Faszination UNESCO-Weltkulturerbe in Bamberg

Überaus beeindruckender Kirchenbau: Der berühmte Bamberger Dom.
Überaus beeindruckender Kirchenbau: Der berühmte Bamberger Dom.

Kaum eine andere Stadt bietet ein Bilderbuch der Stile wie Bamberg. Es ist ein ganz besonderer Glücksfall der Geschichte, dass Bamberg alle Kriege nahezu unbeschadet überstanden hat. Das Gesamtensemble mit mehr als 2.300 Einzeldenkmälern steht seit 1993 auf der UNESCO-Liste der Welterbestätten in Deutschland und repräsentiert modellhaft die auf einer frühmittelalterlichen Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. Dabei umfasst es die drei auf den frühmittelalterlichen Grundriss zurückgehenden Stadtteile Bergstadt, Inselstadt und Gärtnerstadt. Zurecht kann man sagen, dass das Weltkulturerbe Bamberg das größte, unversehrt erhaltene Altstadtensemble in Deutschland und eines der umfangreichsten Europas umfasst.

Ein weitläufiger Blick über die Bergstadt und den Bamberger Domberg mit Kaiserdom, Neuer Residenz, Alter Hofhaltung und der Altenburg im Hintergrund.
Ein weitläufiger Blick über die Bergstadt und den Bamberger Domberg mit Kaiserdom, Neuer Residenz, Alter Hofhaltung und der Altenburg im Hintergrund.

Bereits um das Jahr 1000 machte Heinrich II. die Stadt zum kulturellen, geistigen und strategischen Mittelpunkt Europas und später für kurze Zeit zur Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In ihren Grundfesten mittelalterlich, erhielt die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert durch die Bamberger Fürstbischöfe ihr jetziges, weitgehend barockes Antlitz, doch von der Romanik über die Gotik und Renaissance bis hin zu neuzeitlicher und auch zeitgenössischer Baukunst finden sich alle Stilrichtungen.

Wahrzeichen Bambergs: Das Alte Rathaus.
Wahrzeichen Bambergs: Das Alte Rathaus.

Zum Schutz des UNESCO-Welterbes wurde die Fläche des Stadtdenkmals Bamberg als Pufferzone ausgewiesen, und heute umfasst das Stadtdenkmal eine Fläche von ca. 444 Hektar mit rund 25.000 Einwohnern. Spektakuläre Beispiele der Baukunst im Stadtensemble Bambergs sind der viertürmige spätromanisch-frühgotische Kaiserdom, das im Fluss errichtete Alte Rathaus, die ehemalige Fischersiedlung „Klein Venedig“ oder das Barockpalais Böttingerhaus. Weitere großartige Erlebnisse bieten die 14 Museen und Sammlungen von teils europäischem Rang.

Bei soviel Kunst gibt es natürlich auch viel Kultur und so tragen die berühmten Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie den Ruf Bambergs in alle Welt. Überhaupt ist der Reichtum an Kunst und Kultur überall spürbar, sei es, wenn im Sommer die Kunst- & Antiquitätenwochen ein ganz besonderes Publikum nach Bamberg ziehen oder man bei einem Bummel durch die Stadt plötzlich auf eine Skulptur von Markus Lüpertz oder Fernando Botero trifft.

Neben den herausragenden Bauwerken der Berg- und Inselstadt hat der dritte Bereich des Weltkulturerbes Bamberg, die Gärtnerstadt, etwas ganz und gar Einmaliges zu bieten: Sie ist ein Musterbeispiel für den urbanen Gartenbau, der hier auf frühmittelalterliche Ursprünge zurückblicken kann. Dieses noch weniger bekannte Viertel ist sozusagen ein Geheimtipp und lässt sich mit dem neuen Rundweg durch die Gärtnerstadt und beim Besuch des Gärtner- und Häckermuseums optimal erkunden. Wer will, findet dort direkt „ab Gärtnerei“ erntefrische Produkte.

Bambergs Brauereien locken mit köstlichen Bierspezialitäten und regionalen Produkten
Bambergs Brauereien locken mit köstlichen Bierspezialitäten und regionalen Produkten

Schließlich wartet Bamberg noch mit einem weiteren kulinarischen Prädikat auf, denn es ist sehr berühmt als Bierstadt. Den Besucher erwarten neun privat geführte Brauereien und an die 50 verschiedenen Biere – darunter auch das berühmte „Rauchbier”.

Eingebettet in das umliegende Bamberger Land finden sich vor den Toren der Stadt wunderschöne Landschaften wie  die Fränkische Schweiz oder der Naturpark Steigerwald. Weitere Informationen unter www.bamberg.info.