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Frankfurt – Goethe und die Mainmetropole

Im Goethe-Museum werden das ganze Jahr hindurch Veranstaltungen und Ausstellungen präsentiert. (Foto: Goesta A.C. Ruehl)

Im Goethe-Museum werden das ganze Jahr hindurch Veranstaltungen und Ausstellungen präsentiert. (Foto: Goesta A.C. Ruehl)

Johann Wolfgang Goethe war ein außergewöhnlich vielseitig interessierter Mensch und deshalb auch gerne unterwegs – am berühmtesten ist seine italienische Reise von 1786 bis 1788. In vielen Orten in Deutschland und Europa wird man an den großen Literaten erinnert. Seine Heimat war jedoch Frankfurt am Main, wo er 1749 geboren wurde.

Goethes Geburtshaus gehört zu den wichtigsten Dichtergedenkstätten Deutschlands. (Foto: Holger Ullmann)

Goethes Geburtshaus gehört zu den wichtigsten Dichtergedenkstätten Deutschlands. (Foto: Holger Ullmann)

Zahlreiche Frankfurter Erlebnisse wie etwa die Krönung von Joseph II. zum ‚römisch-deutschen König‘ im Jahr 1764 beeinflussten seine Werke. Im Gegenzug hat aber auch der Literat seine Geburtsstadt Frankfurt geprägt – viele Orte erinnern noch heute an den berühmten Sohn der Stadt.

Beliebt nicht nur bei Touristen ist beispielsweise das wieder aufgebaute Geburtshaus, das zu den ältesten Dichtergedenkstätten Deutschlands zählt. Mit den alten Möbeln und Bildern spiegelt das Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert die Atmosphäre vergangener Zeiten wider. Historisch am bedeutsamsten ist das „Dichterzimmer“, das Goethe in seiner Kindheit und Jugend bewohnte. Hier verfasste er den „Götz von Berlichingen“ und „Die Leiden des jungen Werther“.

An den Wänden hängt, wie damals, ein Schattenriss von Charlotte Buff. Sie war Goethes erste große Liebe und wurde von ihm als literarische Gestalt der „Lotte“ verewigt. Wer mehr über Goethes Jahre in Frankfurt und die damaligen Lebensumstände erfahren will, kann an einer einstündigen Führung durch sein Geburtshaus oder an einem zweistündigen Stadtrundgang auf Goethes Spuren teilnehmen.

Im Frankfurter Städel-Museum ist das berühmte Bild des Dichters, "Goethe in der Campagna", von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein zu sehen. (Foto: Holger Ullmann)

Im Frankfurter Städel-Museum ist das berühmte Bild des Dichters, „Goethe in der Campagna“, von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein zu sehen. (Foto: Holger Ullmann)

Direkt mit dem Goethe-Haus verbunden ist das Goethe-Museum mit einer umfangreichen Sammlung von Gemälden und Dokumenten aus dem Leben des Dichters. Verschiedene Sonderausstellungen und Veranstaltungen machen das Museum immer wieder zu einem interessanten Besuchsziel. Weitere Informationen – auch zu den  beliebten Goethe-Rundgängen – unter www.frankfurt-tourismus.de.

Bald fertig: Ein Museum für die Romantik

In Goethes Geburtshaus in Frankfurt am Main sieht alles noch so aus wie zu Lebzeiten des großen Dichters. (Foto:Holger Ullmann)

In Goethes Geburtshaus in Frankfurt am Main sieht alles noch so aus wie zu Lebzeiten des großen Dichters. (Foto:Holger Ullmann)

Noch 2016 soll in Frankfurt der Spatenstich für das Deutsche Romantik-Museum erfolgen. Der Ort – direkt neben dem Goethe-Haus und dem Goethe-Museum – ist bewusst gewählt. Dadurch soll ein kultureller Dialog entstehen zwischen Goethe und den Romantikern, von denen viele ihn verehrten. Grundlage des neuen Museums ist eine umfangreiche literarische Sammlung, die in den vergangenen 100 Jahren zusammengetragen wurde. Weitere Informationen zum Museumsprojekt gibt es unter www.deutsches-romantik-museum.de.  (djd).


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