lodge gibt es einen speziellen Podcast mit der Betreiberfamilie Moosbrugger Lettner. Dieser kann bei Spotify unter oder auf YouTube abgerufen werden.
Bewertung des Mortimer Reisemagazins
Die Lech Lodge ist zu jeder Tages- und Nachtzeit eine perfekte Anlaufstelle. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
In jeder Kategorie werden maximal fünf Sterne vergeben:
Lage **** Ausstattung **** Sauberkeit **** Essen und Trinken **** Service *****
Die Chalets sind ideal für alle, die Ruhe und Individualität suchen. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Fazit: Die überaus empfehlenswerte Lech Lodge in Lech am Arlberg verbindet Privatsphäre mit Komfort, Stil mit Natürlichkeit und Landschaft mit Lebensart.
Die Recherche fand – ohne Einfluss auf die journalistische Ausarbeitung – auf Einladung / mit Unterstützung der Lech Lodge in Zusammenarbeit mit uschi liebl pr statt.
Karsten-Thilo Raab
berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.
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