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Von 23. Dezember 2017 Mehr →

Filmischer Augenschmaus: Farbgewaltige Reise in van Goghs Bilderwelt

Der Film „Loving Vincent“ erzählt auf ungewöhnliche Weise in Form von Ölgemälden die Geschichte von Maler van Gogh. (Fotos Loving Vincent Ltd.)

Was für eine ambitionierte Idee: Einen Film über das Leben (und Sterben) von van Goghs zu machen, der komplett aus Ölgemälden erstellt ist. So erlebt man als Zuschauer die filmische Lebensgeschichte in van Goghs eigener Farb- und Formenwelt. Loving Vincent erweckt so die einzigartigen Bilderwelten van Goghs zum Leben: 125 Künstler aus aller Welt kreierten mehr als 65.000 Einzelbilder für den ersten vollständig aus Ölgemälden erschaffenen Film. Entstanden ist ein visuell berauschendes Meisterwerk, dessen Farbenpracht und Ästhetik noch lange nachwirken.

Da die Farbflächen changieren, ist der visuelle Eindruck faszinierend und unruhig zugleich. Manch einem mag dieses vielleicht zu flimmerig vor den Augen sein, aber für Cineasten mit einem leichten Weißwein in der Hand ist dies ein wundervoller Farbenrausch.

Übrigens: Vor dem Anschauen des Filmes lohnt es sich, noch einmal im heimischen van-Gogh-Bildband zu blättern oder sich online die bekanntesten Meisterwerke anzusehen – denn der Wiedererkennungseffekt der Szenen und Personen erhöht die Freude beim Betrachten der Bildwelten noch.

van Gogh

Ausdrucksstark: eine Szenenbild aus dem neuen Kinofilm „Loving Vincent“.

Die Geschichte des Films, dessen Drehbuch und Regie Dorota Kobiela und Hugh Welchman verantworten ist spannend und wendungsreich: Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin erhält den Auftrag, den Brief auszuhändigen. Zunächst widerwillig macht er sich auf den Weg, doch je mehr er über Vincent erfährt, desto faszinierender erscheint ihm der Maler, der zeit seines Lebens auf Unverständnis und Ablehnung stieß.

Ein wohl bekanntes Motiv: van Goghs Porträt von Dr. Gachet.

Wer waren die Menschen, die Vincent auf seinem Lebensweg begleitet haben, wer die Personen, die ihn beeinflusst und bewundert haben? War es am Ende gar kein Selbstmord? Entschlossen begibt sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit.

Ab dem 28. Dezember 2017 ist dieses filmische Experiment im Kino zu sehen.

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