Paris gibt sich modern und nachhaltig

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Paris setzt für die Olympischen Spiele 2024 auf Nachhaltigkeit.

Die französische Hauptstadt Paris hat eine Reihe von Neuerungen für die Olympischen Spiele 2024 geplant. So soll die Eröffnungsfeier am 26. Juli erstmals nicht in einem Stadion stattfinden, sondern als Schiffsparade auf der Seine, sodass auch die Bewohner der Stadt (erwartet werden 400.000 Menschen) dabei sein können. Schon die Olympiade 2020 in Tokio hatte sich CO2-Neutralität als Ziel gesetzt und dieses sogar übererfüllt.

Dies lag jedoch zum Großteil daran, dass wegen der Corona-Pandemie keine Besucher zugelassen waren. Tokio hatte Zertifikate zum Emissionsausgleich von 4,38 Millionen Tonnen CO2 eingeplant, dann aber “nur” 1,96 Millionen Tonnen insgesamt verbraucht. Interessant ist jetzt, dass sich Paris als Ziel gesetzt hat, den gesamten Kohlenstoffdioxid-Ausstoß auf 1,58 Millionen Tonnen CO2 zu begrenzen. Auch hier sollen die Emissionen letztendlich ausgeglichen werden, um „klimaneutral“ zu werden doch gibt es eine Reihe von Maßnahmen, um die Emission des Treibhausgases von vornherein zu reduzieren.

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Das Olympische Feuer wird in diesem Jahr in Paris entfacht.

Geplante Maßnahmen zur CO2-Reduktion bei den Olympischen Spielen 2024 sind etwa der Verzicht auf Neubauten. So waren 95 Prozent der Austragungsorte bereits vorhanden. Ein wichtiger Aspekt sind auch die kurzen Wege zwischen den Spielstätten. Verzichtet wurde auf neue Parkplätze, denn die Besucher sollen möglichst den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen.

Verschrieben haben sich die Macher der Spiel von Paris auch der weitgehenden Nutzung von Öko-Strom aus Wind- und Sonnenenergie. Mit der Errichtung von Trinkbrunnen soll daneben zusammen mit wieder verwendbaren Trinkflaschen 50 Prozent Einwegplastik eingespart werden. Und die Verpflegung der Athleten und der Zuschauer in den Stadien soll aus fleischarmen, regionalen Produkten bestehen.

Schwimmen in der Seine?

Auch die Seine spielt eine zentrale Rolle beim größten Sportevent des Jahres. – Foto: Green Pearls

Das wohl aufwendigste Projekt war es, das Flusswasser der Seine zu säubern. Ein Testlauf im August 2023 scheiterte bereits, weil das Wasser noch zu schmutzig war. Im März wurde das Wasser offiziell zum Schwimmen freigegeben. Doch ganz sicher ist man sich nicht. Die Politik betont allerdings immer wieder, es gäbe „keinen Plan B“.

Freiwasserschwimmen und das Schwimmen im Triathlon sind im Fluss geplant und sollen auch dort stattfinden – notfalls müssten die entsprechenden Event um einige Tage verschoben werden – wir sind gespannt! Generell wäre ein sauberer Badefluss aber nicht nur eine Attraktion bei den Olympischen Spielen, sondern auch für die Pariser ein nachhaltiger Gewinn.

Die Wettbewerbe Freiwasserschwimmen und Triathlon sollen in der Seine ausgetragen werden. – Foto: Green Pearls

Nachdem die Stadt also einige Anstrengungen übernommen hat, sind auch die Gäste gefragt, ebenfalls ihren Teil dazu beizutragen, dass diese Olympiade nachhaltig wird. Heißt, dass sie die öffentlichen Verkehrsmittel und Wassertrinkbrunnen auch wirklich nutzen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Übernachtung.

Umweltfreundlich übernachten

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Weite Teile der französischen Hauptstadt lassen sich bequem per Rad erkunden. – Foto: Karsten-Thilo Raab

Paris lässt sich von beinahe jeder europäischen Stadt aus gut mit dem Zug erreichen. Europäische Besucher der Olympischen Spiele 2024 können somit auf einen Flug oder das Auto verzichten und so einen Großteil ihrer persönlichen CO2-Emissionen reduzieren. Und die Flugmeilen bleiben dann denjenigen vorenthalten, die von weiter her anreisen.

Das Le Pavillon gilt als nachhaltige Unterkunft. – Foto: Hotel le Pavillon

Als nächsten großen Schritt für einen nachhaltigen Aufenthalt zur Olympiade ist die Wahl der Unterkunft entscheidend. In Paris gibt es dem Hotel Le Pavillon, dem Hotel Marlar und dem Hotel Amélie, drei Green Pearls Hotels, die alle im zentralen 7. Stadtbezirk liegen. Sowohl die Austragungsorte als auch berühmte Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm sind von hier aus schnell (zum Teil sogar fußläufig) zu erreichen. Übrigens: In Paris gibt es sehr viele, gut ausgebaute Radwege, sodass das Fahrrad ebenfalls eine Option der Fortbewegung ist.

Tipps für einen nachhaltigen Aufenthalt

Auf den Flohmärkten lässt sich so manche Rarität entdecken. – Foto: Green Pearls

Einen Besuch wert ist die Recyclerie in einer stillgelegten Bahnstrecke umfasst viele Projekte für ökologischen Gartenbau und ist zudem Reparaturwerkstatt, Café, Restaurant und Kulturzentrum. Für Shoppingjünger empfiehlt sich ein Besuch des Flohmarkts de Saint-Ouen. Bei der Metro-Station Clignancourt gibt es samstags von 8:30 bis 18:30 Uhr, sonntags von 10 bis 18:30 Uhr und montags von10:30 bis 17:30 Uhr den berühmten Flohmarkt mit über 1.700 Händlern. Geboten werden Secondhand-Kleidung und Antiquitäten, aber auch gutes Streetfood.

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Auch die berühmte Galeries Lafayette hat das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt. – Foto: Karsten-Thilo Raab

Für sportbegeisterte Besucher empfiehlt sich derweil ein besuch der “Ile aux Cygnes”. Dies ist eine Insel hinter dem Eiffelturm mit Laufrunden und vielen aufgestellten Sportgeräten für ein Street-Workout-Geräten. Für Laufsportenthusiasten ist das Ufer der seine der richtige Anlaufpunkt. Die verschiedenen Blickachsen mit vielen gotischen Gebäuden machen das Seine-Ufer zudem besonders reizvoll für einen Besuch. Neben grünen Oasen, Cafés und Booten findet man hier auch eine fast zehn Kilometer lange Laufstrecke.

Mortimer

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