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Von 30. Dezember 2017 Mehr →

Japan – mit 108 Glockenschlägen ins neue Jahr

Die Tempel in Japan nehmen zum Jahreswechsel eine besondere Rolle ein.

Traditionell spielt Weihnachten in Japan nicht die große Rolle wie in Europa, aber Weihnachtliches kann man auch erleben, wenn man die Gelegenheit wahr nimmt, ein so genanntes „Light up“ zu besuchen. Zur Winterzeit werden in verschiedenen Orten im ganzen Land Straßenzüge mit ausgefallenen Lichterdekorationen in ein abendliches Lichtreich verwandelt. In der dunkelsten Jahreszeit wird ein Spaziergang im Lichterschein zu einer fröhlichen, aber auch besinnlichen Erfahrung.

Oshogatsu – das wichtigste Fest des Jahres

Japan

108 mal erklingen in der Neujahrsnacht die Glocken buddhistischer Tempel.

Als wichtigstes Fest im Jahreszyklus gilt Neujahr, Oshogatsu genannt, an dem selbst die großen Firmen mindestens an drei zusammenhängenden Tagen geschlossen sind. Das Neujahrsbrauchtum wird von allen Japanern sehr ernst genommen und entsprechend gepflegt. Zu Silvester erklingen um 24 Uhr dumpf die Bronzeglocken der buddhistischen Tempel. Sie schlagen 108 mal zur Mahnung an die 108 Bindungen der Menschheit an die irdische Welt.

Verpflichtende Tempelbesuche

Der Besuch eines Tempels gehört zum Pflichtprogramm an den ersten Tagen des neuen Jahres.

Obligatorisch zu Neujahr sind „Hatsumode“, die ersten Schrein- und Tempelbesuche, die oft noch in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar, spätestens aber im Laufe der ersten drei Tage des Jahres erfolgen. Wichtiger Anlass ist das Gebet für Gesundheit und Glück im neuen Jahr, aber auch der Kauf von neuen Glücksbringern.

Sonnenaufgangs-Genuss zum Jahresauftakt

Sonnenaufgänge werden gerne zum Jahresauftakt beobachtet.

Zu den weiteren Traditionen zählt die Beobachtung des ersten Sonnenaufgangs im neuen Jahr. Viele Menschen ziehen dafür zu entsprechenden Stränden und geeigneten Aussichtpunkten. Der 2. Januar ist einer der beiden Tage im Jahr, an denen die inneren Gärten des Kaiserpalastes in Tokio für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und der Kaiser in einigen Auftritten an sein Volk spricht.

Ausverkauf zum Jahresbeginn

Auch abseits der Neujahrsfeierlichkeiten sind Japans Tempel einen Besuch wert.

Etwa ab dem 2. Januar veranstalten die großen Kaufhäuser „Hatsu-uri“, den ersten Ausverkauf des Jahres, bei dem man zum Beispiel so genannte „Fukubukuro“ erwerben kann. Nach dem Prinzip der Wundertüte kann in diesen Beuteln von zahlreichen Kleinigkeiten bis zu teuren Dingen alles enthalten sein und stehen so für das Neujahrsglück. Früher eine Möglichkeit liegengebliebene Ware los zu werden, sind die Tüten mit ihren speziellen Extras heute ein Teil des großen Neujahrs-Events. Weitere Informationen unter www.jnto.de.

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