Notizen aus der Welt des Reisens: Blumenschlacht, Bargeld-Nachweis, Ritterschlag fürs Bier

Das belgische Bier ist nun Teil des immateriellen Welterbe der Unesco. (Foto Augustijn T. Coussement)

Das belgische Bier gehört nun zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat der zuständige Ausschuss der UNESCO in Addis Abeba verkündet. Wie der flämische Kulturminister Sven Gatz (Open VLD) auf seiner Webseite erläutert, sind die belgische Braukunst und die Vielfalt der Bierkultur einzigartig. Aus diesem Grunde habe man sich vor anderthalb Jahren dazu entschlossen, bei der UNESCO einen Antrag auf den dauerhaften Schutz von Tradition und Brauchtum einzureichen. Dieser sei nun nach sorgfältiger Prüfung bewilligt worden. Wie Gatz weiter ausführt, habe sich die UNESCO beeindruckt gezeigt, welche Anstrengungen in Belgien zur Ausbildung von Braumeistern, zur Beibehaltung der Biervielfalt und zur Vermarktung der traditionellen Bierkultur unternommen würden. Belgien zählt insgesamt an die 1500 verschiedenen Biere. Die überwiegende Mehrzahl wird bis heute in kleinen Mengen auf authentische Weise nach lokalen Rezepturen handwerklich produziert. Die Bierkultur wird zudem in allen Teilen des Landes durch Verkostungsvereinigungen, Kurse und Ausbildungen sowie durch Feste und Museen erhalten und gepflegt.

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Neuer Lichterglanz für die Niagarafälle

Die Niagarafälle werden nun abends mittels einer modernen,  kraftvollen und farbenfrohen LED-Technologie neu in Szene gesetzt. (Foto Ontario Tourism)

Passend zum Winter Festival of Lights (noch bis zum 31. Januar 2017), der Niagara Falls New Year’s Eve Party und den anstehenden Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des Landes erstrahlen die Niagarafälle in Kanada neuem Glanz. Denn auch in der Dunkelheit beeindrucken die Wassermassen und werden nun noch spektakulärer vom Niagara Falls Illumination Board beleuchtet. Nachtein, nachtaus erstrahlt der imposante Wasserfall dank eines knapp 3,8-Millionen-Euro-Projekts in einem hellen Farbenmeer.

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Die Föderierten Staaten von Mikronesien haben die Visumspflicht für Deutsche abgeschafft. Für die Einreise auf den Pazifikinseln genügt nur ein gültigen Reisepass. Dies gilt für Touristen und Geschäftsreisende bis zu einer Aufenthaltsdauer von maximal 90 Tagen.

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Bargeld-Nachweis für Bosnien-Herzegovina

Wer ab Januar nach Bosnien-Herzegovina reisen möchte, muss genügend Bargeld mitführen.

Reisende dürfen die Grenze von Bosnien-Herzegowina ab 1. Januar 2017 nur noch übertreten, wenn sie nachweislich Bargeld dabei haben. Vorzuweisen sind mindestens 150 Bam (etwa 75 Euro) pro Aufenthaltstag. Kreditkarten oder Kontoauszüge genügen laut Auswärtigem Amt nicht.

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Und die Blumen feiern mit…

Da blüht Pflanzenfreuden etwas an der Côte d’Azur bei der faszinierenden Blumenschlacht am Karneval in Nizza. (Foto Kelagopian)

Die Côte d’Azur ist der wichtigste Produzent Frankreichs für Schnittblumen. Im Verbund mit den vielen Gärten verwundert es kaum, dass Blumen zwischen Januar und September im Mittelpunkt des Lebens stehen. Die absolute Flower Power erlebt man bei einem Korso, wenn hier noch der Winter tobt. Im Januar machen die Mimosenfeste den Saisonauftakt. Im Februar und März läuten der Karneval in Nizza und das Zitronenfest in Menton den Frühling definitiv ein. Ebenso im März ist der „Combat naval fleuri“, eine Art Blumenschlacht im Hafen von Villefranche-sur-Mer, eine Augenweide. Im April, während des neuen Garten-Festivals, finden auch das Orangenfest in Bar-sur-Loup und das Nelkenfest in Falicon statt. Im Mai haben Rosen Hochsaison. Grasse feiert die Centifolia-Rose mit Ausstellung und Fest. Auch La Colle-sur-Loup und Opio warten mit Rosenfesten auf. Vallauris Golf-Juan widmet sich währendessen der Orangenblüte. Juni ist der allgemeine Gartenmonat in Frankreich. In der Gartenstadt Menton schlachtet man das mit dem „Mois du Jardins“ aus. Der Juli steht für die Jasminblüte in der Parfümstadt Grasse, was mit dem „Fête du Jasmin“ begangen wird. Nizza begeht den Abschluss im September mit dem Fête de la Sainte-Fleur.

Mortimer

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