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Belgien: Museums-Kleinode in Wallonisch-Brabant

Das Hergé-Museum ist dem Leben und Werk des belgischen Schöpfers von „Tim und Struppi“ gewidmet. (Foto Nicolas Borel)

Gleich drei empfehlenswerte Kleinode der wallonischen Museumslandschaft liegen in der belgischen Provinz Wallonisch-Brabant südlich von Brüssel: die Fondation Folon im Schlosspark La Hulpe sowie das Hergé-Museum und das Musée L in der Universitätsstadt Louvain-la-Neuve.

Im Reich von „Tim und Struppi“

In der Universitätsstadt Louvain-la-Neuve liegt das nicht nur architektonisch reizvolle Hergé-Museum vom französischen Architekten Christian de Portzamparc, das sich dem Leben und Werk des belgischen Comic-Künstlers und Schöpfers von „Tim und Struppi“ widmet, Georges Remi alias Hergé. Mehr als 80 originale Comicseiten, 800 Fotos, Dokumente und verschiedene Objekte werden auf drei Etagen präsentiert. Zum Parcours gibt es einen Audioguide auf Deutsch. Der Eintritt ins Museum ist an jedem ersten Sonntag im Monat kostenfrei, und es gibt spezielle Angebote. Am 5. und 6. Mai mischt das Herge-Museum beim Comicfest Fête de la BD in Louvain-la-Neuve mit.

Kunst und Wissenschaft im Dialog

Das Musée L weiß auch architektonisch Akzente zu setzen. (Foto WBT/Jean-Paul Remy)

Auch das im Sommer 2017 eröffnete Musée L in Louvain-la-Neuve zieht die Blicke auf sich. Die Sammlung der Katholischen Universität von Louvain ist in die ehemalige Bibliothek der Wissenschaften gezogen, 1975 von dem Architekten André Jacqmain in modernistischem Stil gebaut. Das Museum setzt Kunstwerke von Rembrandt, Goya, Picasso, Magritte oder Alechinsky in Dialog mit naturwissenschaftlichen Stücken, archäologischen und ethnologischen Objekten oder wissenschaftlichen Apparaturen.

Poetische Werke im Schlosspark

Die poetisch-verspielten Werke des 2005 gestorbenen Graphikers, Malers, Skulpteurs Jean-Michel Folon sind in La Hulpe zu sehen. (Foto Fondation Folon)

Die Fondation Folon im ehemaligen Bauernhof des Schlosses von La Hulpe zeigt vom 26. Mai bis 25. November die Ausstellung „Folon, Photos graphiques“ über das fotografische Werk des belgischen Künstlers Jean-Michel Folon. In seiner ständigen Sammlung stellt das Haus die poetisch-verspielten Werke des 2005 gestorbenen Graphikers, Malers, Skulpteurs Folon aus: rund 500 Aquarelle, Zeichnungen, Gravuren, Objekte, Skulpturen, Poster und Illustrationen werden in einer interaktiven Museografie präsentiert, die Musik, Lichtspiele und optische Effekte verbindet.  Weitere Informationen unter www.belgien-tourismus-wallonie.de

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