
Ravensburg zählt zu den wohl schönsten und besonders gut erhaltenen historischen Städten Süddeutschlands. Nur etwa 15 Autominuten vom Bodensee entfernt treffen in der charmanten Altstadt Geschichte, Kultur und Lebensfreude aufeinander. Markante Gebäude, lauschige Plätze und verwinkelte Gassen prägen das Stadtbild und laden zum entspannten Streifzug ein. Bekannt ist Ravensburg auch als „Stadt der Türme und Tore“. Wahrzeichen ist der strahlend weiße Mehlsack, von dem aus man – wie ebenso vom Blaserturm – einen beeindruckenden Blick über die Dächer der Stadt hat. An klaren Tagen reicht die Aussicht bis zum Bodensee und zum Säntis in der Schweiz.
Altstadt mit mediterranem Flair

Die Altstadt wirkt an manchen Stellen fast mediterran, mit historischen Fassaden, kleinen Cafés und engen Gassen. Auch die Veitsburg bietet einen Panoramablick über Stadt und Umgebung. Kunst- und Kulturinteressierte finden im Museumsviertel mehrere Anlaufpunkte, wo abwechslungsreiche Ausstellungen Einblicke in Geschichte, Kunst und Kultur geben. Der samstägliche Wochenmarkt zählt zu den schönsten in Süddeutschland und lockt mit regionalen Produkten sowie handgemachten Waren. Veranstaltungen wie das Weinfest „Brot und Wein“ im Juni, das Rutenfest im Juli, „Ravensburg spielt“ im September und die Kunstnacht ebenfalls im September sorgen ganzjährig für ein lebendiges kulturelles Leben.
Stadtführungen und andere Events

Die Stadtgeschichte lässt sich am besten bei einer Stadtführung erleben. Der Klassiker „Ravensburger Stadtgeschichte“ gibt einen Überblick zur Entstehung der Stadt und zu den wichtigsten Epochen und Sehenswürdigkeiten. Beim Stadt-Schau-Spiel „Die Türmerin“ führt die Protagonistin unterhaltsam durch das Ravensburg des 18. Jahrhunderts, gespielt wird sie von Schauspielerinnen des Theaters . Für Kulturinteressierte bieten sich Führungen durchs Museumsviertel mit den Museen Humpis-Quartier, Kunstmuseum und Wirtschaftsmuseum an. Weitere Informationen unter www.ravensburg.de/tourismus. (djd)

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Buchtipp: Torkelnd um den Bodensee
Menschen-Betrachtungen der etwas anderen Art – ironisch, komisch und ein bisschen subversiv. Mit dem Bodensee als Schauplatz. Kuriose Beobachtungen und schräge Gedankenspiele hat Mike Bartel in Torkelnd um den Bodensee – Schräge Menschen in ihrem natürlichen Umfeld humoristisch und augenzwinkernd in ortsbezogene Episoden verpackt. Im Mittelpunkt der kurzweiligen Betrachtungen steht ein Schriftsteller, der am Bodensee die Lust zum Schreiben wiederentdeckt und einen Hass auf Radfahrer entwickelt.
Ausgehend von einer kleinen Pension, in der es weder Internet noch Fernsehen, dafür aber direkten Zugang zum See gibt, isst und trinkt sich der genussfreudige Erzähler – zunächst mit Begleiterin, später allein – durch zahlreiche Bodensee-Orte. Meist münden seine Erkundungen in komische Situationen. Oft laufen ihm skurrile Menschen über den Weg: die ältere Dame, die sich allmorgendlich über die tropfende Teekanne beschwert, oder der Ober, der unerwartete Gäste mit den Worten „Scheiße o je“ begrüßt.
An bizarren Erlebnissen herrscht kein Mangel. In Überlingen winden sich Menschen in weißen Laken um Bäume, in Friedrichshafen treten Ken und Barbie beim Hafenkonzert auf und in Immenstaad empfiehlt ein Landwirt Bodensee-Obst als Viagra-Ersatz. Die geneigten Leser erleben philosophierende Nonnen, eine völlig aus dem Ruder laufende Weinprobe, die Hesse-Rezischluderin aus Gaienhofen, eine Gesprächsbelauschung auf der Otto-Dix-Terrasse und den Erzähler auf der Flucht vorm Nebel. Mit dem Herzblatthubschrauber geht es ins Teddybärenhotel, mit dem veralteten Reiseführer den Berg hinauf in ein Lokal, das keines mehr ist.
Erhältlich ist Torkelnd um den Bodensee (ISBN: 978-3-939408-20-8) für 11,95 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.
Mortimer
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