Sara Kulturhus – Holzgigant in Schweden

Sara Kulturhus
Mit dem Sara Kulturhus entstehrt im schwedischen Skellefteå das höchste Holzhaus der Welt. – Fotos White arkitekter

Hoch oben in Schweden gibt es einen Ort mit der perfekten Mischung aus Stadtleben und wilder Natur. Von Gourmetessen, über Nordlichter, bis hin zu Kulturerlebnissen bietet Skellefteå Besuchern interessante und überraschende Erlebnisse. So auch mit jenem ambitionierten Architekturprojekt, Sara Kulturhus, bald höchstes Holzgebäude der Welt. Die über 70.000 Einwohner zählende Stadt liegt direkt unterhalb des Polarkreises und hat eine lange Tradition im Holzbau. Dies war die Hauptinspiration für das international wettbewerbsgewinnende Design des neuen Kulturzentrums. Der Vorschlag wurde „Sida vid sida“ genannt – Seite an Seite. Ein Holzrahmen-Turmkomplex, der Kunst-, Performance- und Literaturorganisationen in einer spektakulären Umgebung nebeneinander stellte. Das Sara Kulturhus wird ein neues Zuhause für das Regionaltheater Västerbotten, das Anna Nordlander Museum, die Skellefteå Art Gallery sowie die Stadtbibliothek sein. Der Komplex wird auch ein neues Hotel enthalten.

„Das Design ist eine Hommage an die reiche Holztradition der Region, die wir hoffentlich mit der lokalen Holzindustrie fortsetzen werden.“, sagt Oskar Norelius, Projekt Architekt. Das Hochhaus besteht aus vorgefertigten Modulen aus Brettsperrholz, die zwischen zwei Aufzugskernen gestapelt sind. Das fast 80 Meter hohe 20-stöckige Hotel bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Die Glasfassade reflektiert den Himmel und enthüllt die spektakuläre freiliegende Fachwerkdecke im Inneren. Eine öffentliche Einladung auch an die Einwohner und Besucher, die Kunst und Kultur nicht so selbstverständlich konsumieren.

So soll der Holzgigant nach seiner Fertigstellung 2021 aussehen.

Die Holzkonstruktion des Sara Kulturhus ist so konzipiert, dass sie den rauen Wetterbedingungen standhält und gleichzeitig energieeffizient bleibt. Das Gründach trägt zur Wärmedämmung bei, absorbiert Lärmbelästigung, verbessert die biologische Vielfalt und verzögert das Abfließen von Regenwasser. Die Eröffnung des Sara Kulturhus ist für 2021 vorgesehen.

Architektur-Fans kommen übrigens im Norden Schwedens vielerorts auf ihre Kosten. So auch etwas weiter südlich, an der Hohen Küste (Höga Kusten), Heimat eines viel beachteten Gins, des Hernö Gin. Im Ort Härnösand ist ein Destinations- und Konzepthotel mit ca. 120 Zimmern geplant, welches die ursprüngliche Gin-Welt für Besucher auf unterschiedlichen Ebenen erlebbar macht. Hernö Gins Plan ist es, Härnösand und die Hohe Küste zu einem internationalen Ziel für Gin-Kreation und Gin-Erlebnissen zu entwickeln. Mit einem nahe gelegenen Konzepthotel, das dem Gin ebenbürtig ist, unternimmt das Unternehmen einen Schritt, um den Besuchern ein ganzheitliches Erlebnis bieten zu können. Weitere Informationen unter www.visitsweden.de.

G. Schröder

ist seit Kindestagen mit dem Reisevirus infiziert und bringt sich seit Jahr und Tag mit großem Engagement als gute Seele hinter den Kulissen in das Mortimer Reisemagazin ein.