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Von 23. September 2019 Mehr →

Zauber längst vergangener Zeiten in Lampang

Lampang

Einer der beeindruckenden Landmarken in Lampang ist der Sela Rattana Papphataram Tempel. – Foto TAT

Lampang im Norden Thailands bezaubert vor allem mit seinem kulturellen Reichtum. Die Gegend der im Flusstal des Wang gelegenen Provinz kann auf eine lange Besiedlungsgeschichte zurückblicken und so lassen sich heute noch viele gut erhaltene Tempel und architektonische Bauwerke mit burmesischen und thailändischen Einflüssen besuchen.

Pferdekutsche statt Taxi

Die Hauptstadt der thailändischen Provinz heißt ebenfalls Lampang – und ist ein guter Ausgangspunkt für alle, die mehr über die Geschichte der Region erfahren wollen. Die Stadt hat einen ganz besonderen Charme ist umgeben von Wäldern und einer malerischen Gebirgslandschaft. Im Westen Lampangs erheben sich die Khuntan Bergen und im Osten der Stadt die Pi-Pan-Num Bergen. Auf den Straßen ziehen Pferdekutschen gemächlich an jahrhundertealten Tempelanlagen vorbei.

Die Chae Son Hot Spring im Chae Son National Park sorgt für stimmungsvolle Nebelschwaden. – Foto TAT

Lampang ist die einzige Provinz Thailands, in der Pferdekutschen noch als innerstädtisches Verkehrsmittel zum Einsatz kommen. Besucher können so mit den Kutschen Entdeckungsfahrten zu den Märkten, den traditionellen Thai-Häusern am Flussufer und den zahlreichen Tempeln der Stadt unternehmen. Aber auch zu Fuß lässt sich einiges entdecken: Die Stadt hat eine ganz besonders entspannte Atmosphäre und beim Schlendern durch die Straßen lässt sich die authentische Lebensart und traditionelle Thai-Kultur erleben.

Schlendern durch die Altstadt

In der parallel zum Fluss verlaufenden alten Markstraße (Thanon Talat Gäo) befand sich früher das Geschäftszentrum der Stadt, heute sind aus dieser Zeit noch einige Lanna-Wohnhäuser und chinesische Ladengeschäfte zu sehen. Die Wohnhäuser sind an den charakteristisch spitzen Dächern zu erkennen, die Läden vor allem an den typischen Falttüren aus Holz mit ihren filigran gearbeiteten Oberlichtern. Wer mag, erkundet die Stadt und Umgebung mit einem Mietfahrrad, neben wenigen Taxen und Tuk-Tuks fahren hier auch Songtaews – zu Minibussen umfunktionierte Kleintransporter.

Geschichtsträchtige „Stadt der Hähne“

Zu den schönsten Tempelanlagen der Region gehört Wat Chedi Sao Lang. – Foto TAT

Die Stadt am Ufer des Wang kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und war schon immer ein wichtiger kultureller Knotenpunkt: im 7. Jahrhundert war die Stadt Teil des Mon-Königreiches von Hariphunchai, in ihrer jüngsten Vergangenheit wurde sie als zentraler Umschlagplatz von Teakholzhandels im frühen 20. Jahrhundert bekannt. Früher hieß die Provinzhauptstadt Kukutthanakorn, was so viel bedeutet wie „Stadt der Hähne“. Dieser Name geht auf die Legende des Gottes Indra zurück, der mit einem weißen Hahn die Bewohner für den Besuch Buddhas wecken wollte. Der Hahn zählt heute noch zu den Tieren, die verehrt werden und ist auf der Provinzflagge zu sehen.

Von Wasserfällen bis zu Eisenbahntunneln

Die Bergkette von Khun Tan im Doi Khun Tan Nationalpark bildet eine natürliche Grenze zwischen den Provinzen Lamphun und Lampang. Bemerkenswert sind hier nicht nur die Wasserfälle und Aussichtspunkten, sondern auch der längste Eisenbahntunnel Thailands, der übrigens unter Aufsicht eines deutschen Ingenieurs gebaut wurde. Eine Wanderroute führt vom Tunneleingang über den Berg zum Ausgang. Ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber ist der Nationalpark Chae Son, dessen Landschaft vor allem durch Wälder, Wasserfälle und einige beeindruckende Höhlen geprägt wird.

Naturvielfalt in Lampang entdecken

Sela Rattana Papphataram Temple zeugt von einer langen Geschichte und Kultur. – Foto TAT

Wanderlustige können im Nationalpark Mae Wa die Berge Doi Khunhuaipong und Doi Tachi erklimmen und die spannende Tropfsteinhöhle Nampha-Pha Ngam erkunden, die eine faszinierende Anzahl an Stalagmiten und Stalagtiten aufweist. Die perfekte Mischung aus Kultur und Natur bietet ein Ausflug zum Wat Chaloem Phrakiat Phrachomklao Rachanuson. Hinter dem komplizierten Namen versteckt sich ein wahrlich ungewöhnlicher Tempel, denn er ist nur über einen relativ steilen Anstieg über 800 Höhenmeter erreichbar. Oben angekommen, können alle Chedis des Tempels, die wie Hüte auf den Bergspitzen sitzen, besichtigt werden. Gleichzeitig eröffnet sich von hier aus ein grandioser Blick auf die Landschaft Lampangs. Weitere Informationen unter www.thailandtourismus.de.

Archiviert unter Asien, Thailand