
Ein weitläufiger Strom aus Gras, uralte Kulturen und sternenklare Nächte formen in den Everglades eine Landschaft, die zu den eindrucksvollsten Naturwundern der USA zählt.

Die Everglades präsentieren sich nicht als Sumpf, sondern als langsam wandernder Strom, der sich über mehr als 160 Kilometer durch den Süden Floridas zieht. Diese flache, grasbewachsene Wasserlandschaft, oft als „Fluss aus Gras“ bezeichnet, bildet das größte subtropische Wildnisgebiet der USA und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Eingebettet in Floridas Paradise Coast verbindet sie die Regionen rund um Naples, Marco Island und Everglades City zu einer einzigartigen Naturdestination.
Spuren uralter Kulturen

Der westliche Zugang zum Everglades-Nationalpark liegt in Everglades City, einem kleinen Fischerdorf mit rund 500 Einwohnern, das seinen ursprünglichen Old-Florida-Charakter bewahrt hat. Die Spuren der Calusa, die hier vor etwa 2.000 Jahren lebten, sind auf der Insel Chokoloskee noch heute sichtbar. In den 1920er Jahren prägte der Unternehmer Barron Collier die Region entscheidend, indem er den Bau des Tamiami Trail finanzierte und dem Collier County seine heutige Form gab. Historische Orte wie der Rod & Gun Club, einst Treffpunkt für Persönlichkeiten wie Hemingway und Eisenhower, das Museum of the Everglades sowie der Historic Smallwood Store erzählen die Geschichte dieser besonderen Region.
Paddeln durch die Mangroven

Zwischen Mangrovenkanälen und stillen Meeresarmen erstreckt sich das Ten Thousand Islands National Wildlife Refuge – ein Paradies für Kajak- und Kanufahrer. Von Everglades City und Chokoloskee starten geführte Touren, während erfahrene Abenteurer mit einem Backcountry-Permit mehrtägige Expeditionen wie den Wilderness Waterway unternehmen können, der sich fast 160 Kilometer durch den Nationalpark schlängelt.
Sternenhimmel über der Wildnis

Die Gewässer rund um Everglades City zählen zu den herausragenden Angelrevieren Floridas. In den flachen Mangrovenzonen tummeln sich Tarpon, Snook und Redfish, und ortskundige Guides bieten das ganze Jahr über geführte Touren an. Abseits künstlicher Lichtquellen eröffnet derweil das Big Cypress National Preserve einen der dunkelsten Nachthimmel Floridas. An klaren Abenden zeigt sich die Milchstraße mit bloßem Auge, und ein spezieller Stargazing-Kalender verrät, wann sich ein Besuch besonders lohnt. Weitere Informationen unter www.paradisecoast.com.
Mortimer
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