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Von 21. Februar 2019 Mehr →

Goldsteig: Grenzenlos wandern auf dem Grünen Dach Europas

Goldsteig

Auf dem Goldsteig erwarten den Wanderer grenzenlose Ausblicke und sagenhafte Natur. – Foto obs/Tourismusverband Ostbayern/Woidlife Photography/Marco Felgenhauer

Blickt man vom Gipfel des Großen Arber, dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes, schweift der Blick über weite Waldwogen: Urwälder aus Fichten, Tannen und Buchen soweit das Auge reicht. Hier ist das Grüne Dach Europas und auf diesem Grünen Dach verläuft der Goldsteig. Der Goldsteig ist mit 660 Kilometern Länge auf der Hauptroute zwischen Marktredwitz und Passau der längste und vielfältigste Qualitätswanderweg Deutschlands. Parallel zur Nordvariante entstand nun der „Zlatá Stezka“, der tschechische Goldsteig. Er ist mit dem deutschen Teil durch historische Pfade zwischen Bayern und Böhmen verbunden, die in das Goldsteig-Wegenetz integriert wurden: der Baierweg, der Böhmweg, der Gunthersteig und der Goldene Steig mit der Prachatitzer Route.

Durch zwei Nationalparke über Grenzen hinweg wandern

Grenzenlos wandern, von der Donau bis in den Böhmerwald. Zusammen mit dem 289 Kilometer langen tschechischen Bruderweg, den Querverbindungen und Alternativrouten liegt ein über 2.000 Kilometer langes, internationales Wanderwegenetz mit 13 Grenzübergängen über dem Waldgebirge. Neben Fernwanderungen sind auf vielen Etappen auch Rundtouren oder Sternwanderungen möglich, wodurch sich der Goldsteig auch an Wochenendausflügen erkunden lässt.

Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Der Bayerische Wald und sein Nationalpark, übrigens der älteste Deutschlands, ist tief verwachsen mit dem Nationalpark Sumava auf tschechischer Seite. Gemeinsam bilden die beiden Parks das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas. Ein Naturparadies im Herzen des Kontinents, ursprünglich und wild. Zudem quert der Goldsteig auf seinem Weg durch Bayern fünf Naturparke. Wer von Marktredwitz aus wandert, kommt durch das „Land der 1000 Teiche“, die älteste Teichlandschaft Europas. Dann teilt sich der Goldsteig in zwei Routen: die bergige Nordvariante mit 274 Kilometern und die gemäßigte Südvariante mit 240 Kilometern. Am Ende vereinen sich die beiden Wege in der Dreiflüssestadt Passau zu einem großen Rundweg.

Rastplätze und Ge(h)nuss-Partner am Goldsteig

Immer wieder laden am Wegesrand die Holzmöbel des Goldsteigs zur Rast. Ein einheitliches Informationssystem weist mit Schautafeln und Karten auf touristische Attraktionen und Einkehrmöglichkeiten hin. Ein Netzwerk wanderfreundlicher Gastgeber, die Ge(h)nuss-Partner, überspannt den Goldsteig: Die Übernachtungsmöglichkeiten reichen von der Jugendherberge bis zum Wellnesshotel. In gemütlichen Gaststätten werden regionale Spezialitäten serviert. Dazu gehören typische Mehlspeisen wie Apfelstrudel ebenso wie Wildgerichte und im Herbst frisch gesammelte Schwammerl, zubereitet in schmackhafter Rahmbrühe mit Semmelknödel. GPS-Daten, Tourenvorschläge und Tourenplaner, Gastgeber und viele weitere Informationen findet man unter www.goldsteig-wandern.de (ots)

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