Genuss im Duett: Spargel und Wein – in Franken kommt zusammen, was zusammengehört

Spezialitäten einer Region: In Franken werden vor allem trockene Weißweine angebaut. (Foto Andreas Hub)

Von Ende April bis zum Johannistag am 24. Juni dauert in Deutschland traditionell die Spargelsaison. In vielen Restaurants können Feinschmecker dann wieder Spargelmenüs mit köstlicher Weinbegleitung genießen. Für Gourmets und Freunde des Rebensafts ist das fränkische Weinland zur Spargelzeit ein lohnenswertes Ziel: Hier werden Weine kredenzt, die besonders gut zum „königlichen“ Gemüse passen. Fündig werden Genießer etwa in Karlstadt – die malerische Stadt am Main ist geprägt vom Weinbau, in zahlreichen Restaurants kann man zur Spargelzeit edle Speisen und Getränke im Duett verkosten.

Welcher Wein passt zum Spargel?

Spargel kann ganz klassisch mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise serviert werden, aber auch wie hier in raffinierten Versionen. (Foto Eleonore Schuch)

Welcher Wein mit Spargelgerichten korrespondiert, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Geologie, Boden, Klima, Lage, Rebsorte und nicht zuletzt der Winzer machen jeden Frankenwein unverwechselbar. „Zum Spargel passen vor allem trockene Weißweine, wie sie bei uns in Franken in den meisten Lagen vorzugsweise angebaut werden“, verrät Kornelia Winkler, Tourismusbeauftragte der Stadt Karlstadt.

Blick von oben auf das malerische Städtchen Karlstadt am Main. (Foto Andreas Hub)

Die wichtigsten Rebsorten seien der Müller-Thurgau und der Silvaner, danach folgten Bacchus, Riesling und Kerner. „Generell werden Weine aus Franken häufig recht trocken ausgebaut, sie enthalten wenig Restsüße“, so Winkler. Und trockene Weißweine mit zarter Würze und feiner Säure seien eben die perfekten Begleiter für Spargelgerichte.

Die malerische Stadt Karlstadt am Main ist geprägt vom Weinbau, in zahlreichen Restaurants kann man zur Spargelzeit edle Speisen und Getränke im Duett verkosten. (Foto: djd)

Auch was den Spargel selbst betrifft, bleiben in Karlstadt und Umgebung keine Wünsche offen. Er wird ganz klassisch als weißer Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise serviert, aber auch raffiniert etwa mit gebratenem Zander oder einem edlen Steinbeißerfilet. Weitere Informationen unter www.karlstadt.de.

Warum nur bis zum Johannistag?

Probieren geht über Studieren: Bei einem Kurzurlaub in Karlstadt sollte man sich den Spargel in vielen Variationen und mit unterschiedlichen Weinen zusammen schmecken lassen. (Foto Eleonore Schuch)

Die Spargelzeit dauert in Deutschland jeweils bis zum Johannistag am 24. Juni. Aber warum ist das so, man könnte theoretisch doch noch weit über dieses Datum hinaus Spargel stechen? Das stimmt – allerdings würde dann die Ernte im kommenden Jahr entsprechend spärlicher ausfallen. Der Johannistag wird von den Spargelbauern demzufolge vor allem aus eigenem Interesse als Stichtag genutzt. Auf diese Weise werden die Äcker geschont und es kann auch im nächsten Jahr wieder eine stolze Spargelernte erzielt werden. (djd).