Von 2. September 2016 Mehr →

Dugongs – die sanften Riesen von Katar

Dugongs sind trotz ihren unförmigen Körper irgendwie auch fast auch zum Knuddeln süß.

Dugongs sind trotz ihren unförmigen Körper irgendwie auch fast auch zum Knuddeln süß.

Sie sind groß, gutmütig und vom Aussterben bedroht. Vor den Küsten Katars lebt die weltweit zweitgrößte Population von Dugongs. Dies ist die einzige heute noch lebenden Vertreter der monotypischen Familie der Gabelschwanzseekühe (Dugongidae). Im Winter versammeln sich die Meeressäuger im Nordwesten von Katar. Und verteilen sich dann im Sommer rund um die Küste. Zur Erforschung ihres Verhaltens finden vor Ort wissenschaftliche Studien statt. Diese sollen dann auch mehr Aufschluss über das Verhalten der seltenen Spezies geben.

Die sich langsam bewegenden Lebewesen ernähren sich von Seegras und sind daher in küstennahen Lebensräumen, meist in breiten, flachen und geschützten Gebieten wie Buchten und Mangroven, anzutreffen. Katars größtes Säugetier wächst auf eine Länge von mehr als drei Metern. Es wiegt mehr als 400 Kilogramm. Und der Koloss kann sechs Minuten unter Wasser bleiben, bevor er zum Atmen an die Oberfläche muss.

400 Kilogramm schwer und bis zu 70 Jahre alt

Häufig werden die Meeressäuger von Fischen auf ihren Tauchgängen begleitet.

Häufig werden die Meeressäuger von Fischen auf ihren Tauchgängen begleitet.

Dugongs werden bis zu 70 Jahre alt und haben ausgewachsen kaum natürlich Feinde. Aufgrund ihrer niedrigen Reproduktionsleistungen sind sie allerdings vom Aussterben bedroht. Die Population rund um Katar wird unter Koordination der Generaldirektion für Naturreservate untersucht: In Zusammenarbeit mit der Texas A & M University in Galveston sammelt die lokale Umweltforschungseinrichtung ExxonMobil Research Qatar (EMRQ) derzeit zahlreiche Daten über die auch Seeschwein genannten Tiere.

Die Daten sollen weitere Informationen über die Säuger geben, das Bewusstsein in Katar für die relativ unbekannte Spezies schärfen sowie die Bemühungen zu ihrer Erhaltung unterstützen. Damit soll sichergestellt werden, dass noch Generationen von Kataris und Besuchern der Region die Möglichkeit haben, die Dugong Population weiter gedeihen zu sehen. Weitere Informationen unter www.visitqatar.qa.

Archiviert unter Asien, Katar