Neuseeland ist bereit für den großen Weltfußball

Neuseeland will bei der U20 WM im eigenen Land den Beweis antreten, dass es durchaus kicken kann. (Foto Martin Büdenbender/Pixelio)
Neuseeland will bei der U20 WM im eigenen Land den Beweis antreten, dass es durchaus kicken kann. (Foto Martin Büdenbender/Pixelio)

Der Countdown läuft für FIFA Fußball-Weltmeisterschaft der Altersklasse U20 in Neuseeland. Am 30. Mai bestreitet die Elf des Gastgebers in Auckland das Eröffnungsspiel gegen die Ukraine. Bis zum 20. Juni werden dann in sieben Spielstätten insgesamt 52 Spiele bei dieser WM ausgetragen. Das Turnier findet in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal statt, die Kiwis freuen sich schon auf ihre Gastgeberrolle. Die deutsche Mannschaft startet am 1. Juni in Christchurch. Die DFB-Elf trifft dabei in der Vorrunde auf Fidschi, Usbekistan und Honduras.

Auch wenn Neuseeland dank der New Zealand All Blacks eher als Rugby-Nation gilt – die Kiwis sind bereit, wenn mehr als 170 Millionen Menschen aus über 100 Ländern weltweit das zweitgrößte FIFA-Turnier verfolgen werden. Durch die geografische Aufteilung des Turniers, mit Austragungsorten auf beiden Inseln, können die Besucher und Zuschauer an den Bildschirmen in die landschaftliche, kulturelle und historische Vielfalt Neuseelands eintauchen.

Christchurch, Spielort der deutschen Mannschaft, hat durchaus seine Reize. (Foto Michael Piesbergen/Pixelio)
Christchurch, Spielort der deutschen Mannschaft, hat durchaus seine Reize. (Foto Michael Piesbergen/Pixelio)

„Wir freuen uns unheimlich auf das Erlebnis U20-Weltmeisterschaft in Neuseeland. Erstens, weil das Turnier eine große Historie hat und sich die besten Jugendspieler der Welt gegenüberstehen“, so DFB-Chefausbilder und U20-Nationaltrainer Frank Wormuth. „Und zweitens, weil man nicht täglich in ein solch entferntes Land wie Neuseeland kommt. Wir sind alle gespannt auf die wunderschöne und abwechslungsreise Landschaft dort“, so Wormuth weiter. Die Heimat der deutschen Elf in der Gruppenphase wird Christchurch sein, Neuseelands älteste Stadt und das „Tor zur Südinsel“.

Nachdem die Stadt bei einem Erdbeben im Februar 2011 stark beschädigt wurde, hat sich Neuseelands zweitgrößte Metropole mit viel Eigeninitiative der Einwohner neu erfunden. So könnte das Freizeitprogramm der deutschen Elf, ihrer Begleiter und Fans in Christchurch aussehen:

• Erkundung des „The Gap Filler“-Projekts: das kreative Erneuerungsprogramm, das unter anderem auch „The Dance O-Mat“ beinhaltet – ein Straßentanzprojekt, an dem bereits der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Ehefrau Camilla im Jahr 2012 teilnahmen.

• Besuch der Cardboard Cathedral: Die rund 25 Meter hohe, kartenhausförmige Kirche wurde vom japanischen Architekten Shigeru Ban entwickelt und aus Pappkartonröhren, Holz und Stahl erbaut.

Mit der Christchurch Gondola lassen sich atemberaubende Ausblicke genießen. (Foto Tourism New Zealand)
Mit der Christchurch Gondola lassen sich atemberaubende Ausblicke genießen. (Foto Tourism New Zealand)

• Südlich des Cathedral Square wird das Straßenbild bunt: Zahlreiche farbige, umfunktionierte Schiffscontainer dienen nun Restaurants, Bars und Shops als Pop-up Location „Re:Start“.

• Kultur im Canterbury Museum: Die Ausstellung informiert über die Maori-Kultur, die neuseeländische Flora und Fauna, Geologie der Inseln und Neuseelands Beitrag zur Erforschung der Antarktis.

• Spaziergang durch den Botanischen Garten und Hagley Park. Man erfährt hier schnell, warum Christchurch den Beinamen „Garden City“ trägt und den viertgrößten innerstädtischen Park der Welt hat.

Ein unvergessliches Erlebnis: eine Ballonfahrt über die Canterbury Plains. (Foto Tourism New Zealand)
Ein unvergessliches Erlebnis: eine Ballonfahrt über die Canterbury Plains. (Foto Tourism New Zealand)

• Zu Wasser und in der Luft: Ganz in Anlehnung an die englische Tradition in Oxford oder Cambridge kann man Christchurch auch vom Wasser aus erkunden. Auf dem Avon River lässt man sich bequem im Kanu durch die Stadt paddeln. Ein guter Start befindet sich an der Worchester Street Bridge.

• Einen perfekten Rundumblick über die Stadt bis hin zu den schneebedeckten Südalpen bietet die Fahrt mit der Christchurch Gondola. Ein Bustransfer bringt Interessierte aus der Innenstadt (Haltestelle am Canterbury Museum) in nur fünfzehn Minuten zur Station.

• Adrenalin Junkies kommen bei beliebten Kiwi-Aktivitäten wie Bungee Jumping, Mountainbiking oder Jetbootfahren im nahen Hanmer Springs voll auf ihre Kosten.

Auf dem Avon River ist eine Paddeltour fast schon obligatorisch. (Foto  Tourism New Zealand)
Auf dem Avon River ist eine Paddeltour fast schon obligatorisch. (Foto Tourism New Zealand)

• Delfine und Wale beobachten: Bei einem Abstecher nach Kaikoura hat man die besten Chancen. Der Meeresboden senkt sich hier nach nur wenigen hundert Metern rasch ab und die Tiere kommen nahe an die Küste. Selbst das Schwimmen mit Delfinen und Robben ist hier in freier Natur möglich.

• Tagestrip nach Akaroa: Am äußersten Ende der Banks-Halbinsel befindet sich der bezaubernde Hafenort Akaroa. Einst von französischen Siedlern um 1840 gegründet, mutet es immer noch mit viel Savoir-vivre an. Auf dem Weg lohnt sich eine Rast in der „Hilltop Café and Bar“ oder bei der „French Farm Winery and Restaurant“. Für Wanderer ist der „Round the Mountain Track“ ein Muss – er führt auf den Kraterrand des erloschenen Akaroa-Vulkans. ()

Tickets für die Spiele der FIFA U20-Weltmeisterschaft gibt es unter tickets.fifanz2015.com.