Weitwandern mit Kick am neuen Tiroler Adlerweg

Unterwegs auf dem Adlerweg vom Hallerangerhaus nach Innsbruck. (Foto Tirol Werbung)
Unterwegs auf dem Adlerweg vom Hallerangerhaus nach Innsbruck. (Foto Tirol Werbung)

Der Tiroler Adlerweg feiert 2015 sein erst zehnjähriges Bestehen und zählt dennoch jetzt schon zu den bekanntesten Weitwanderwegen der Alpen. Dieses Jubiläum hat die Erfinder des Adlerwegs dazu bewogen, den Streckenverlauf schlanker zu gestalten. Bislang umfasste der Adlerweg 126 Etappen und mehrere alpine Varianten. Ab 2015 rückt der alpine Charakter des Adlerwegs noch mehr in den Vordergrund. Es gibt nun zwei Routen, auf weitere Varianten wird verzichtet. Eine der beiden Routen führt auf 24 Tagesetappen quer durch die Bergwelt Nordtirols, die zweite Route durchquert auf neun Tagesetappen die Glockner- und Venediger-Gruppe in Osttirol.

Die beiden neuen Routen des Adlerwegs sind die alpine Interpretation der Reduktion auf das Wesentliche. Wer die Herausforderung des Adlerwegs annimmt, der begibt sich in Nordtirol auf ein 320 Kilometer langes Abenteuer quer durch die Bergwelt. Auf 24 Tagesetappen wandern Abenteurer insgesamt 23.000 Höhenmeter bergauf und rund 20.000 Höhenmeter bergab. Nur gelegentlich führt der Weg ins Tal hinunter. Vom Kaisergebirge im Osten Tirols geht es unter anderem durch die Brandenberger Alpen/Rofan, das Karwendel, die Tuxer Voralpen, das Wettersteingebirge und die Lechtaler Alpen.

Malerisch: die Lechtaler Alpen bei Zmas zwischen der Memmminger Hütte und der Ansbacher Hütte . (Foto Tirol Werbung)
Malerisch: die Lechtaler Alpen bei Zmas zwischen der Memmminger Hütte und der Ansbacher Hütte . (Foto Tirol Werbung)

Das Einzigartige am Adlerweg in Osttirol ist der Routenverlauf zwischen Venediger und Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs. Von Ströden im Virgental bis nach Kals am Großglocker wandern Adlerweg-Aspiranten hier in bis zu 2.800 Metern Seehöhe. Auf neun Tagesetappen absolvieren die Weitwanderer 93 Kilometer, etwa 8.000 Höhenmeter bergauf und fast ebenso viele bergab. Die Berggiganten der Hohen Tauern laden ein, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Der Tiroler Adlerweg ist ein einzigartiges Abenteuer für Weitwanderer. Kaum ein anderer Weitwanderweg in den Alpen ist so konzipiert, dass er immer in konstanter Höhenlage entlang der Gebirgsrücken führt. Dieses Abenteuer erfordere Kraft, Mut und Ausdauer, sagt Michael Walzer, Adlerweg-Projektleiter der Tirol Werbung: „Wir erzählen entlang des Adlerwegs jene Geschichten, die diese Gebirgszüge prägen. An vielen Stellen am Weg findet man deshalb Hinweise und Erzählungen über die alpinen Pioniere Tirols.“ Wanderer können diese Geschichten am Adlerweg erkunden und ihr persönliches Kapitel hinzufügen.

Herrlicher Panoramablicke wie hier in den Lechtaler Alpen eröffnen sich entlang des Adlerweges. (Foto Tirol Werbung)
Herrlicher Panoramablicke wie hier in den Lechtaler Alpen eröffnen sich entlang des Adlerweges. (Foto Tirol Werbung)

Wer sich zu diesem Abenteuer entschließt, kann sich im Tirol Shop online ein Adlerweg-Starterpaket bestellen. Es besteht aus einem Tourenbuch mit Stempelblatt, einem Erste-Hilfe-Paket, einem Adlerweg-Bandana und einem Talisman für die Wanderung. „Die Wanderer am Adlerweg mussten bisher ihr Stempelbuch bei uns einschicken, um den Adlerpin in Bronze, Silber und Gold zu erhalten,“ erklärt Michael Walzer, „nun gibt es im Tourenbuch ein eigenes Stempelblatt, das man einschicken kann. Das Tourenbuch mit all den persönlichen Erinnerungen bleibt immer im Besitz des Abenteurers.“

Genaue Streckenbeschreibungen zu den 24 Etappen des Nordtiroler Adlerwegs und den neun Etappen des Osttiroler Adlerwegs sind online verfügbar. Auf der Adlerweg-Website können sich Wanderer vorab auch die GPS-Daten aller Etappen herunterladen. Die Tourenbeschreibungen enthalten zusätzlich zur Streckenbeschreibung auch Hinweise zu den „Adlerblicken“ – das sind sehenswerte Orte und Aussichtspunkte, an denen Wanderer ihren Blick für die Schönheit der Bergwelt schärfen können. Besonders schwierige Passagen sind in den Tourenbeschreibungen mit dem Stichwort „Adlerkick“ hervorgehoben. Denn zum Wandern auf den Schwingen des Tiroler Adlers gehört es dazu, sich immer wieder dem Abenteuer zu stellen.