Dornumerland – wo Faulenzen fast schon Pflicht ist

Dornumerland
Die Landschaft zwischen Wattenmeer und grünem Hinterland ist wie gemacht, um einen Gang zurückzuschalten. (Fotos djd)

Heute Strand, morgen Kutterfahrt, übermorgen mit dem Rad ins Binnenland. Das alles ist auch im Dornumerland möglich – aber bitte ohne Hektik. Denn in der ostfriesischen Region nahe der Nordsee gehen die Uhren einfach einen Tick langsamer. Für die Gäste hat man in diesem Teil von Niedersachsen unter dem Namen „Freilenzen“ ein besonders entspanntes Urlaubsprogramm ins Leben gerufen: eine Mischung aus Freizeit und Faulenzen.

Den Augenblick genießen

Eine Wattwanderung gehört im Dornumerland fast schon zum Pflichtprogramm.

Die Landschaft zwischen Wattenmeer und grünem Hinterland ist wie gemacht, um einen Gang zurückzuschalten und sich darauf einzulassen, den Augenblick zu genießen. Wer sich dazu ein paar kleine Denkanstöße wünscht, fragt „Lenzi“, das Maskottchen des Dornumerlandes. Die sympathische „faule Socke“ hat eine ganze Reihe entspannter Tipps auf Lager, die Gäste bei den Tourismuszentralen der Region finden.

Löcher in die Luft schauen und entspannen – bei einer kleinen Auszeit in der Hängematte.

Zum Beispiel die sogenannten Baumelbank-Fahrradtouren. Zwei dieser Routen führen durch die lauschigsten Ecken des Dornumerlandes. Man pausiert, lässt dabei auf den extra hohen Bänken relaxt die Beine baumeln und macht sonst einfach mal gar nichts.

Einfach mal die Beine baumeln lassen – unter den Freilenz-Tipps sind auch Ausflüge zu den „Baumelbänken“.

Eine wohltuende Abwechslung zum hektischen Alltag sind auch die Radtouren und Wanderungen zur Märchenstation. Dort kann man rasten und sich per Knopfdruck bekannte und weniger bekannte Märchen anhören. Dabei vergessen sogar Kinder und Jugendliche vorübergehend Smartphone und MP3-Player. Wer sich für ein halbes Stündchen komplett ausklinken will, fragt einach „Lenzi“ nach dem Weg zur nächsten Hängematte.

Land zwischen Moor und Meer

Ein Holzbohlenweg führt durch das Hochmoor „Ewiges Meer“.

Der besondere Reiz des Dornumerlandes liegt in seiner Lage. Auf der einen Seite die Nordsee mit den ostfriesischen Inseln vis-à-vis, den Stränden und den kleinen Hafenorten Dornumersiel und Neßmersiel. Auf der anderen Seite wartet das weite, von Bächen und Kanälen durchzogene Binnenland mit Deutschlands größtem Hochmoorsee, dem „Ewigen Meer“. Auch dort kann man nach Herzenslust „freilenzen“, mitten in der verwunschenen Natur, am spiegelglatten Wasser, über das Libellen sausen. Auf dem fünf Kilometer langen Holzbohlenweg, der durch das Naturschutzgebiet führt, kann man sogar Eidechsen beobachten, die die warmen Sonnenstrahlen genießen.

Große Ritterspiele

Das mittelalterliche Städtchen Dornum war einst Sitz der ostfriesischen Häuptlinge.

Ein Bummel durch Dornum gehört zu den Highlights der Region. Das Städtchen war im Mittelalter Sitz der friesischen Häuptlinge, die in prächtigen Gebäuden wie der Beningaburg und dem barocken Wasserschloss residierten.

Ritter in prächtigen Rüstungen entführen Besucher auf eine Reise ins Mittelalter.

Jedes Jahr im Sommer heißt es in Dornum: Abtauchen in die Vergangenheit. Bei den großen Ritterspielen vom 19. bis zum 27. August 2017 wird das Mittelalter lebendig. Zehn Tage lang gibt es Turniere, Tanz und Marktgetümmel auf den Plätzen und in den Straßen der kleinen Stadt. Weitere Informationen gibt es unter www.dornumerland.de. (djd).

Dornumerland
Die Ritterspiele ziehen im August wieder viele Besucher nach Dornum.

 

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Mortimer

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