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Malaysia – Superlative im asiatischen Wunderland

Malaysia

Ein Stück Bilderbuch-Malaysia: Der alte Sultans-Palast in Kuala Kangsar. – Foto Karsten-Thilo Raab

Dass Malaysia in Südostasien liegt und Kuala Lumpur die Hauptstadt des Landes ist wissen sicherlich viele. Doch um das Land ranken sich jede Menge kuriose Fakten, Insiderinformationen und Superlative, die hierzulande bisher kaum bekannt sind.

Hoch über Kuala Lumpur

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Der Stolz von Malaysia: Die Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur. – Foto Karsten-Thilo Raab

Das wohl bekannteste Symbol Malaysias sind die Petronas Twin Towers im Herzen von Kuala Lumpur. Sie überragen die Großstadt und sind schon aus weiter Ferne ein Blickfang und Anlaufpunkt für zahlreiche Reisende. Die Türme sind mit ihrer Höhe von 452 Metern die höchsten Zwillingstürme der Welt. Zwischen dem 41. und 42. Stockwerk verbindet die „Skybridge“ beide Türme miteinander und bietet einen der schönsten Ausblicke über die Stadt.

Malaysier versus Malaie

Alle Einwohner des Landes werden Malaysier genannt. – Foto Karsten-Thilo Raab

Eine Tatsache, die oftmals für Verwunderung sorgt: Ein Malaysier ist nicht gleich ein Malaie. Malaysia ist ein Schmelztiegel der Kultur und Heimat zahlreicher verschiedener Bevölkerungsgruppen. Alle Einwohner des Landes werden Malaysier genannt. „Malaie“ hingegen bezeichnet die ursprüngliche einheimische Bevölkerungsgruppe und zwar die größte des Landes. Insbesondere in den Regenwaldregionen des Landes leben noch heute viele indigene Bevölkerungsgruppen, in deren Kultur man bei einer Reise eintauchen kann. Hierzu zählen beispielsweise die Dayak oder die Iban auf Borneo. Durch diese Vielfalt der Bewohner hat sich eine einzigartige Kultur im Land entwickelt, die man an jeder Ecke entdecken kann.

Malaysia, eine Wahlmonarchie

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Wache vor dem königlichen Palast in Kuala Lumpur. – Foto Karsten-Thilo Raab

Eine weitere Besonderheit und wenig bekannter Fakt des Landes ist seine Staatsform. Malaysia ist eine föderalistische, konstitutionelle, parlamentarisch-demokratische Wahlmonarchie. Das heißt, der König Malaysias ist das repräsentative Staatsoberhaupt, wird jedoch nicht durch die Erbfolge bestimmt, sondern durch Wahlen. Diese finden alle fünf Jahre statt und nach dem Rotationsprinzip wird immer ein Herrscher aus einem der neun Sultanate ausgewählt. Malaysia besteht aus 13 Bundesstaaten, jedoch aus nur neun Sultanaten. Die Staaten Melaka, Penang, Sabah und Sarawak besitzen kein Königshaus.

Höher, schneller, weiter: natürliche Superlative

Malaysia besticht durch atemberaubende Natur – wso wie hier an den Taiping Lake Gardens. – Foto Karsten-Thilo Raab

Und auch im Bereich Natur kann Malaysia mit vielen spannenden Fakten aufwarten. Als eines der 17 megadiversen Länder der Welt hat Malaysia zahlreiche Superlative zu bieten. Der Taman Negara Nationalpark ist mit seinen 130 Millionen Jahren der älteste Urwald der Welt. Trotz oder gerade wegen seines beachtlichen Alters gibt es hier einiges zu entdecken. Bei Wanderungen und abenteuerlichen Touren taucht man hautnah in den Dschungel ein und begegnet mit etwas Glück Elefanten, Tapire und jeder Menge Affen.

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Begegnungen mit frei laufenden Affen sind keine Seltenheit. – Foto Karsten-Thilo Raab

Weitere Superlative des Landes findet man vor allem auf Borneo. Hier ist beispielsweise die Rafflesia, eine der größten Blumen der Welt, beheimatet. Der Durchmesser ihrer Blüten kann bis zu einem Meter betragen. Auch der höchste Berg Südostasiens, der Mount Kinabalu, ragt auf Borneo, genauer gesagt im Bundesstaat Sabah, in den Himmel. Ebenso kommt ausschließlich auf Borneo der Nasenaffe vor, eine Affenart die, wie könnte es anders sein, ihren Namen aufgrund der auffällig großen Nase erhalten haben. Weitere Informationen unter www.malaysia.travel.

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