Nicht nur in Palawan: Einfach mal Abtauchen

Palawan
In Palawan und anderen philippinschen Tauchspots begegnet man den faszinierdsten Unterwasserwesen. – Foto Philippine Department of Tourism

Eine Küstenlinie von über 36.000 Kilometern und mehr als 7.000 Inseln – das sind ideale Voraussetzungen für eine der besten Tauchdestinationen weltweit. Ob Walhaie oder Sardinen, Meeresschildkröten oder Dugongs, versunkene Schiffswracks oder leuchtende Korallen – die Unterwasserwelt der Philippinen wirkt wie aus dem Bilderbuch und die Liste an Tauchrevieren von Weltruhm ist endlos.

Die Tauchspots in Palawan entdecken

Der Tubbataha Reefs Natural Park in Palawan beispielsweise war der erste nationale Meerespark der Philippinen und ist gewissermaßen Sinnbild für die gesamte Artenvielfalt des Ozeans. Auf einer Fläche von rund 100.000 Hektar tummeln sich hier fast 700 Fischarten in den Wellen sowie Walhaie, Mantas und andere pelagische Fische. Das Riff-Ökosystem beherbergt zudem über 360 Korallenarten – fast 90 Prozent aller Korallenarten auf den Philippinen. Das Schutzgebiet in Palawan ist ein hervorragendes Beispiel für ein unberührtes Korallenriff mit einer spektakulären 100 Meter langen senkrechten Wand, ausgedehnten Lagunen und zwei Koralleninseln. Dank der außergewöhnlichen Artenvielfalt und der Bedeutung für Seevögel und Meeresschildkröten erklärte die UNESCO den Nationalpark im Jahr 1993 zum Weltnaturerbe.

Palawan
Die gigantischen Walhaie lassen sich aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. – Foto Philippine Department of Tourism

Die Insel Coron – ebenfalls in Palawan gelegen – ist ein weiterer beliebter Tauchplatz auf den Philippinen. Das Eiland ist berühmt für die japanischen Schiffswracks, die dort im Zweiten Weltkrieg gesunken sind und auf denen sich bis heute Korallenriffe gebildet haben. Ein idealer Ort zum technischen Tauchen. Bei geführten Tauchgängen ist es sogar möglich, das Innere der Ozeanriesen zu erkunden und einzigartige Bilder zu schießen.

Die Heimat der Seekühe

Coron ist außerdem die Heimat des Dugongs, auch als Seekuh bekannt. Die vom Aussterben bedrohte Art ist auf den Philippinen inzwischen gesetzlich geschützt. Die bis zu vier Meter lange Spezies ist als äußerst scheu und schwer zu fassen bekannt. Ein Tauchgang mit den freundlichen Dugongs auf Coron ist daher auch für erfahrene Taucher ein unvergessliches Ereignis.

Das gigantische Unterwasserkaleidskop ist überaus beeindruckend. – Foto Philippine Department of Tourism

Neben dem Tiefseetauchen ist auch das Tauchen in einem See ein aufregendes Erlebnis. Mit dem Barracuda Lake auf Coron Island können die Philippinen auch hier mit einem großartigen Tauchspot aufwarten. Das Wasser des Sees ist eine Mischung aus Süß- und Salzwasser und unterliegt großen Temperaturschwankungen. Berühmt ist die Sprungschicht in 14 Metern Tiefe, in der die Temperatur von 28 auf 38 Grad Celsius schwankt. Auf dem Seeboden herrscht nur wenig Leben – eine Taucherfahrung wie in einer anderen Welt. Für Adrenalin sorgt vor allem die Aussicht auf eine Begegnung mit dem Barrakuda, ein Raubfisch, der gleichzeitig Namensgeber des Sees ist.

