Wenn die Sonne untergeht, beginnt die Faszination Lyon im Mondenschein mit der A-ROSA LUNA. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Zwischen Rhône und Saône entfaltet das südfranzösische Lyon seine besondere Mischung aus Geschichte und Gegenwart. Römische Ruinen, verborgene Traboules, die Tradition der Seidenweber, französische Kochkunst mit alpenländischem Einfluss und moderne Stadtquartiere machen die Metropole zu einem Ort mit unverwechselbarem Charakter, der bei Sonnenuntergang ganz besonders stimmungsvoll erstrahlt.
Der historische Stadtkern, der zauberhaft im Lichterglanz der Nacht leuchtet, steht seit 1998 unter dem Schutz der UNESCO und gilt als kulinarisches Zentrum Frankreichs. Lyon von der A-ROSA LUNA aus zu erleben, eröffnet noch einmal eine ganz andere, romantische Perspektive auf die Stadt.
Wo zwei Flüsse Geschichte schreiben
Fast schon unwirkliches Licht verzaubert Lyon, besonders zu genießen auf den Logenplätzen der A-ROSA LUNA. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Lyon liegt dort, wo Rhône und Saône aufeinandertreffen – und vielleicht erklärt genau diese Lage einen Teil des besonderen Charmes der Stadt, der diese als Startpunkt für eine Flusskreuzfahrt so attraktiv macht. Auf vergleichsweise engem Raum treffen hier unterschiedliche Epochen, Lebenswelten und architektonische Stile aufeinander.
Gemächlich durchsteift die A-ROSA LUNA die Altstadt von Lyon. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Über allem erhebt sich, von weitem sichtbar auf dem Fourvière-Hügel, die Basilika Notre-Dame de Fourvière. Weiter unten ziehen glänzend im Mondenschein Rhône und Saône durch das Stadtgebiet und rahmen die historischen Viertel ein. Vieles lässt sich auch bequem zu Fuß entdecken, wobei sich mit jedem Stadtteil ein weiteres Kapitel der Lyoner Geschichte öffnet.
Confluence: Der Blick nach vorn
Beeindruckender Kontrast zur Altstadt ist das moderne Stadtviertel Confluence. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Besonders deutlich wird Lyons Wille zur Veränderung am südlichen Ende der Presqu’île. Dort bilden die Flüsse die Kulisse für Confluence, eines der modernsten Stadtentwicklungsgebiete Lyons. Besonders eindrucksvoll lässt sich ein Blick auf die außergewöhnliche Architektur entspannt von der A-ROSA LUNA aus genießen.
Mondscheinzauber mit Blick auf die Pont de l’Université, hinter der die A-ROSA LUNA ihre Gäste willkommen heißt. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Wo sich früher ein Industrieareal befand, ist ein neues urbanes Viertel entstanden. Wohnhäuser und Bürogebäude, Kulturangebote und außergewöhnliche Bauwerke prägen heute das Bild. Mit den historischen Gassen der Altstadt von Lyon hat diese Umgebung kaum etwas gemeinsam. Ein architektonischer Höhepunkt ist das Musée des Confluences. Das Museum beschäftigt sich unter anderem mit Naturgeschichte, Anthropologie und gesellschaftlichen Themen. Schon sein Äußeres macht deutlich, dass hier bewusst mit traditionellen Vorstellungen von Museumsarchitektur gebrochen wurde: Das Gebäude wirkt wie ein futuristischer Körper.
Auch tagsüber ist Lyon durchaus „erleuchtend“
Von unten sieht die Basilika Notre-Dame de Fourvière leicht erreichbar aus, doch die Straßen in Lyon können durchaus steil sein. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Die Wurzeln Lyons reichen etwa zwei Jahrtausende zurück. 43 vor Christus gründeten die Römer Lugdunum, das sich anschließend zu einem wichtigen politischen und wirtschaftlichen Zentrum Galliens entwickelte. Noch heute erinnern die antiken Theater auf Fourvière an diese Zeit.
