Meerjungfrauen, Tümmler + quietschender Strand

Ein unvergessliches Bild: Meerjungfrauen auf Schmusekurs mit Manatees. (Foto Florida’s Adventure Coast Visitors Bureau)
Ein unvergessliches Bild: Eine fast echte Meerjungfrau auf Schmusekurs mit einem Manatee. (Foto Florida’s Adventure Coast Visitors Bureau)

Pulsierende Metropolen, eine große Auswahl an Freizeitparks und ein umfangreiches Angebot an Shopping-Möglichkeiten locken nicht wenige nach Florida. Die kleinen pittoresken und nicht minder attraktiven Orte des Sunshine State sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden. Denn sie bieten ganz besondere Florida-Momente außerhalb der üblichen touristischen Pfade.

Meerjungfrauen im Unterwassertheater

Ganz ruhig, ganz grazil und unwahrscheinlich elegant gleiten sie durch das Bassin. Die kleine Meerjungfrau wäre stolz auf ihre „Kolleginnen“ gewesen. Doch wie um alles in der Welt kann man so lange die Luft anhalten? Für die Meerjungfrauen der nostalgischen Attraktion im Amphitheater des Weeki Wachee Springs State Park, circa eine Autostunde nördlich von Clearwater an der Golfküste Floridas, ist dies eines der leichtesten Übungen. Hier und da ein Atemzug durch die fest installierten Luftschläuche des Beckens und weiter geht die Vorstellung, begleitet von Schildkröten und Fischen, die das Unterwassertheater ihre Heimat nennen.

Die mächtigen Seekühe wurden früher oft für Meerjungfrauen gehalten. (Foto Visit Florida)
Die mächtigen Seekühe wurden früher oft für Meerjungfrauen gehalten. (Foto Visit Florida)

Seit 1947 begeistern die Darstellerinnen ihr Publikum, das in den Genuss einer ganz besonderen Interpretation von Hans Christian Andersens „Kleiner Meerjungfrau“ kommt. Übrigens: In früheren Zeiten wurden die hier ansässigen Manatees von spanischen Seefahrern fälschlicher Weise mit Meerjungfrauen verwechselt.

Im Weeki Wachee Springs State Park können sich Besucher davon überzeugen, dass die Seeleute mit ihrer Annahme komplett falsch lagen. Denn neben den bezaubernden Wassernixen bekommen Gäste auch die gemütlichen Riesen Floridas zu Gesicht.

Wassernixen-Faszination in Orlando

Der Mexico Beach gilt nicht von ungefähr als einer der schönsten Strände des Sunshine States. (Foto Mexico Beach Community Development Council)
Der Mexico Beach gilt nicht von ungefähr als einer der schönsten Strände des Sunshine States. Denn hier genießen Familie Platz satt und feinsten Sand.  (Foto Mexico Beach Community Development Council)

Einer anderen kleinen Meerjungfrau können Interessierte in Orlando, in Walt Disney World, einen Besuch abstatten. Die vorwitzige Arielle, aus der Disney Verfilmung „Arielle – Die Meerjungfrau“ bezaubert in der Attraktion Under the Sea – Journey of The Little Mermaid große und kleine Fans – eine nettes und modernes Pendant zu der Retroattraktion in Weeki Wachee. Idealer Ausgangspunkt, nicht nur für einen Besuch in Walt Disney World, ist das gemütliche Städtchen Kissimmee, nur eine halbe Autostunde südlich von Orlando.

Familienfreundliche Ferienhäuser und Hotels laden dazu ein, Zentralflorida von hier aus zu erkunden. Verschiedene Outdoor-Aktivitäten wie beispielsweise rasante Fahrten von Baumwipfel zu Baumwipfel bei Florida Ziplines & Adventures in the Wild, Fahrrad- oder Kanutouren sind ein spannendes Programm neben den vielfältigen Attraktionen der Welthauptstadt der Themenparks.

