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Von 2. Juli 2018 Mehr →

Wunderkammern in Swarovskis Kristallwelten

Im Kristalldom sorgen zahllose Spiegel für besondere Hingucker. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Im Kristalldom sorgen zahllose Spiegel für besondere Hingucker. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Ein Puff, ein Rauch und Martin Luther King steht lebensgroß vor einem – im Hologramm – und spricht: „I have a dream…“. Es ist dunkel in der Wunderkammer, Stille, der Atem stockt, erschrocken versucht man, das gegenwärtige Vergangene zu begreifen und einzuholen. Und schon erscheinen Rigoberta Menchù, Mahatma Gandhi, Albert Einstein – die Friedensnobelpreisträger.

„Heroes of Peace“ nennt der Multimediakünstler André Heller seine Vision. Der Mann der ersten Stunde schuf mit Swarovskis Kristallwelten im österreichischen Wattens eine Welt der Wunder. Wunderbar versammelt er heute in der neuen Kammer Friedenskämpfer, Lichtgestalten, lädt Besucher ein, den Traum fort zu träumen, für Momente die Vision einer friedvollen Welt leuchten zu lassen.

Wunderkammern voller Liebe, Sonne und Frieden

El Sol – eine faszinierende Weltkugel aus tausenden von Swarowski-Kristallen. (Foto Katharina Büttel)

Wir wandern weiter durch die vier neuen Wunderkammern, von internationalen Künstlern kreiert. „Lassen Sie uns gemeinsam wundern“, animiert Carla Rumler, Kulturdirektorin bei Swarovski. Es gehe um „Liebe, Sonne, Frieden“.

Albert Einstein als Hologramm von André Heller kommuniziert mit den Besuchern – unglaublich! (Foto Katharina Büttel)

Manish Arora, Designer aus Indien, entführt in ein „Paradies, wo die Liebe herrscht“, in seine Chamber of Wonder: Ready to Love. Eine glitzernde Treppe voller funkelnder Liebesbotschaften führt hinauf zu einer orientalischen Fassade – dem „Palast der Liebe“.

Spiegelbildlich: Mentale Kraftkammer in Grün. (Foto Katharina Büttel)

Fernando Romero, Stararchitekt aus Mexiko, hängt in seine Wunderkammer eine intensiv rot leuchtende Sonne, El Sol. Sonne als die Seele des Kristalls. An die 3000 geschliffene Kristalle formen und füllen Romeros Sonnenkugel, im Umfang exakt ein Milliardstel unseres Himmelskörpers. Inspirieren ließ er sich von der Azteken- und Mayakunst seiner Heimat.

Kunst aus geschliffenen Kristallen

Auch Arbeiten von Keith Haring wurden mit Kristallen veredelt.

Faszination Kristall: es ist durchsichtig und undurchsichtig zugleich, rätselhaft und widersprüchlich. Arik Lewy aus Israel transformiert hochelegant Natur in Kunst, schafft eine Art Labyrinth, in dem der Besucher stets neue Strukturen und verblüffende Perspektiven erlebt.

Taj Mahal – die legendäre kristalline Schleifkunst von Swarowski trifft hier auf das russische Künstlerduo Blue Noses. (Foto Katharina Büttel)

„Kristallwelten“ heißt die Wunderwelt des André Heller von 1995. Die Wunderkammer im nahe gelegenen Renaissance-Schloss Ambras, wo der Habsburger Erzherzog und Kaiserbruder Ferdinand II. Kuriosa der Natur, der Kunst und der Fantasie zusammengetragen hat, war André Heller das Vorbild für seine „mentale Kraftkammer, wo man an die Möglichkeit der Kreativität erinnert wird“.

Synthetische Schmucksteine

Aus bunten Kristallperlen besteht auch der „Palast der Liebe“ des Inders Manish Arora. (Foto Katharina Büttel)

Realisieren konnte er seinen Traum mit Geld der ortsansässigen Firma Swarovski, die mit zigtausend Mitarbeitern weltweit der größte Schleifer synthetischer Schmucksteine und echter Edelsteine und seit langer Zeit auch ein bedeutender Kunstmäzen ist.

Die Kristallkunst ist immer wieder faszinierend und überraschend.

„Um nicht der architektonischen Niedertracht, die drei Viertel Tirols beherrscht, eine weitere hinzuzufügen“, hat Heller damals ein Wunderlabyrinth in einem aufgeschütteten Berg versteckt. Auf ihm wachsen seltene Gebirgspflanzen, Kinder dürfen rundum spielen, im Winter rodeln.

62-Kilo-Koloss

Wirkt fast schon ein wenig unscheinbar: das weiße Kristallobjekt des Israeli Arik Levy. (Foto Katharina Büttel)

Quer durch die ineinander verschlungenen Geschosse entdeckt der Besucher Kristallines in allen Formen und Farben, in der Eingangshalle den kleinsten Kunstkristall und den größten, 62 Kilogramm schwer. Kristallarbeiten von Dalí, Niki de Saint Phalle und Keith Hearing.

