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Von 16. Mai 2014 Mehr →

Polarfüchsen, Papageientauchern und Walen auf der Spur – Tierbeobachtung in Island

Papageientaucher gehören zu faszinierenden Vögeln, die sich auf Island aus nächster Nähe in Augenschein nehmen lassen. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Papageientaucher gehören zu faszinierenden Vögeln, die sich auf Island aus nächster Nähe in Augenschein nehmen lassen. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Neugeborene Lämmer während ihrer ersten wackeligen Gehversuche, putzige Papageitaucher auf schroffen Küstenfelsen, kleine Eisfüchse beim Toben – aktuell eignet sich Island besonders gut für Tierbeobachtungs-Touren. Obwohl die isländische Tierwelt eher artenarm ist, können Besucher einige Besonderheiten bewundern. Der Polarfuchs wechselt die Farbe seines Pelzes entsprechend der Jahreszeiten.  Außerdem werfen die monogam lebenden Landsäugetiere in den Monaten Mai und Juni ihre drei bis neun Jungtiere. Zu Gesicht bekommt man die kleinen Tiere zum Beispiel in Kjolur oder in dem Polarfuchs-Forschungszentrum Melrakkasetur in Súðavík.

Junge Polarfüchse entdecken gerade im Frühjahr etwas unbeholfen die Welt. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Junge Polarfüchse entdecken gerade im Frühjahr etwas unbeholfen die Welt. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Im Mai ist „Hochsaison“ bei den Lämmergeburten – allein auf der Bjarteyjarsandur Farm gebären die Islandschafe jedes Jahr über tausend Jungtiere. Kurzentschlossene Island-Reisende können in dieser Zeit den Hof besuchen und live während der Geburt und den ersten Gehversuchen dabei sein. Der Besuch auf dem Bauernhof ist buchbar unter www.bjarteyjarsandur.is und kostet pro Person umgerechnet etwa 16 Euro. Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftrieb der Schafe in das unbewohnte Hochland, wo sie die vier Sommermonate über frei umher ziehen und sich selbst versorgen. Daneben können Reisende auch viele andere Tiere wie Islandpferde und Rentiere aufspüren.

Tierisch was los ist auch auf den isländischen Bauernhöfen. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Tierisch was los ist auch auf den isländischen Bauernhöfen. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

In Island kommen außerdem mehr als 350 Vogelarten vor, die sich besonders in den Sommermonaten vorrangig an den Küsten tummeln. Der bekannteste Vertreter ist der Papageitaucher mit seinem bunten Schnabel. Gemeinsam ziehen beide Elternteile nur ein Junges auf. Im Mai und Juni beobachten Reisende von Booten aus die Vögel bei der Brut. Die Brutgebiete sind zu dieser Zeit Sperrzonen und dürfen nicht betreten werden. Ab Juli betrachten Vogelliebhaber die isländischen Wahrzeichen wieder aus der Nähe, zum Beispiel am Kap Dyrhólaey.

Im Meer rund um Island tummeln sich zahllose Wale, die bei speziellen Bootstouren beobachtet werden können. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Im Meer rund um Island tummeln sich zahllose Wale, die bei speziellen Bootstouren beobachtet werden können. (Foto: Ragnar Th. Sigurdsson)

Ganzjährige Wal-Beobachtungsfahrten zählen ebenfalls zu den touristischen Attraktionen Islands. Meistens sehen die Teilnehmer Robben und kleinere Walarten, wie Zwerg- oder Grindwale. Doch mit etwas Glück schwimmen auch Pott-, Schwert-, Finn-, Buckel- und Blauwale sowie Orcas und Delfine am Boot vorbei. Der Veranstalter „Special Tours“ bietet beispielsweise zwei Schiffstouren ab Reykjavík an. Ein Ausflug mit dem größten isländischen Walbeobachtungsboot mit fantastischem Panoramablick dauert ungefähr drei Stunden. Die geführte Bootstour findet unter englisch- oder deutschsprachiger Leitung statt und kostet für Erwachsene umgerechnet rund 46 Euro, für Kinder bis 15 Jahren ungefähr 25 Euro und für Kleinkinder bis sechs Jahre ist sie kostenfrei.


 

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