Zwischen Selfie-Spots und Nervenkitzel

Selfie
Flandern macht Sehenswürdigkeiten mit 50 barrierefreien Selfie-Spots für alle erlebbar. – Foto: Visit Flanders

Mit dem innovativen Projekt „Selfie for All“ setzt die belgische Region Flandern neue Maßstäbe für inklusives Reisen: 50 taktile Selfie-Spots an touristischen Orten in 24 Städten und Gemeinden sollen auch blinden und sehbehinderten Menschen selbstständige Fotoerlebnisse ermöglichen. Mithilfe der App NaviLens lassen sich die farbigen Codes der Bodenplatten aus der Entfernung erfassen, während Sprachansagen, haptische Signale und taktile Markierungen zur optimalen Position für das Erinnerungsfoto führen. Zu den Standorten zählen u.a. der Grote Markt in Mechelen, die mittelalterliche Grafenburg in Gent und der Nationalpark Hoge Kempen in Limburg, wo ergänzende Audioinhalte spannende Einblicke in Geschichte und Besonderheiten der jeweiligen Sehenswürdigkeit bieten. Weitere Informationen unter www.visitflanders.com.

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Harriet Tubman Museum wiedereröffnet

Harriet Tubman Mural (c) Maryland Office of Tourism

In Cambridge an der Eastern Shore im US-Bundesstaates Maryland hat das Harriet Tubman Museum & Educational Center nach einer umfassenden Neugestaltung seine Pforten wieder geöffnet. Die renovierte Kultureinrichtung widmet sich dem außergewöhnlichen Vermächtnis von Harriet Tubman, die im Jahr 1822 als Sklavin geboren wurde und im Laufe ihres Lebens zu einer der bedeutendsten amerikanischen Widerstandskämpferinnen aufstieg. Mithilfe der Underground Railroad, einem geheimen Netzwerk mutiger Fluchthelfer, verhalf sie zahllosen Menschen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit. Die Dauerausstellung verbindet historische Tiefe mit modernster Technologie, um das bewegte Leben Tubmans in den größeren historischen Rahmen der Sklaverei in Maryland einzubetten. Bereits beim Betreten des Gebäudes werden Gäste von einem lebensechten Hologramm der Freiheitskämpferin empfangen, das einen emotionalen Zugang zum Thema schafft. Innovative Audio-, Licht- und Videoinstallationen sowie atmosphärische Musikelemente erwecken die historischen Stationen zum Leben und beleuchten die vielschichtigen Facetten Tubmans als Fluchthelferin, couragierte Spionin, engagierte Krankenschwester und frühe Vorkämpferin der Frauenrechte. Als visueller Höhepunkt ziehen großflächige Wandgemälde die Aufmerksamkeit auf sich, die prägende Schlüsselmomente aus ihrem kämpferischen Leben eindrucksvoll ins Bild setzen. Weitere Informationen unter www.harriettubmanmuseumcenter.org.

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Danziger Markthalle erstrahlt in neuem Glanz

Die Danziger Markthalle zählt zu den wenigen Gebäuden in der Stadt, die den 2. Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden haben. – Foto: Adrian Werner / Werbrand Unicorns

Nach rund eineinhalbjährigen Renovierungsarbeiten hat die historische Markthalle im polnischen Gdańsk (Danzig) wieder ihre Pforten geöffnet. Die Markthalle verbindet mittelalterliche Geschichte mit moderner Genusskultur. Wo einst die Dominikaner einen Markt betrieben, entstand zwischen 1894 und 1896 nach Entwürfen des Danziger Architekten Kurt Fehlhaber die heutige neogotische Halle. Die markante Backsteinfassade und filigranen Säulen machen das nahezu unbeschädigt durch den Zweiten Weltkrieg gekommene Gebäude zu einer Besonderheit. Nach umfassender Erneuerung stehen auf drei Ebenen mehr als 4.700 Quadratmeter zur Verfügung: Im Erdgeschoss locken Street-Food-Angebote mit Spezialitäten aus Georgien, Indien, Südostasien und Mexiko, ergänzt durch Bars und eine Bühne. Das Obergeschoss bietet Restaurants mit italienischer, polnischer, Fusion- und Seafood-Küche, während im Untergeschoss unter dem Motto „Deli“ traditionelle Marktstände frische Lebensmittel und Spezialitäten aus Polen und aller Welt anbieten.

