Von 25. Juli 2020 Mehr →

Ontario – die kanadische Provinz der Superlative

Ontario

Zu den Superlativen im kanadischen Ontario gehören die berühmten Niagarafälle. – Foto Adam Spruijt

Größer, höher, länger und berauschend schön – egal, ob es sich um Einwohnerzahlen, Landschaften oder Attraktionen handelt, Ontario, die flächenmäßig zweitgrößte Provinz Kanadas schneidet beim Thema „Auf den Spuren der Superlative“ mit „hervorragend“ ab. Welche und wie viele Wow-Effekte auf einer Fläche, die Frankreich, Deutschland und Italien umfasst, Platz haben, steht in folgender, selbstverständlich unvollständiger, Aufzählung…

Groß, größer, am Größten

Die Great Lakes (Huron, Ontario, Michigan, Erie – der kleinste, und Superior – der größte) sind mit über 244.160 Quadratkilometern das größte Süßwasserreservoir der Welt. Vom Wasser des Lake Huron ist Manitoulin Island umgeben – das Eiland ist die größte Süßwasserinsel der Welt. Der Größensuperlativ trifft zudem auf den Fort William Historic Park in Thunder Bay zu – das Ausmaß des nachgebauten Pelzhandelspostens ist weltweit unerreicht. Toronto ist die größte Stadt Kanadas und die viertgrößte Metropole in Nordamerika. Das Chapleau Crown Game Preserve hingegen behauptet den Titel „größtes Wildtierschutzgebiet“ im internationalen Vergleich für sich. Auf 7.000 Quadratkilometern stehen hier seltene Tiere wie Elche, Wölfe, Luchse und Weißkopfseeadler unter Schutz.

Am Höchsten und Längsten

Nur für Schwindelfreie: der Edge Walk am CN Tower. – Foto Destination Canada

Der Edge Walk auf dem CN Tower gilt als der weltweit höchste Freiluft-Panorama-Spaziergang auf einem Gebäude. Der CN Tower selbst hielt mit 553,3 Höhenmetern drei Jahrzehnte lang den Weltrekord als höchstes freistehendes Bauwerk und das rotierende „Restaurant 360“ des Towers beherbergt, laut Guinness Buch der Rekorde, den höchstgelegenen Weinkeller der Welt. Mit Rekord-Längenmetern, nämlich 7,8 Kilometern, beeindruckt der zugefrorene, zum UNESCO Weltkulturerbe erklärte Rideau Canal in der Hauptstadt Ottawa, wenn er im Winter zur längsten natürlichen Schlittschuhbahn der Welt wird. Das sommerliche Pendant ist der 14 Kilometer lange Wasaga Beach an der Georgian Bay, seines Zeichens der längste Strand an einem Süßwassersee. Auf stolze 800 Kilometer bringt es der Bruce Trail, der längste und älteste markierte Wanderweg Kanadas. Ob die Yonge Street, die am Ufer des Ontariosees beginnt, wirklich die längste Straße der Welt ist, steht zur Diskussion – wer diesem Superlativ zustimmt, blickt auf eine Rekordlänge von 1.896 Kilometer.

Erster!

Der erste Meeresnationalpark in Kanada ist der Fathom Five National Marine Park an der Georgian Bay – er beheimatet über 20 Unterwasserwracks, die sowohl für Taucher als auch für Bootsausflügler ein beliebtes Ziel sind. In Ontario gibt es 130+ Provinzparks, der erste und damit wohl bekannteste ist der Algonquin Provincial Park, der 1893 offiziell seinen Titel erhielt. Auch in Sachen Nationalparks hat Ontario die Nase vorn. Der Rouge National Urban Park in Toronto, Kanadas bevölkerungsreichstem Ballungsgebiet, ist der erste Stadtnationalpark des Landes. Das Natur-Areal kann mit imposanten Zahlen aufwarten, so ist es 23 Mal größer als der New Yorker Central-Park und beheimatet über 1.700 Tier- und Pflanzenarten.

Berauschend schön

Naturschönheit in Ontario: die Bruce Halbinsel. – Foto OTMPC

Zu den beeindruckendsten Superlativen und Naturwundern der Provinz gehören zweifelsohne die Niagarafälle! Dafür sprechen diese Zahlen: Die kanadischen Horseshoe Falls sind 57 Meter hoch und 670 Meter breit. Pro Sekunde stürzen hier zu Spitzenzeiten bis zu 2.832 Tonnen Wasser in die Tiefe, diese Wassermassen könnten 62 Swimmingpools von olympischem Ausmaß füllen. Weitere Informationen zu Ontario gibt es unter www.ontariotravel.net/de.

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