Aostatal: Naturerlebnisse für jedes Alter

Aostatal
Zu den spektakulären Blickfängen im Aostatal gehört das Forte di Bard. – Foto: Enrico Romanzi

DasAostatal gehört zu jenen empfehlenswerten Regionen in Italien, die auf besondere Art und Weise allen Generationen gerecht wird. Zwischen den Gipfeln der Westalpen, jahrhundertealten Burgen und sanften Wanderwegen entsteht dabei ein Erlebnis, das Aktivität, Kultur und Genuss mühelos vereint. Das Tal bietet eine seltene Mischung aus alpiner Natur, lebendiger Geschichte und moderner Infrastruktur, die es insbeosndere Familien ermöglicht, gemeinsame Zeit ohne Kompromisse zu gestalten.

Geschichte zwischen Fels und Festung

Wie hier am Monte Rosa Val d’Ayas bietet das Aostatal Wanderwege für jede Alters- und Könnerstufe. – Foto: Enrico Romanzi

Das Aostatal trägt seinen Beinamen als „Tal der hundert Schlösser“ mit Stolz. Auf Felsvorsprüngen und Hügelkuppen reihen sich Burgen und Festungen wie Perlen an einer Kette. Die Festung von Bard bildet einen eindrucksvollen Auftakt für Familienreisen: Während jüngere Besucher im Alpenmuseum die Tierwelt der Region entdecken, widmen sich Erwachsene den historischen Ausstellungen, und ältere Familienmitglieder genießen die weitläufigen Anlagen, die einst sogar Napoleon aufhielten. Mittelalterliche Kunst entfaltet sich im Castello di Fénis, während das Naturwissenschaftliche Regionalmuseum in Saint-Pierre besonders jungen Entdeckern einen spielerischen Zugang zur Region bietet.

Naturerlebnisse für jedes Alter

Natürlich ist in den Tälern auch tierisch was los. – Foto: Maurice Chatelain

Auf dem Weg in den Nationalpark Gran Paradiso begegnet man bei Aymavilles der römischen Aquäduktbrücke Pont-d’Ael, die über eine leichte Rundwanderung erreichbar ist. Im Frühling zeigen sich im Park besonders häufig Steinböcke und Gämsen, die in niedrigeren Lagen grasen – ideal für Familien mit Kinderwagen oder weniger trittsicheren Wanderern. Wer die Höhe sucht, erreicht mit der neuen Gondelbahn Pila–Couis–Stella in kurzer Zeit die 2.723 Meter hohe Stella di Pila und genießt einen Rundumblick auf die höchsten Gipfel der Alpen. Noch eindrucksvoller wird es mit der Skyway Monte Bianco, die Besucher bis auf 3.466 Meter zur Punta Helbronner trägt – ein Panorama, das seinesgleichen sucht.

Abenteuer und Genuss im Tal

Eine schmackhafte Polenta e carbonada gehört zu den Genüssen des Tals. – Foto: Alexis Courthoud

Kletterparks in nahezu jedem Seitental – von Antey-Saint-André bis Champoluc – sorgen für Action, während der Parc Animalier in Introd alpine Tierarten in naturnaher Umgebung präsentiert. Leichte Wanderwege, viele davon kinderwagentauglich, führen zu traditionellen Käsereien und Hofläden, in denen regionale Spezialitäten probiert werden können. Am Abend rückt das Aostatal seine kulinarische Seele in den Mittelpunkt: Fontina, Polenta und ein Glas Rotwein schaffen Momente, die besonders für ältere Familienmitglieder unvergesslich bleiben. Ein Spaziergang durch ein Dorf, das den Eindruck erweckt, die Zeit sei stehen geblieben, rundet den Tag ab.

Inklusiv und barrierefrei unterwegs

Auch auf zwei Räder lässt sich die Region familiengerecht erkunden. – Foto: Vallée d’Aoste Tourisme

Das Aostatal investiert seit Jahren in Barrierefreiheit und schafft damit ideale Bedingungen für Reisegruppen mit besonderen Bedürfnissen. Über das Projekt „Abilmente“ wurden mehrere Skigebiete mit geschultem Personal, angepassten Hilfsmitteln und barrierefreien Unterkünften ausgestattet. Im Sommer erweitert sich das Angebot auf Wanderwege und kulturelle Routen – ein entscheidender Vorteil für Familien, die Wert auf Zugänglichkeit legen. Weitere Informationen unter www.lovevda.it.

Natur pur mit spektakulären Aussichten. – Foto: Enrico Romanzi

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Buch- und Geschenktipp für Entdecker: Meister der Finsternis 

Meister der FinsternisDer Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin Susanne Timmann erschienen und begeistert erneut mit einer Mischung aus Spannung, Fantasie und atmosphärischer Abenteuerlust. Die Geschichte führt den jungen Protagonisten Fynn tief in die eisigen Weiten der Arktis, wohin er seinen Vater, einen Forscher, während der Schulferien begleiten wollte. Was als harmloser Ausflug beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen und zugleich faszinierenden Abenteuer, das Fynn gemeinsam mit seiner neuen Freundin Maya bestreiten muss.

Zwischen Mut und Magie

Als die beiden während eines aufziehenden Unwetters in einer Eishöhle Schutz suchen, geraten sie unvermittelt in eine Reihe mysteriöser Ereignisse. Ohne zu wissen, welche Kräfte im Verborgenen wirken, finden sie sich in einer Welt wieder, in der die Blaue Hexe der Tiefe, das rätselhafte Land der Koingz und eine skrupellose Verbrecherbande in einer surrealen Unterwasserstadt ihre Wege kreuzen. Maya zeigt dabei bemerkenswerte Entschlossenheit und lässt sich weder von magischen Wesen noch von bedrohlichen Gestalten einschüchtern. Mit Mut und einem Funken Glück gelingt es den beiden sogar, die gefangenen Waldriesen aus ihrer steinernen Starre zu befreien.

Arktisches Fantasy-Abenteuer

Doch die größte Herausforderung steht noch bevor: die Aktivierung des geheimnisvollen Amuletts des Meisters der Finsternis und die Befreiung ihrer Eltern aus dem Griff des ewigen Eises. Auch für die Autorin selbst blieb lange offen, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Susanne Timmann berichtet, dass zu Beginn lediglich der Name des Protagonisten und der Schauplatz feststanden. Der Roman entstand in einer besonderen Lebensphase: Die zweifache Mutter begann das Schreiben während ihrer Babypause vor der Geburt ihrer Tochter und legte das Manuskript erst einmal beiseite, bis sie hochschwanger mit ihrem Sohn war. Rückblickend erzählt sie mit einem Lächeln, dass sie zwischenzeitlich völlig vergessen hatte, an der Geschichte weiterzuarbeiten.

Ob eine Fortsetzung geplant ist, lässt die aus Schwaben stammende Autorin offen. Mit einem Augenzwinkern merkt sie an, dass eine weitere Babypause als Schreibanlass eher unwahrscheinlich sei – die Wahrscheinlichkeit, zuvor Großmutter zu werden, sei deutlich höher.

Erhältlich ist das Meister der Finsternis (ISBN 978-3-939408-65-9) von Susanne Timmann für 17,99 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.

Mortimer

Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.