Wer es gemütlich mag, erklimmt den Hügel Fourvière mit der Bahn. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Stadt mehrfach. Mittelalter und Renaissance hinterließen ebenso ihre Spuren wie Handel, Bankwesen und später die industrielle Seidenproduktion. Aus all diesen Entwicklungen entstand das Lyon der Gegenwart, das sich tagsüber als quirlige Großstadt entpuppt. Besonders deutlich wird diese historische Vielschichtigkeit in den Vierteln Fourvière, Vieux Lyon, Presqu’île und Croix-Rousse.
Die geheimen Wege von Vieux Lyon
Oft nicht leicht zu finden, aber gerne genutzt sind die berühmten Traboules. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Wer die A-ROSA LUNA verlässt und durch Vieux Lyon schlendert, sollte nicht nur auf die Fassaden achten. Hinter zahlreichen unscheinbaren Eingängen verbergen sich die berühmten Traboules. Diese besonderen Durchgänge führen durch Häuser und Innenhöfe und verbinden auf ungewöhnliche Weise einzelne Straßen miteinander.
Schnuckelige Restaurants laden zu einem Zwischenstopp ein. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Ursprünglich hatten die Passagen vor allem einen praktischen Zweck. Sie ermöglichten es, auf kurzen Wegen durch das dicht bebaute Viertel zu gelangen. Auch der Begriff selbst verweist auf diese Funktion: Er leitet sich vom lateinischen „trans ambulare“ ab, also vom „Hindurchgehen“.
Traboules: Verstecktes entdecken
Imposant: Das Grand Hôtel-Dieu war früher ein Krankenhaus und beherbergt heute ein Hotel. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Insgesamt gibt es in Lyon ungefähr 500 Traboules, die sich auf mehr als 230 Straßen verteilen. Der größte Teil befindet sich in Vieux Lyon, etwa 200 weitere liegen an den Hängen der Croix-Rousse sowie auf der Presqu’île. Allerdings sind längst nicht alle zugänglich. Viele befinden sich innerhalb privater Gebäude.
Das historische Hôtel de Ville (Rathaus) am Place des Terreaux. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Genau daraus ergibt sich eine Besonderheit: Die Traboules sind gleichzeitig historisches Kulturgut und Bestandteil des alltäglichen Wohnens. Besucher bewegen sich durch Hauseingänge und Innenhöfe, die für die Bewohner weiterhin Teil ihres privaten Umfelds sind. Um ausgewählte Passagen dennoch öffentlich zugänglich zu machen, hat die Stadt mit den Eigentümern entsprechende Vereinbarungen getroffen.
Auf den Spuren der Lyoner Seidenweber
Die Rhône und Saône sind ständiger Begleiter auf der Entdeckungstour durch Lyon. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Ein Spaziergang hinauf zur Croix-Rousse führt in einen anderen Teil der Stadtgeschichte. Hier lebten und arbeiteten die sogenannten Canuts – die Seidenweber von Lyon. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich der Hügel zum Zentrum der Lyoner Seidenproduktion.
Echte Hingucker sind die Wandmalereien des Fresque des Lyonnais. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Die dafür errichteten Werkstätten waren ungewöhnlich hoch. Der Grund dafür lag in den großen Webstühlen, für die ausreichend Platz benötigt wurde. Tausende Menschen arbeiteten in diesem Viertel und trugen dazu bei, Lyon als bedeutenden Standort der internationalen Seidenindustrie zu etablieren.
Wenn Tradition auf moderne Gastronomie trifft
Kulinarik mit mit einem Lächeln findet sich auch in Lyon. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Lyon und gutes Essen gehören untrennbar zusammen. Die Stadt gilt als gastronomische Hauptstadt Frankreichs – und dieser Ruf basiert auf einer kulinarischen Tradition, die vom klassischen Bouchon lyonnais bis hin zu zeitgemäßen Restaurantkonzepten reicht.
Natürlich kommen bei der französischen Küche auch Schnecken auf den Teller. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
In den traditionellen Bouchons stehen Gerichte wie gefüllte „Quenelles“ oder den „Saucisson de Lyon“, luftgetrocknete Schweinswurst, auf der Karte. Die Küche ist bodenständig und reichhaltig und folgt dem Wunsch, ihre Gäste ordentlich zu versorgen. So lohnt sich ein kleiner gastronomischer Zwischenstopp beim Bummel durch Stadt. Auch wenn das kulinarische, abwechslungsreiche Angebot auf der A-ROSA LUNA durchaus sehr verlockend ist.
