Pilgerwege in Braunschweig entdecken

Braunschweig
Am Rande des historischen Magniviertels in Braunschweig steht das vom international bekannten New Yorker Künstler James Rizzi gestaltete Happy RIZZI House. – Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Christian Bierwagen

Endlich wieder rauskommen, sich selbst finden, den Kopf freibekommen oder einfach mal ausprobieren – fürs Pilgern sprechen viele Gründe. Unter freiem Himmel, in der Natur, allein oder zu zweit ist es besonders während der Pandemie eine ideale Alternative, um den Corona-Regeln entsprechend den Alltag hinter sich zu lassen. Wer schon jetzt planen möchte, findet mit der Kreuzung von gleich zwei Pilgerwegen und der Verbindung von Stadt und Natur in Braunschweig die Möglichkeit, das Pilgern abwechslungsreich auszuprobieren und dabei die zweitgrößte Stadt Niedersachsens kennenzulernen.

Den Altstadtmarkt säumen neben der St. Martini-Kirche weitere historische Gebäude wie das Gewandhaus und das Altstadtrathaus. – Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Christian Bierwagen

Knapp 33 Kilometer Pilgerweg gibt es in Braunschweig zu entdecken. Rund zwölf Kilometer davon gehören zum Braunschweiger Jakobsweg, etwa 21 Kilometer führt die VIA ROMEA durch die Stadt und ihre Umgebung. Sie kreuzen sich mitten in der Stadt am Burgplatz, dem historischen Zentrum von Braunschweig. Mit Blick auf die Burg Dankwarderode, den Dom St. Blasii und das Wahrzeichen der Stadt, den Braunschweiger Burglöwen, die der Welfenherzog Heinrich der Löwe im 12. Jahrhundert errichten ließ, ist die Vergangenheit der Stadt und der Einfluss der Welfen hier deutlich spürbar. Noch heute sind Reliquien wie ein siebenarmiger Leuchter, die Heinrich der Löwe selbst auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Jerusalem mitbrachte, im Dom zu finden. Wer sich zum ersten Mal am Pilgern versucht, findet in der Nähe des Burgplatzes die Brauschweiger Touristinfo und kann dort einen Pilgerpass erstehen und seinen ersten Stempel für den Braunschweiger Jakobsweg und die VIA ROMEA erhalten.

Die von historischen Fachwerkhäusern gesäumten Straßen verleihen dem Magniviertel einen urigen Charme. – Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Markus Hörster

Als Startpunkt der Pilgertour über den Jakobsweg empfiehlt sich das inmitten eines Naturschutzgebiets gelegene Zisterzienserkloster in Riddagshausen aus dem 13. Jahrhundert. Von dort aus führt die Route direkt in die Braunschweiger Innenstadt und mitten durch das von urigen Fachwerkbauten geprägte Magniviertel, wo das Happy Rizzi House des New Yorker Künstlers James Rizzi einen kunterbunten Kontrastpunkt bildet. Anschließend kreuzt der Weg der Pilgerinnen und Pilger zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Burg Dankwarderode am Burgplatz oder den historischen Altstadtmarkt mit der St. Martini-Kirche. Am Altstadtmarkt erwartet sie mit dem Altstadtrathaus eines der schönsten gotischen Baudenkmäler der Stadt. Auch das anliegende Gewandhaus sowie der zentral auf dem Marktplatz gelegene Marienbrunnen zählen zu den touristischen Höhepunkten der Löwenstadt. Zielpunkt der Pilgertour ist schließlich die aus dem 9. Jahrhundert stammende Kreuzkirche in Alt-Lehndorf.

Auf dem Burgplatz thront der bronzene Löwe, Herzog Heinrichs Wappentier und Wahrzeichen der Stadt Braunschweig. – Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Frank Sperling

Pilgerinnen und Pilger, die der Route der VIA ROMEA folgen möchten, starten am besten bei der Kreuzkirche in Alt-Lehndorf und laufen von dort aus über den historischen Altstadtmarkt bis zur Touristinfo, um sich hier ihren Pilgerstempel abzuholen. Weiter geht es über den Burgplatz mit der Burg Dankwarderode und dem Dom St. Blasii auf ruhigen Wegen mitten durch die grünen Anlagen des Braunschweiger Bürgerparks. Dabei fließt der Braunschweiger Fluss Oker gemächlich zur Linken der Wanderinnen und Wanderer, die zum Abschluss ihrer Pilgertour durch Braunschweig neben dem Kennelbad und dem kleinen Spielmannsteich auch dem idyllisch gelegenen Südsee einen Besuch abstatten. Weitere Informationen unter www.braunschweig.de. (lifePR)

G. Schröder

ist seit Kindestagen mit dem Reisevirus infiziert und bringt sich seit Jahr und Tag mit großem Engagement als gute Seele hinter den Kulissen in das Mortimer Reisemagazin ein.