Food, Kultur und Archäologie treffen auf die Architektur des späten 19. Jahrhunderts. – Foto: Adrian Werner / Werbrand Unicorns

Besonders spannend ist die historische Dimension unter der Halle: Archäologische Funde wie die Überreste einer romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert und eines Kalkofens aus dem 14. Jahrhundert machen die Vergangenheit erlebbar. Eine interaktive Ausstellung zeichnet die Entwicklung des Ortes von der mittelalterlichen „Dominikaneraue“ bis in die Neuzeit nach. Auch der angrenzende Plac Dominikański wurde neu gestaltet und bietet heute Grünflächen, Sitzbereiche, eine Sommerbühne und Raum für Foodtrucks. An Wochenenden ergänzt ein Obst- und Gemüsemarkt das Angebot. Weitere Informationen unter unter www.halatargowa.pl,

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Skywalk als Erfolgsgeschichte

Wanderer auf dem Skywalk in Willingen. – Foto: Tourist-Information Willingen

Der 2023 eröffnete Skywalk in Willingen im Sauerland hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Die weltweit längste frei schwingende Hängebrücke mit 665 Metern leicht schwankender Stege und einer Höhe von 100 Metern über dem Strycktal hat mittlerweile mehr als eine Million Besucher angelockt – und dies, obwohl bei der Eröffnung mit „nur“ knapp 100.000 Wagemutigen pro Jahr gerechnet wurde. Vielelicht liegt das Phänomen an die Mischung aus Nervenkitzel und Landschaftsgenuss mit Blick auf die Mühlenkopfschanze. Weitere Informationen unter www.willingen.de.

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Diva-Getümmel in Denver

Ikonisch: Billie Holiday in der Royal Albert Hall in London im Jahr 1954. – Foto: Victoria and Albert Museum, London

Bis zum 31. Januar 2027 widmet sich das Denver Art Museum (DAM) in einer Sonderausstellung unter dem Titel „Diva“ Künstlerinnen und Künstler aus Oper, Tanz, Theater, Film und Popmusik, die mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Auftreten, ihrem Stil und ihrer Kunst gesellschaftliche und kulturelle Grenzen verschoben haben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Mode und Kostüm. Zu sehen sind unter anderem Kostüme und Objekte von Maria Callas, Marilyn Monroe, Josephine Baker, Aretha Franklin, Cher, Tina Turner, Madonna, Beyoncé, Rihanna, Lady Gaga, Björk und Taylor Swift. Die Ausstellung umfasst mehr als 200 Objekte, rund 100 Divas und fast 60 Kostüme.

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Buchtipp für Reiselustige und Zuhausebleiber

Reisen erweitert den Horizont und schärft den Blick für andere Länder, Kulturen und Lebensweisen. Wer reist, entdeckt immer wieder Spannendes, Faszinierendes, Kurioses, Verrücktes und Amüsantes. Vor allem Superlative und Rekordverdächtiges werden allerorts gerne mit Stolz präsentiert. Das eine oder andere bleibt im Gedächtnis, anderes ist schnell wieder vergessen. So oder so ist Reisen immer ein Stück weit vergleichen. Mal stechen Gemeinsamkeiten ins Auge, dann sind es gravierende Unterschiede zu dem, was man im heimischen Sprengel vorfindet.

Vieles von dem, was sich unterwegs entdecken lässt, sorgt später für Gesprächsstoff. Dabei gibt es Zeitgenossen, die als wandelndes Lexikon durchgehen könnten, weil sie in der Lage sind, sich noch so kleine Details und Fakten zu merken. Gerade diese Dinge sind es, die für jede Menge Gesprächsstoff und Spaß, für Staunen, Kopfschütteln und Gelächter sorgen. Und so überrascht „Prahlhanswissen für Gelegenheitsreisende“ von Karsten-Thilo Raab als ein Kompendium, das nicht unbedingt im Alltag benötigtes Wissen vermittelt, gleichzeitig jedoch jede Menge Spaß garantiert.

Erhältlich ist Prahlhanswissen für Gelegenheitsreisende (ISBN 978-3-939408-47-5) von Karsten-Thilo Raab als Hardback mit 160 Seiten für 23,99 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.

Karsten-Thilo Raab

berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.