Bunte Unterwasserwelt der Visayas

Das Meeresschutzgebiet Apo Island am Rande der Inselgruppe der Visayas gilt ebenfalls als einer der besten Tauchgründe auf den Philippinen. Besonders wissenswert: Apo Island ist eines der ersten von einer Gemeinde verwalteten Meeresschutzgebiete auf den Philippinen. Auf der kleinen Vulkaninsel winken jede Menge einzigartige Spots für alle Könnerstufen. Ein besonderes Highlight im Südwesten der Insel ist es, mit den riesigen Meeresschildkröten um die Wette zu schwimmen. Neben Manta-Rochen und bunten Korallengärten können Taucher hier auch rund 650 Fischarten entdecken, unter anderem zahllose Anglerfische.

Riesige Sardinen-Schwärme sind einfach beeindruckend. – Foto Philippine Department of Tourism

Nördlich von Apo Island liegt die Stadtgemeinde Anilao, die ein wahres Paradies für Unterwasserfotografen ist. Hier kommen vor allem Fans von Makrolebewesen auf ihre Kosten. Mit mehr als 50 Tauchplätzen ist hier einer der besten Orte, um Hunderte von Korallenarten, pelagische Fische und winzige Nacktschnecken aus nächster Nähe zu beobachten. Anilao trägt sogar den Spitznamen „Nacktschnecken-Hauptstadt der Welt“. Daneben suchen Unterwasserfotografen dort vor allem nach Fransen-Drachenköpfen. Fun Fact: Anilao gilt zudem als Geburtsplatz des Tauchens auf den Philippinen.

Bohols beliebteste Tauchparadiese

Die zehntgrößte Insel des Archipels Bohol ist vor allem für die Chocolate Hills und als Heimat der putzigen Koboldmakis bekannt. Doch auch Taucher kommen hier auf ihre Kosten. Außerdem befindet sich auf der Insel die größte Freitauch-Akademie der Welt. Besonders beliebte Hotspots um Bohol sind die Inselchen Balicasag, Pamilacan und Cabilao.

Riesige Muscheln sind vor der Küste der Philippinen zu finden. – Foto Philippine Department of Tourism

Fortgeschrittene Taucher zieht es häufig auf die vorgelagerte Insel Balicasag, ein weiteres Meeresschutzgebiet der Philippinen. Der Name ist hier Programm: Am Turtle Point können sich Taucher auf Begegnungen mit Meeresschildkröten freuen, im Black Forest auf tiefschwarze Korallen, und im Diver’s Heaven wartet ein himmlischer Wand-Tauchgang. Auf Pamilacan können Taucher Manta-Rochen aus nächster Nähe bestaunen und auf Cabilao lassen sich unzählige pelagische Fische beobachtet. An den unberührten Korallenriffen leben zudem Barrakudas, Stachelmakrelen, Geisterpfeifenfische, Drachenfische, Krebse, Seepferdchen, Füsiliere, Papageienfische und gelegentlich auch Hammer- und Weißspitzenhaie.

Große und kleine Meeresbewohner auf Cebu

Auch Malapascua ist ein Name, der häufig fällt, wenn es um die besten Tauchspots auf den Philippinen geht. Die größte Attraktion der Insel am nördlichsten Zipfel von Cebu sind die gigantischen Fuchshaie. Pünktlich zum Sonnenaufgang tauchen die sanften Riesen hier jeden Morgen aus der Tiefe auf und sorgen für unvergessliche tierische Begegnungen unter Wasser.

Die Unterwasserwelt ist bunt und vielfältig. – Foto Philippine Department of Tourism

Kleinere Meeresbewohner tummeln sich dagegen in Moalboal, an der Westküste von Cebu. Die Insel ist vor allem für die riesigen Sardinenschwärme bekannt, die das ganze Jahr über zu sehen sind. Sie bilden die Form eines Balles, der bis zu 30 Meter breit sein kann – ein wahres Naturschauspiel. In den vergangenen Jahren sind die Schwärme immer weiter in Richtung Küste gewandert, sodass sie heute nicht nur von Tauchern, sondern auch von Schnorchlern bestaunt werden können. Weitere Informationen unter www.morefunphilippines.de.

Mortimer

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