Auf den Spuren der Glastradition: 99 Kilometer auf dem Gläsernen Steig

Auf einer Wandertour entlang des Gläsernen Steigs erfährt man viel über die Jahrhunderte alte Glastradition des Bayerwaldes. (Fotos: djd)

Er führt die Wanderer durch abwechslungsreiche Landschaften zu ehemaligen Glashüttendörfern und altehrwürdigen Kristallglasmanufakturen, über kleine Weiler und in die älteste Stadt des Bayerischen Waldes, Grafenau: Der Gläserne Steig ist eine ganz besondere Wandertour, die Naturliebhaber begeistert und die Jahrhunderte alte Glastradition des Bayerwaldes erlebbar macht. Ganz unbeschwert genießen kann man die kurzweilige Route mit dem Angebot „Wandern ohne Gepäck“. So schafft man auch etwas anspruchsvollere Streckenabschnitte mit mehr Leichtigkeit.

Den Glasmachern bei der Arbeit zusehen

Startpunkt der 99 Kilometer langen Route auf dem Gläsernen Steig ist das Arracher Glastor im Lamer Winkel.

Im Luftkurort Arrach startet die erste der sechs interessanten Tagesetappen. Die einzelnen Etappen wurden mit durchschnittlich 17 Kilometern bewusst kurz gehalten – so bleibt viel Zeit für die Besichtigungen und das Einkehren in urige Gasthöfe. Zu sehen gibt es genug auf den insgesamt 99 Kilometern Wegstrecke vom Lamer Winkel über das Arbergebirge und den Grenzort Bayerisch Eisenstein quer durch den Nationalpark Bayerischer Wald zum Glasmacherort Spiegelau und bis in die Bärenstadt Grafenau. Namhafte, noch in Betrieb befindliche Glasmanufakturen laden zu einem Besuch ein – etwa die Glasmanufaktur von Poschinger, die älteste Glashütte Deutschlands in Frauenau. Dort kann man den Glasmachern bei der Arbeit zuschauen und in Verkaufsräumen das ein oder andere Kleinod kaufen.

Wildromantische Natur

Kleinodien wie diese Schnupftabakgläser können etwa im Grafenauer Schnupftabakmuseum bewundert werden.

Auch die vielen Glasausstellungen in Künstlerateliers oder das Glasmuseum in Frauenau geben Gästen ausgiebig Gelegenheit in die Kulturgeschichte des Glases einzutauchen. Ein „Muss“ ist ein Spaziergang durch die Gläsernen Gärten beim Museum – insgesamt 22 Installationen internationaler und regionaler Künstler sind dort zu sehen. Auf der Wanderroute gelangt man auch zur ehemaligen Quarzabbaustätte am Hennenkobel, die einst der Rohstoffgewinnung für die Glasherstellung in Zwiesel diente. Informationstafeln erzählen hier die Geschichte des alten Bergstollens und von den seltenen Fledermausarten, die den Stollen heute als Balz- und Winterquartier nutzen. Neben den vielen kulturhistorischen Highlights ist es aber vor allem die wildromantische Natur, die den Weg zu etwas Besonderem macht. Unterwegs belohnen schöne Aussichten über dichte Wälder, idyllische Täler und imposante Bergketten die Wanderer für jede Etappe, die sie gemeistert haben. Weitere Informationen unter www.grafenau.de. (djd).

In sechs Tagesetappen geht es auf 99 Kilometern durch die wildromantische Natur.