Glitzernde Kristallwolken vor Innsbrucks Bergkulisse finden sich im Park der Kristallwelten. (Foto Katharina Büttel)

Im „Kristalldom“ sieht man sich in 590 Spiegeln, umspült von Sphärenklängen des Brian Eno – der sonst Flughäfen und Geburtskliniken „beschallt“. Ein Raum, der Menschen in kontemplative Ruhe versetzen soll. In der „Eisgasse“ geht das Kristallene per Video auf einer Wand von Monitoren in bewegte arktische Landschaft über. Zwischen weißen Brocken und Schollen tauchen immer wieder ein alter Mann und ein Eisbär auf. „Christallos“ haben die alten Griechen das Eis genannt.

Transzendenz still und rein

Hinter dem mächtigen, wasserspeienden Riesenkopf verbirgt sich der Eingang zu den Savaroski Kristallwelten. (Foto Katharina Büttel)

Meditation und heilsame Ruhe, Schönheit, Melancholie und Ironie, vor allem Sinnlichkeit soll der Wanderer durch die 16 Wunderkammern erfahren, durchleben… Eine dieser Kammern ist eine Bühne mit Strass geschmückten, teils beweglichen Fantasiefiguren, eine andere projiziert sich ständig wandelnde poetische Gebilde in den Raum. Keine Führung, kein Guide: Transzendenz still und rein.

An die Ausstellung schließen sich auch noch die Verkaufsräume von Swarovski an. (Foto Karsten-Thilo Raab)

An die Ausstellung schließen sich auch noch die Verkaufsräume von Swarovski an. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Am Ausgang des Zauberberges gibt es „natürlich“ eine Verkaufsschau, die voll ist von „allem, worin sich das Licht bricht und was funkeln kann“. Nach so viel Bedeutung und Virtuellem im Inneren, verwandelt sich draußen der kristalline Garten in eine reale, sommerlich-bunte Märchenlandschaft.

Innsbrucks atemberaubende Kulisse

Innsbruck hat sich viel von seinem alten Charme bis heute bewahrt. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Innsbruck hat sich viel von seinem alten Charme bis heute bewahrt. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Zurück in Innsbruck: modernste Architektur trifft auf jahrhundertealte Tradition, allumfasst vom atemberaubenden Bergpanorama. Von der Bergiselschanze – olympische Vergangenheit von der Star-Architektin Zaha Hadid futuristisch umgestaltet – weitet sich der Blick über die Stadt hin zur Nordkette des Karwendelgebirges.

Das Goldene Dachl ist das wohl bekanntes Wahrzeichen der Tiroler Landeshauptstadt. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Das Goldene Dachl ist das wohl bekanntes Wahrzeichen der Tiroler Landeshauptstadt. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Auf der gegenüber liegenden Seite hat man den absoluten, genialen Blick über die „Dachl“-Stadt hinüber zum Patscherkofel und sitzt bei Kaffee und süßen Speisen in der „Seegrube“ auf 1905 Meter. Hinauf gebracht hat einen die Seilbahn.

Pulsierende Altstadt

Auf der geschäftigen Herzog-Friedrich-Straße findet man Funkelndes von Swarovski und original Tiroler Speck. (Foto Katharina Büttel)

Unten in der gotischen Altstadt geht es auf der Herzog-Friedrich-Straße trubelig zu. Man trifft sich in den Cafés oder im jahrhundertealten „Weißen Rössl“. Besucher stöbern in den Läden nach Souvenirs, „stürmen“ die von Kaiserin Maria Theresia im Stil des Wiener Rokoko um- und ausgestaltete Hofburg – einst habsburgische Residenz.

Prachtvolle bunte Häuserfassaden finden sich am Ufer des Inn. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Prachtvolle bunte Häuserfassaden finden sich am Ufer des Inn. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Beim Spaziergang am Ufer des Inn überwältigt einen der Charme der Stadt: das Rauschen des Flusses, der Kranz der Berge ringsum, die bunten Fassaden aus den Jahrhunderten. Die Tiroler Tage enden natürlich vor dem „Goldenen Dachl“, dem weltbekannten Wahrzeichen der Stadt. Wehmütig summt die alte Melodie: „Innsbruck ich muss dich lassen…

Wissenswertes in Kurzform

Star- Architektin Zaha Hadid designte 2002 die Bergiselschanze sowie die Bergbahn-Stationen. (Foto Katharina Büttel)

Allgemeine Informationenwww.innsbruck.info

Kristallwelten:  täglich geöffnet von 8.30 bis 19.30 Uhr;  Tagesticket 19 Euro; Familienticket 24,50 www.swarovski.com/kristallwelten

Im schicken ‚Nala‘ heißen die Zimmer Zen, Oriental oder Mosaik – der Name gibt den Stil vor. (Foto Katharina Büttel)

Anreise: Lufthansa bietet von vielen deutschen Flughäfen Zubringer nach München an, Von dort gehr es weiter bis Innsbruck mit Austrian Airlines.

Übernachten:  Individuellhotel „nala“ in ruhiger Lage Innsbrucks: jedes Zimmer erzählt eine Geschichte, toller Blick aufs Karwendelgebirge,  www.nala-hotel.at 

Mordene Eleganz gepaart mit tollem Panorama im Adlers-Restaurant. (Foto Karsten-Thilo Raab)

aDLERS Hotel ist der neue Hotspot: Fine dining mit Blick auf die Skyline von Innsbruck. www.adlers-innsbruck.com.

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