
Zwischen Alpen und Chiemsee erwacht römische Geschichte zu neuem Leben. Über Jahrhunderte hinweg prägte das römische Reich das heutige Chiemsee-Alpenland – von strategisch wichtigen Handelsrouten über den Inn bis hin zu blühenden Siedlungen wie Pons Aeni und Bedaium. Noch heute lässt sich das Erbe dieser Epoche auf faszinierende Weise entdecken.
Rund 500 Jahre lang gehörte der Süden Deutschlands zwischen den Alpen und der Donau zum antiken römischen Reich. Der Inn als zentraler Handelsweg und die Militärstraße, die das heutige Chiemsee-Alpenland in Ost-West-Richtung durchquerte, machten die Region rund um Rosenheim in dieser Zeit zu einem wichtigen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt. Im Norden Rosenheims entstand eine Brücke über den Inn mit der Siedlung Pons Aeni, am Austritt der Alz am Chiemsee ein Brückenübergang mit der Siedlung Bedaium. Wo einst römische Legionäre marschierten und Händler den Inn entlang reisten, lässt sich heute auf Spurensuche gehen.
Römisches Erbe rund um Rosenheim

In Rosenheim wird die Vergangenheit greifbar. Museen, Themenwege und interaktive Führungen eröffnen Einblicke in das Leben der Antike. Im Städtischen Museum faszinieren Fundstücke aus der Siedlung Pons Aeni, während im Ausstellungszentrum Lokschuppen in der Schau „RÖMER“ multimediale Erlebnisse den Alltag im alten Rom zum Leben erwecken. Familien sind eingeladen, römische Münzen zu prägen, an Wagenrennen im Circus Maximus teilzunehmen oder an der Miniaturstadt LOCDVNVM mitzuwirken. Wer lieber aktiv unterwegs ist, kann bei geführten Touren und Aktionstagen tief in die römische Geschichte Rosenheims eintauchen.
Geschichte erleben am Chiemsee
Rund um den Chiemsee laden Führungen und Themenwege zu einer eindrucksvollen Spurensuche ein. In Aschau im Chiemgau, Chieming und auf dem Rimstinger Römerweg begegnen Besucher archäologischen Relikten, die von Alltag und Handel vor fast 2.000 Jahren erzählen. Das Römermuseum BEDAIVM in Seeon-Seebruck zeigt originale Fundstücke und gewährt Einblicke in das Leben der damaligen Siedler. Wenn die Mitglieder der LEG IX HISPANA im Museum auftreten, erwacht Geschichte mit authentischen Vorführungen und Handwerkskunst auf lebendige Weise.
Auf zwei Rädern durch die Antike

Die Via Julia, einst römische Militär- und Handelsstraße, verbindet heute Geschichte und Naturgenuss. Der Fernradweg führt von Feldkirchen-Westerham über Rosenheim bis an die Ufer des Chiemsees und weiter Richtung Salzburg. Entlang der Strecke lassen sich römische Meilensteine, Grabstätten und Siedlungsreste entdecken – begleitet vom Panorama der Alpen und den stillen Seen der Voralpenlandschaft.
Römische Geschichte zum Anfassen
Im Chiemsee-Alpenland verschmilzt Vergangenheit mit Gegenwart. Ob auf dem Rad, bei einer Führung oder in einer interaktiven Ausstellung – überall eröffnet sich ein faszinierender Blick auf die Welt der einstigen Provinzbewohner, Händler und Legionäre. Das Motto bleibt aktuell: „Bonum iter sit!“ – Möge die Reise gut sein. Weitere Informationen unter www.chiemsee-alpenland.de.
Mortimer
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