Von 3. März 2018 Mehr →

Montenegro: Vielfalt im Land der schwarzen Berge

Bucht von Kotor: Wandern und Mountainbiken mit Blick aufs Weltnatur- und Weltkulturerbe in Montenegro.

Schroffe Gipfel und sanfte Almwiesen, tiefe Schluchten und lange Sandstrände, mittelalterliche Städte, Klöster, Kirchen und Moscheen – Montenegro verfügt über eine große Vielfalt an Natur- und Kulturschätzen auf vergleichsweise kleinem Raum. Der Balkanstaat bietet auf seinen knapp 14.000 Quadratkilometern kontrastreiche Landschaften mit völlig unterschiedlichen Gesichtern. Während an der mediterranen Adriaküste der Maestral weht, herrschen im Bergland alpine Verhältnisse. Und dementsprechend gibt es im „Land der schwarzen Berge“ für jeden die passende Betätigung.

Rafting durch Europas tiefsten Canyon

Pause mit Ausblick: Am Aussichtspunkt „Kehle des Falkens“ schweift der Blick über die zerklüfteten Gipfel Montenegros bis nach Albanien.

Ein Muss für bewegungshungrige Naturfreaks ist der Nationalpark Durmitor, der größte der fünf montenegrinischen Nationalparks. Dort können sie wählen zwischen abwechslungsreichen Mountainbikerouten, genussvollen Wanderungen oder mehrtägigen Trekkingtouren auf einem 150 Kilometer umfassenden Wegenetz. Durch die Tara-Schlucht, Europas tiefsten und längsten Canyon, gelangt man per Kajak oder auf einer Raftingtour.

Nichts für Wasserscheue: Raftingtour auf dem Fluss Tara.

Ein sanfter Gegensatz zu den zerklüfteten Gebirgsmassiven Durmitor, Komovi und Prokletije ist das Bjelasica-Gebirge mit seinen saftigen Almwiesen. Dort lassen sich Kühe und Schafe frische Kräuter wie Schafgarbe, Johanniskraut und Thymian schmecken – und die Wanderer den selbstgemachten Käse, den die Almbauern aus der Milch herstellen.

Drachenzähmen im Maestral

In den fünf montenegrinischen Nationalparks warten ursprüngliche Landschaften auf aktive Naturfreunde.

Ein weiteres Highlight ist die spektakulär in eine Fjordlandschaft eingebettete alte Festungsstadt Kotor, die von zahlreichen malerischen Gassen durchzogen und von einer 4,5 Kilometer langen Stadtmauer umgeben ist. Die gleichnamige Bucht, an der Berge und Meer aufeinandertreffen, gehört zum Unesco Weltkultur- und Weltnaturerbe.

Der 13 Kilometer lange Sandstrand „Velika Plaza“ im Süden Montenegros ist ein Hotspot für Kitesurfer.

Weiter südlich warten lange Sandstrände auf Badegäste und Wassersportler. Der 13 Kilometer lange Strand „Velika Plaza“ bei Ulcinj hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot für Kitesurfer entwickelt. Anfänger können dort das „Drachenzähmen“ lernen, die Profis wissen längst, wann der Maestral am günstigsten weht.

Wissenswertes zu Montenegro in Kurzform

Die Einwohner von Montenegro pflegen ihre vielfältige Kultur und ihre Traditionen.

Montenegro ist ein kleines Land mit vielen Superlativen: über 50 Zweitausender, 40 Seen, darunter der größte des Balkans, die tiefste Schlucht und der südlichste Fjord Europas sowie der längste Sandstrand der Adria. Von der Hauptstadt Podgorica geht es auf die 65 Kilometer lange Panoramastrecke „Runde über Korita“ mit Ausblicken über die spektakuläre Cijevna-Schlucht und die Albanischen Alpen. Unter www.montenegro.travel gibt es weitere Informationen und Inspirationen. (djd).

Die Bucht von Kotor ist Europas südlichster Fjord, die gleichnamige Stadt gehört zum Unesco Weltkulturerbe. (Fotos djd/Montenegro Tourismus)03

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