„Mutter Maas“ als Paradies für Radfahrer

Maas
Der Maas-Radweg verknüpft viele sehenswerte Fahrradrouten links und rechts der Maas.

Die Maas ist der längste Nebenfluss des Rheins und zugleich Namenspatin der Mosel (lateinisch Mosella: „Kleine Maas“). Wer also gerne am „Vater“ Rhein entlang radelt, sollte unbedingt auch einmal „Mutter Maas“ mit dem Fahrrad entdecken. Unter dem Motto „Flussleben statt Polderöde” lädt die Maas-Region mit einer äußerst vielseitigen Flora und Fauna und besonders abwechslungsreicher Flusslandschaft ein – von hügelig bis sandig.

Radfahren in Limburg

Das Fahrradparadies Limburg an der Maas kennzeichnet sich durch einen bunten Mix aus lokalen Kulturen, Festen und Dialekten. Auf dem Maas-Radweg radelt man entlang idyllischer Dörfer, Kirchen, Klöster, über Hügel- und Dünenwelten und durch wasserreiche Landschaften sowie unzählige Naturgebiete. Folgt man dem Radweg mit dem Flussverlauf vom Süden in den Norden, können Fahrradfahrer eine Flussradreise mit zahlreichen Sternfahrten erweitern oder für mehrere Tagesausflüge mit dem Rad immer wieder in die Maas-Region zurückkehren.

Auf der Heuvelland-Route

Ungewöhnliche Hingucker erwarten Radfahrer im Limburger Süden etwa bei Echt-Susteren.

Im Süden der Provinz macht die sattgrüne, hügelige Flusslandschaft das Auge glücklich. Auf der „Heuvelland-Route” (Hügellandroute) führen die Fahrradwege stets bergauf und bergab und kann man die Maas schon aus der Ferne erblicken. Die einzige bergige Landschaft der Niederlande fasziniert auch Mountainbiker. Insgesamt 500 Kilometer MTB-Netzwerk durchkreuzen die Mini-Bergwelt links und rechts der Maas. Der niederländisch-belgische Rivierpark-Maasvallei (Flusspark-Maastal) eignet sich nicht nur zum Radfahren, sondern auch zum Wandern. Die 137 Kilometer lange grenzüberschreitende Wanderroute wurde im Jahr 2021 zur besten Wanderroute der Benelux gekürt.

Maastricht mit dem Rad erkunden

Im Februar 1992 wurde in Maastricht der Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet, der die Entwicklung der EU maßgeblich veränderte. An verschiedenen Stellen der Stadt befinden sich markante Sehenswürdigkeiten, die an dieses historische Ereignis erinnern. Auf der Route „Vertrag von Maastricht” fährt man mit dem Rad am Provinzgebäude, den Stars of Europe, am Rathaus und am Château Neercanne vorbei, dessen Restaurant im April 2023 einen Michelinstern erhielt. Zum Beine vertreten ist das Sphinx-Viertel genau richtig. Es ist das am stärksten verändernde Viertel der Hauptstadt der Provinz, in dem Geschichte und Modernes eng miteinander verwoben sind.

Der Norden Limburgs

Die Orientierung fehlt dank des gut ausgebauten Wegenetzes nicht schwer.

Der Norden Limburgs besticht mit einer wunderschönen Dünenlandschaft, die den Fluss in der Eiszeit aufgeworfen hat, sowie blühenden Heideflächen. Die “Maasduinen-Route” führt entlang beider Seiten der Maas. Dabei geht es nicht über Sandgründe, sondern radelt man zwischen dem Flussufer und den vielen Sicheldünengürteln hindurch. Auf der “Gartenroute”, die entlang botanischen, Rosen- und Schlossgärten führt, lohnt es sich, vom Rad abzusteigen und duftende Glücksmomente zu genießen. Für Kulturliebhaber gibt es außerdem noch die “Schlösserroute” entlang der vielen prächtigen Schlösser und Burgen der nördlichen Region. Weitere Onformationen unter www.inlimburg.com.

Mortimer

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