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Von 27. Juni 2018 Mehr →

Neptuns Lieblingsplatz vor der Küste von Grenada

Der von Jason Taylor geschaffene Unterwasserskulpturenpark verbindet Kunst mit Taucherlebnissen.

Wenn Neptun sich für eine bestimmte Unterwasserwelt entscheiden müsste, die Wahl des Herrschers über die Weltmeere dürfte durchaus auf die Tauchgründe vor Grenada fallen. Schließlich bietet die Karibische See rund um die Gewürzinsel so ziemlich alles, was dem Tauchsport seine Faszination verleiht. Und das nicht nur für Profis mit Lungenautomaten. Gerade auch für „Otto-Normal-Urlauber“ gibt es beim entspannten Schnorcheln an der Wasseroberfläche viel zu sehen. Und da reden wir nicht nur über Fische…

Denn auch wenn die hier besonders farbig schillernden Meeresbewohner jeden Besuch wert sind: Grenada hält in seinem türkisblauen Meer weitere phänomenale Attraktionen bereit. Da sind zum einen eine Reihe versunkener Schiffe, die nach Jahren auf dem Meeresboden zu künstlichen Riffen mutiert sind und gern besuchte Tauchziele wurden. Nicht weniger als 20 Wracks liegen vor den Küsten von Grenada und Carriacou in unterschiedlichen Tiefen „begraben“.

Abtauchen in 20 Wracks

Das berühmteste ist das einstige Kreuzfahrtschiff Bianca C der Reederei Costa. Der 160 Meter lange Cruiser fing am 22. Oktober 1961 mit 673 Menschen an Bord vor St. Georges Feuer. Glücklicherweise konnten alle Passagiere von Einheimischen gerettet werden. In Erinnerung an das Unglück sowie als Dank an die Bevölkerung errichtete das Kreuzfahrtunternehmen an der Hafenpromenade „Carenage“ einen Gedenkstein.

Heute liegt die „Titanic der Karibik“ in rund 50 Meter Tiefe (ihre Aufbauten erreicht man schon nach 30 Metern) und zählt zu den weltweit renommiertesten Spots für erfahrene Sporttaucher.

Containerschiff aus der DDR

Das Wracktauchen verspricht ganz besondere Entdeckungen. (Fotos Grenada Tourism Authority)

Jüngstes Highlight ist die MV Anina, ein 60 Meter langes Containerschiff, das noch in der DDR gebaut worden ist und ab 1970 unter dem Namen MS Trinwillerhagen von Rostock aus die Baltic-Route befuhr. Nach der Wiedervereinigung führte der Weg in die Karibik, wo sie am 21. März dieses Jahres nach entsprechender Reinigung gezielt vor Grenada versenkt wurde. Jetzt liegt sie in 30 Meter Tiefe auf Grund und bietet ein Top-Ziel für fortgeschrittene Taucher

Gleichwohl gibt es auch eine Vielzahl an Tauchgründen, die bestens für Anfänger und Schnorchler geeignet und zudem schnell zu erreichen sind. Die zumeist nur kurzen Anfahrten zu den Revieren sind ein weiteres großes Plus. So wie beim Spot Anse La Roche im Norden von Carriacou. Ein ruhiges Riff mit zahllosen Papageifischen, ideal für Neulinge des Unterwassersports. Häufig trifft man hier auch große Rochen an, die wie futuristische Raumschiffe ihre Bahn ziehen.

Famoser Unterwasserskulpturenpark

Weniger mobil sind dagegen jene Attraktionen, die sich fest verankert auf Grenadas Meeresboden präsentieren. Inmitten des Molinere Beauséjour-Schutzgebietes findet sich auf sechs Quadratkilometern der spektakuläre Unterwasserskulpturenpark, 2006 als weltweit erster seiner Art vom englischen Bildhauer Jason Taylor ins Leben gerufen. Mehr als 100 Statuen und Plastiken formen mittlerweile eine Vielzahl von Kunstwerken, die ihr Aussehen durch Erosion und Sedimentablagerung sukzessive verändern und dabei gleichzeitig als künstliches Riff Korallen und Fischen eine Heimstatt bieten.

Geringe Wassertiefen und das klare Wasser machen es möglich, die Kunstwerke auch als Passagier an Bord eines Glasbodenbootes zu bestaunen. So erschließen sich die Unterwasserschätze Grenadas selbst jenen Urlaubern, die sich ihnen nicht als Taucher oder Schnorchler nähern möchten. Weitere Informationen unter http://puregrenada.com/explore/scuba-diving/.

Archiviert unter Amerika, Grenada