Wo bereits Tarzan die Liane schwang

Der Mexico Beach wirkt fast endlos lang - und das nicht nur vom Wasser aus. (Foto Mexico Beach Community Development Council)
Der Mexico Beach wirkt fast endlos lang – und das nicht nur vom Wasser aus. (Foto Mexico Beach Community Development Council)

Kristallklares Wasser und eine urwüchsige Naturkulisse – ein Traum nicht nur für Reisende. Zudem war es einst auch ideale Filmkulisse für einen der legendären Tarzan Filme. Mit Johnny Weissmuller in der Hauptrolle wurde Wakulla Springs, eines der größten und tiefsten Süßwasserquellgebiete weltweit, 1941 streckenweise zum Drehort für den Klassiker „Tarzans geheimer Schatz“. Nur 25 Autominuten südlich von Tallahassee können nicht nur Cineasten auf den Spuren des Dschungelhelden wandeln. Sie können sich von der wilden Flora und Fauna begeistern lassen. Und bei einer Fahrt mit einem Glasbodenboot durch das klare Quellwasser lassen sich zahlreiche heimische Tiere, wie Schildkröten und Alligatoren beobachten.

Den Charme vergangener Zeiten konnte sich das 1894 von einer Eisenbahngesellschaft als Depot gegründete kleine Örtchen Sopchoppy erhalten. Das charmante Nest liegt nur 30 Autominuten von Wakulla Springs entfernt.  Ein Bummel durch die Straßen des Ortes mit seinen liebevoll restauriert Gebäuden ist ein besonderes Florida Erlebnis.

Wo Würmer klopfend aus dem Boden gelockt werden

Ein bisschen verrückt scheinen die Menschen in Sopchoppy zu sein. Warum sollten sie denn sonst versuchen, Würmer aus Spaß aus dem Boden zu locken? (Foto Jo Ann Palmer)
Ein bisschen verrückt scheinen die Menschen in Sopchoppy zu sein. Warum sollten sie denn sonst versuchen, Würmer aus Spaß aus dem Boden zu locken? (Foto Jo Ann Palmer)

Etwas skurril wird es seit 16 Jahren im April: Das mittlerweile über die Grenzen Floridas hinaus bekannte The Sopchoppy Worm Gruntin’ Festival zieht tausende Besucher an. Denn die wollen einem ganz speziellen Wettbewerb beiwohnen. Hierbei versuchen die Teilnehmer durch rhythmisches Klopfen auf den Boden möglichst viele Würmer an die Oberfläche zu treiben. Dieser außergewöhnliche Wettkampf wird von Live-Musik, lokalen Köstlichkeiten, Kunsthandwerk und Aktionen für Kinder umrahmt. Den traditionellen Höhepunkt findet die Veranstaltung im beliebten Worm Grunter’s Ball.

Kann Sand denn so fein sein, dass er beim Barfußlaufen quietscht? Er kann! Die schneeweiße Küstenlinie auf der sieben Kilometer langen Insel Shell Island, in der unter europäischen Urlaubern noch unbekannten Region rund um Panama City Beach, ist fraglos ein wahrer Traumstrand. Das unbewohnte Eiland ist allerdings nur mit dem Katamaran erreichbar. Lediglich Pelikane, Watvögel, Krabben und Schildkröten sind hier zu Hause- Robinson Crusoe Gefühl pur!

Tummelplatz für Tümmler

Die Chancen, große Tümmler zu Gesicht zu bekommen, sind in diesem Teil Floridas groß. (Foto Visit Panama City Beach)
Die Chancen, große Tümmler zu Gesicht zu bekommen, sind in diesem Teil Floridas groß. (Foto Visit Panama City Beach)

Das Tüpfelchen auf dem „i“: Auf dem Weg in dieses kleine Paradies lassen sich nicht selten Delfine erspähen, denn Panama City Beach ist bekannt für eines der höchsten und konstantesten Aufkommen Großer Tümmler. Nur 56 Kilometer südlich von Panama City Beach erstreckt sich ein weiterer reizvoller Strand entlang des Golfs von Mexiko: Mexico Beach.

Glasklares Wasser und ein puderzuckerweißer Strand erwartet Urlauber hier und nichts als die Brandung des Meeres umrahmt akustisch dieses Fleckchen im Nordosten des Sunshine States. In dem familiären Städtchen werden Besucher herzlich aufgenommen und in traditionellen kleinen Hotels und Restaurants verwöhnt. Die Hektik der Großstädte hat hier keinen Platz, die Uhren ticken langsamer und der Charme des „Old Florida“ zieht Urlauber schnell in ihren Bann.