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Von 5. März 2019 Mehr →

Foodfestivals der etwas anderen Art

Foodfestivals

Foodfestivals mit besonderer Note erfreuen sich rund um den Erdball großer Beliebtheit. – Foto Amelia Island Convention and Visitors Bureau

Statistiken zeigen, dass gutes Essen und Trinken einen immer größeren Stellenwert in der Bevölkerung einnehmen und auch der Anteil der Personen, die sich als Genießer bezeichnen, stieg in den letzten Jahren deutlich an – sicherlich auch ein Grund dafür, dass Foodfestivals sich mehr und mehr großer Beliebtheit erfreuen. Die Feierlichkeiten in Neukaledonien, Pittsburgh, Florida, Texas, Georgia und auf Hawaii heben sich eindeutig aus der kulinarischen Masse heraus, denn deren Ansätze sind kreativ, anders und irgendwie verrückt.

Folgenreiche Omelette-Bestellung in Neukaledonien

In Neukaledonien wird eine gigantische Eierspeise zubereitet. – Foto Ville de Dumbéa

Man nehme 8.400 Eier und verrühre sie mit fünf Kilogramm Hirschwurst und drei bis vier Kilogramm Frühlingszwiebeln. Dazu eine riesige Pfanne und idealerweise ein Holzfeuer, denn ein normaler Herd wirkt bei diesen Ausmaßen, wie sie hier beim Giant Omelette Festival zur Tagesordnung gehören, eher lächerlich. Das kulinarische Fest findet jedes Jahr im April in Dumbéa – nahe der Hauptstadt Nouméa – auf Neukaledonien statt. Dieses Jahr fällt es auf den 27. und 28. April.

Dosenfleisch als Gaumenschmaus auf Hawaii

Frühstücksfleisch steht auf Hawaii traditionell weit oben auf der Speisekarte. – Foto Hawai‘i Tourism Authority/Kirk Lee Aeder

Hawaii kann mit rund sieben Millionen Dosen SPAM den höchsten Konsum der gesamten USA vorweisen. Das Frühstücksfleisch wurde im Zweiten Weltkrieg auf Hawai’i zur beliebten Mahlzeit, da es nicht gekühlt werden musste und lange gelagert werden konnte. SPAM ist die Abkürzung für Spiced Ham, wurde aufgrund des Kontextes aber schnell in Special Army Meat umbenannt. Heutzutage wird SPAM gerne mit Reis, Eiern oder als Spam Musubi – im Sushi-Stil mit Reis und Algen – serviert und die Hawaiianer sind wie „besessen“ davon. Der Spam Jam Hawai’i findet in diesem Jahr am 27. April auf der Kalākaua Avenue in Honolulu/O’ahu statt.

Warum Florida jedes Jahr eine Miss Shrimp kürt

Auf Amelia Island ist die Krönung der Miss Shrimp ein besonderes Highlight. – Foto Amelia Island Convention and Visitors Bureau

Seit 1562 stand Amelia Island unter nicht weniger als acht Flaggen. Berühmtheit erlangte Amelia Island zudem als Geburtsort der modernen Shrimp-Industrie. In ihren besten Jahren lieferte die Insel 80 Prozent aller süßen, weißen Florida-Shrimps. Beides zusammen wird vom 3. bis zum 5. Mai 2019 im Isle of Eight Flags Shrimp Festival zelebriert. Eingeläutet von einer großen Piratenparade am Tag vor dem Festival gibt es danach nicht nur Shrimps in Hülle und Fülle, sondern auch die Miss-Shrimp-Festival-Wahl, zahlreiche Piratenworkshops, ein Eiscremewettessen für Groß und Klein sowie einen Shrimpboot-Dekorationswettbewerb.

Wo Gurkenwasser auf Brücken besonders gut schmeckt

In Pittsburgh verspricht der „Eingelegte-Gurken-Wasser-Trink-Wettbewerb“ jede Menge Spaß. – Foto Visit Pittsburgh

Bei über 400 Brücken ist es kein Wunder, dass Festivals in Pittsburgh auch mal auf einer solchen stattfinden. Die Roberto Clemente Bridge über den Allegheny-Fluss verbindet Downtown mit dem hippen North-Shore-Viertel. Hunderte Stände mit lokalen Spezialitäten und internationalen Leckerbissen, überwiegend „homemade“ und „Farm-to-table“ werden hier beim vom 20. bis zum 22. Juli beim PicklesBURGH Festival aufgereiht. Skurriles Highlight: der „Eingelegte-Gurken-Wasser-Trink-Wettbewerb“, in Gedenken an die Anfänge der Firma Heinz natürlich, welche als Erste das süß-saure Grünzeug in Konserven auf den Markt brachte und später mit dem Ketchup weltweit Kultstatus erlangte. Made in Pittsburgh eben!

Wie eine Geisterstadt in Texas Chilli kocht

Auf Meisterschaftsniveau wird in terlingua das Kochen von Chilli-Gerichten gehoben. – Foto Visit Big Bend

Seit 1967 wird die Geisterstadt Terlingua jedes Jahr Anfang November zum Austragungsort eines der bedeutendsten Feste der texanischen Küche: dem Terlingua Chilli Cook-Off. Das Tor zum Big Bend, wie Terlingua häufig bezeichnet wird, zählt kaum mehr als 50 Einwohner. Gleich zwei Veranstaltungen haben sich dem Chilli verschrieben, das ausschließlich aus Fleisch und Gewürzen bestehen darf. Diese finden zur selben Zeit am selben Ort statt. Auch dieses Jahr im Oktober wird es wieder eingefleischte Chilli-Fans in die Big-Bend-Region ziehen, die nicht nur tief in die Töpfe schauen, sondern auch einfach das Leben zelebrieren wollen.

Jimmy Carter und die Erdnüsse in Georgia

Erdnüsse und Jummy Carter finden in Plains eine besondere Hochachtung. – Foto  Georgia Department of Economic Development

45 Prozent der Erdnussernte in den USA stammen aus dem Bundesstaat Georgia. Wie jedes Jahr werden am 28. September 2019 unzählige Besucher in die „Erdnusshauptstadt“ Plains strömen, um dort mit den nicht einmal 1.000 Einwohnern das Plains Peanut Festival zu feiern. Zu Ehren der Erdnuss lässt sich hier jedes Jahr auch ein bekanntes Gesicht erblicken: Jimmy Carter, der 39. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er wurde in Plains als Sohn eines Erdnussbauern geboren, baut bis zum heutigen Tag selbst Erdnüsse an und ist immer noch in dem kleinen Ort heimisch. Besucher des Festivals sollten vier Dinge deshalb keinesfalls verpassen: 1. Jimmy Carter die Hand schütteln, 2. ein Erdnusseis probieren, 3. sich mit Erdnussbutter der Georgia Grinders eindecken, die nur aus heimischen Nüssen und Meersalz hergestellt wird, und 4. eine Tüte frischer Erdnüsse der Georgia Peanut Commission aus Tifton mit nach Hause nehmen.

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