Von außen unscheinbar: die Markthalle
Die echten Leckereien verstecken sich im Inneren der Markthalle Halles de Lyon Paul Bocuse. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Eine weitere wichtige Adresse für Genießer sind die Halles de Lyon Paul Bocuse. Die Markthalle funktioniert wie ein großes Schaufenster der regionalen Esskultur. Käse und Wurstwaren finden sich dort ebenso wie Fisch, unzählige Meeresfrüchte, Gebäck, Wein und zahlreiche weitere Spezialitäten.
Verführerische Häppchen warten auf hungrige Genießer in der Markthalle. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Der Namensgeber Paul Bocuse gehört zu den prägendsten Persönlichkeiten der Lyoner Gastronomie. Der 2018 verstorbene Spitzenkoch beeinflusste die kulinarische Entwicklung der Stadt über Jahrzehnte. Er wurde zu einem Sinnbild für eine Küche, die regionale Tradition, handwerkliches Können und höchste gastronomische Ansprüche miteinander verbindet.
Lyon, der perfekte Start für die Rhône-Kreuzfahrt
Die Anlegestelle an der Pont de l’Université der A-ROSA LUNA kann nicht zentraler sein. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Lyon auch von der A-ROSA LUNA aus zu erleben, eröffnet eben zusätzlich eine ganz andere Perspektive auf die Stadt. Während Rhône und Saône an den Ufern vorbeiziehen, lassen sich historische Fassaden, Brücken und moderne Architektur entspannt vom Wasser aus betrachten – mit einem Gläschen Wein gemütlich an Deck sitzend.
Lyon ist der perfekte Startpunkt für eine Rhone Kreuzfahrt mit der A-ROSA LUNA, die direkt hinter der Brücke vor Anker liegt. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Dann zeigt sich, was Lyon letztlich ausmacht: eine Stadt, die auf relativ engem Raum erstaunlich viel Geschichte, kulinarische Vielfalt und französischen Eigensinn miteinander verbindet. Gleichzeitig verbindet sich Lyon mit der Landschaft entlang der Rhône und macht die Stadt zum Ausgangspunkt für eine Reise, bei der Kultur, Kulinarik und Flusserlebnis ineinandergreifen. Weitere Informationen unter www.a-rosa.de.
Hinweis: Um den Podcast anzuhören, einfach auf das Banner klicken.
Weitere Informationen
Die A-ROSA LUNA liegt direkt im herzen von Lyon. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Empfehlung: 7-Nächte-Reise „Rhône Route Provence“ mit der A-ROSA STELLA & A-ROSA LUNA, ab/bis Lyon. Highlights Südfrankreichs von den Lavendelfeldern der Provence bis zur wilden Camargue: Lyon, Viviers, Arles, Avignon & Tain-l’Hermitage bzw. Tournon. Besonders charmant sind die langen Liegezeiten, oft sogar über Nacht.
Reisezeitraum: Abfahrten finden von April bis Oktober 2027, regulär immer sonntags, statt. Tarif Premium All Inclusive mit umfangreichem Getränkepaket Plus, Preis pro Person in einer Doppelaußenkabine mit französischem Balkon ab 1.882,50 Euro (Kabinenkategorie C bei 1.711 Euro plus 7 Tage mal 24,50 Euro Getränkepaket Plus, falls gewünscht).
Handtuch-Faltkunst in einer Kabine der A-Rosa Luna. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin
Anreise: Die Anreise nach Lyon per Flug oder TGV ist bequem direkt über A-ROSA buchbar. Mehr Informationen unter www.a-rosa.de/reisen, im A-ROSA Service Center oder im Reisebüro
Die Recherche fand – ohne Einfluss auf die journalistische Ausarbeitung – auf Einladung / mit Unterstützung der A-ROSA Reederei GmbH statt.
Susanne Timmann
lebt im Rheinland, ist aber in der Welt zuhause. Seit 2022 fungiert sie als stellvertretende Chefredakteurin des Mortimer Reisemagazins, für das sie Beiträge in Wort und (Bewegt-) Bild über Destinationen weltweit verfasst.
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