Neues vom Himmel: Airlines im Umbruch

Airlines
Wer mit Ryanair fliegt, muss sein Gepäck künftig früher aufgeben. – Foto: Karsten-Thilo Raab / Mortimer Reisemagazin

Der irische Billigflieger Ryanair strafft ab dem 10. November die Check‑in‑ und Gepäckabgabezeiten von bislang 40 auf 60 Minuten vor der geplanten Abflugszeit, um Passagieren mehr Puffer für Sicherheits- und Passkontrollen zu geben und Verspätungen durch Warteschlangen weiter zu minimieren . Parallel dazu werden nahezu alle Flughäfen des Streckennetzes mit Self‑Service‑Gepäckautomaten ausgestattet, die den Prozess beschleunigen und Wartezeiten reduzieren. Die Anpassung soll vor allem den knapp 20 Prozent Reisenden mit Aufgabegepäck zugutekommen, während Passagiere ohne Gepäck wie gewohnt direkt zum Gate gehen.

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Vuelings Handgepäckregeln gekippt

Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass die von Vueling festgelegten Handgepäckbestimmungen nicht rechtmäßig sind. Die Fluggesellschaft hatte vorgesehen, dass Reisende lediglich ein sehr kleines Gepäckstück ohne Zusatzkosten mitführen dürfen, während für weiteres Handgepäck obligatorische Gebühren anfielen. Mit dem Urteil folgte das Gericht der Klage von Verbraucherschützern und stellte klar, dass diese Praxis unzulässig ist.

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Strengere Regeln gegen Handy-Lärm an Bord

United Airlines sagt der Lärmbelästigung durch andere Passagiere den Kampf an.

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines verschärft den Umgang mit störenden Geräuschen aus Smartphones. Die Fluggesellschaft fordert künftig ausdrücklich, dass während der Wiedergabe von Medien Kopfhörer genutzt werden. Hintergrund ist die zunehmende Belästigung durch laute Töne aus Mobilgeräten, die i schon länger für Unmut sorgen. Wer sich weigert, Kopfhörer zu tragen und dadurch andere Passagiere beeinträchtigt, muss im Extremfall mit einem dauerhaften Ausschluss von zukünftigen Flügen rechnen.

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Neuer Mega-Airport für Delhi

Indien hat in der Metropolregion Delhi offiziell einen zweiten internationalen Airport eröffnet. Das neue Terminal im südlich gelegenen Jewar startet mit einer Kapazität von rund zwölf Millionen Reisenden jährlich, lässt sich jedoch perspektivisch auf bis zu 70 Millionen Passagiere ausbauen. Für Premierminister Narendra Modi markiert der Neubau einen entscheidenden Schritt, um den bisherigen Hauptstadtflughafen spürbar zu entlasten und den wachsenden Luftverkehr besser zu bewältigen.

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Neue A380‑Business‑Class hebt ab

Die Business Class im A380 bietet nun noch mehr Komfort. – Foto: Lufthansa Group

Die Lufthansa hat ihre A380 mit einer komplett neu entwickelten Business Class ausgestattet, die deutlich mehr Privatsphäre und Komfort bietet. Die 68 neuen, 58 Zentimeter breiten Thompson‑Sitze lassen sich in über zwei Meter lange Betten verwandeln, verfügen über flexible Trennwände und sind alle direkt vom Gang erreichbar. Ergänzt wird das Upgrade durch ein modernes Entertainment‑System mit 18‑Zoll‑Screens, Bluetooth‑Audio und interaktiver 3D‑Moving‑Map.

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Freiheitsstrafe für Randalierer

Ein Gericht in Bristol hat einen Passagier hart bestrafen, nachdem er im. November 2025 auf dem Ryanair-Flug von Krakau nach Bristol für erhebliche Unruhe sorgte. Der Mann konsumierte während des Flugs Alkohol aus dem Duty-Free-Shop, beleidigte Mitreisende übelst und ignorierte wiederholt die Anweisungen der Besatzung. Nach seinem Schuldeingeständnis verhängte das Bristol Crown Court eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten.

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Pilotprojekt: Flugpassagiere klagen online

Online sollen künftig – wie dieses nachgestellte Bild zeigt – Zivilverfahren gegen Airlines möglich sein.

Im Rahmen des Projekts zu digitalen Zivilverfahren können Passagiere ihre Ansprüche gegen Fluggesellschaften nun auch bei den Amtsgerichten Nürnberg und Erding online geltend machen. Für Forderungen bis zu 10.000 Euro ist kein persönliches Erscheinen mehr erforderlich – eine Verhandlung vor Ort bleibt lediglich als letzter Schritt vorgesehen. Das Verfahren läuft über digitale Eingabeplattformen sowie Videokonferenzen und ist Teil eines Pilotversuchs in insgesamt 18 Städten. Ziel ist es, den Zugang zur Justiz zu vereinfachen und sowohl Bürgern als auch Gerichten jährlich erhebliche Zeitressourcen zu ersparen.

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Tiefflug‑Eklat über den Westmännerinseln

Ein Icelandair-Pilot soll auf seinem letzten Einsatz einen spontanen Abstecher über seine Heimat Vestmannaeyjar gemacht und die Inseln in ungewöhnlich geringer Höhe von gerade einmal 100 Metern überflogen haben. Bewohner berichteten von vibrierenden Häusern, während die Airline eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet hat. Laut isländischen Medien wird vermutet, dass der Pilot mit dem Manöver seiner Heimatstadt eine persönliche Hommage erweisen wollte.

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Buchtipp mit Übergepäck-Potential: Nur Fliegen ist schöner

Bekannt ist der Franke Stefan Schöner eigentlich als begeisterter Kreuzfahrer, der seine kleinen und großen Erlebnissen in den beiden Erfolgsbüchern „Urlaub auf hoher See“ (ISBN 978-3-939408-12-3) und „Mehr Urlaub auf hoher See“ mit Witz und Esprit verarbeitet hat. Das Fliegen mag er gar nicht. Allerdings hat Schöner bei seinen Kreuzfahrten ein kleines Problem: Seine Heimat Unterfranken liegt hunderte von Kilometern vom Meer und vom nächsten Kreuzfahrthafen entfernt. Deswegen muss er, ob es ihm gefällt oder nicht, auch immer wieder ins Flugzeug steigen. Mit dem Ergebnis, dass er nun mit Nur Fliegen ist schöner eine Sammlung mit heiteren Kurzgeschichten rund ums Fliegen vorgelegt hat.

Und auch beim Fliegen gibt es für ihn immer bemerkenswerte Erlebnisse. Ob die Technik streikt oder das Kabinenpersonal, ob das Wetter verrückt spielt oder der Taxifahrer am Flughafen, Schöner spießt die kleinen Widrigkeiten des Reisealltags genauso mit Witz und einem Augenzwinkern auf wie die Eigenheiten der Mitarbeiter der Fluggesellschaften und des Sicherheitspersonals und natürlich auch die der lieben Mitreisenden.

Wie in den bereits erschienenen Kurzgeschichtenbänden beschreibt Schöner heitere wie nachdenkliche Episoden mit Humor und liebevollem Blick fürs Detail und beweist, dass man mit der richtigen Perspektive eigentlich immer und überall amüsieren kann.

Erhältlich ist Nur Fliegen ist schöner (ISBN 978-3-939408-29-1) von Stefan Schöner für 10,99 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.

Karsten-Thilo Raab

berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.