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Travelling Art Gallery – mobile Kunst aus Südafrika

Travelling Art Gallery

Die Travelling Art Gallery präsentiert auch das Werk „Bashimane“ von Edward Selematsela.

Die Wanderausstellung „The Travelling Art Gallery“ mit Kunst aus Südafrika startete 2017 mit Hilfe von Crowdfunding und zwölf Künstlern. Von April bis Juli 2020 wird „TTAG“ bereits zum dritten Mal – deutlich größer, mit noch mehr Künstlern und in drei Ländern – stattfinden und sicher erneut Begeisterung auslösen. Die Künstlerinitiative bringt zeitgenössische Kunst von jungen, aufstrebenden sowie bereits etablierten Künstlern aus Südafrika nach Europa.

So entwickelte sich „The Travelling Art Gallery“ bereits nach kurzer Zeit zu einer Ausstellungsserie, die die breit gefächerte und äußerst lebendige Kunstszene des Landes am Kap zeigt. Dabei geht es den Organisatoren ganz besonders darum, Kunst zugänglich zu machen, Menschen für sie zu begeistern, die mit einem etablierten Kunstbetrieb wenig anzufangen wissen und Künstlern aus Südafrika eine internationale Präsenz zu gewährleisten.

Ein echter Hingucker „Friends“ von Andrew Ntshabele.

Mit-Gründerin Barbara Lenhard sagt dazu: „Kunst ist eine wunderbare Form, ein Land kennenzulernen, es ist wie ein Spiegel einer Gesellschaft und die Künstler, mit denen wir hier reisen, haben große Freude daran, das Land durch ihre Bilder zu zeigen.“ Die Deutsche lebt seit 2009 in Südafrika und engagiert sich zusammen mit Florian Gast seit Jahren für die Kunstszene Südafrikas.

Forum und Entwicklungs-Chance für 21 Künstler

Mit der ‚Galerie auf Zeit‘ schafft das kleine Organisationsteam eine Plattform für eine starke, farbenfrohe und emotionale Kunst aus Südafrika. Das Land Menschen in Europa näher zu bringen und viele Aspekte Südafrikas zu zeigen, ist ein Teil des Projekts. Wichtig ist aber auch, dass den 21 Künstlern mit den Pop-Up-Ausstellungen ein wichtiges Einkommensstandbein gegeben wird und sich weitere Entwicklungs- und Karrierewege auftun.

Künstler Andrew Ntshabele bei der Arbeit.

Südafrika ist für viele ein Sehnsuchtsziel und ein sehr beliebtes Reiseziel mit magischen Landschaften, vielfältigen kulturellen Strömungen und einer dynamischen Gesellschaft im Wandel. Aufbruchsstimmung und Begeisterung für die Zukunft sind typisch für die Regenbogen-Nation. Wer die Kunstwerke von „The Travelling Art Gallery“ betrachtet, sieht den Spiegel einer heterogenen, gesellschaftlichen Realität mit den komplexen Facetten einer ganzen Generation. Eine Vielfalt, die sich in den Techniken und Werkstoffen der Werke offenbart und die die Sujets der Kunst wirkungsvoll unterstreicht.

Spannender Einblick in die Kunstszene Südafrikas

In diesem Jahr ist keine Reise nach Südafrika nötig, um in die Kunstszene dieser vielfältigen Welt einzutauchen: Über 150 Werke von 21 Künstlern kommen mit „The Travelling Art Gallery“ nach Deutschland und erstmals auch nach Österreich und in die Schweiz. Die kuratierte Auswahl von Barbara Lenhard und Florian Gast präsentiert die aufstrebende Szene einer ganzen Nation in Pop-Up-Galerien auf rund 700 Quadratmetern in jeder Stadt. Diesmal startet die Reise in der deutschen Hauptstadt Berlin, bevor es weiter nach Düsseldorf, Wien und Zürich geht – jeweils lediglich für zehn Tage pro Stadt.

Künstler fördern, Welten zusammenbringen

Ausdruckstark ist auch das Motiv „Reach“ von Corne Theron.

„Das Projekt vereint unsere Sympathie und Liebe zu Südafrika, unsere Leidenschaft zur Kunst und zu den Menschen. Wir möchten aufstrebende Künstler unterstützen und fördern, die als Vorbilder eine Schlüsselrolle für ihre Generation in ihrem Umfeld einnehmen. Wir stellen immer wieder fest, wie schwer es für Künstler in Südafrika ist, Fuß zu fassen. Hier fehlt schlicht das Publikum, das auch mal spontan ein Werk erwirbt. Somit ist es nicht einfach, wirtschaftlich über die Runden zu kommen und international eine Präsenz zu erreichen, ist noch schwieriger“, berichtet die sympathische Künstler-Repräsentantin.

Barbara Lenhard lebt seit elf Jahren in Kapstadt und ist seit vielen Jahren in der Kunstszene aktiv. „Kunst ist das perfekte Medium, um Welten zusammenzubringen und um ein Land darzustellen und das macht mir riesig viel Spaß und hat mich mit so vielen tollen Menschen zusammengebracht. Kunst verbindet eben auf besondere Weise, so wie Sport und Musik. Menschen, die von mir Werke kaufen, werden ganz oft Freunde und Förderer unserer Arbeit und unserer Projekte.“

Etablierte Künstler engagieren sich als „Alumnis“

Künstler Pierre Issa beteiligt sich mit seinen Arbeiten an der Travelling Art Gallery.

Die 21 Künstler zeigen mit ihren Werken ganz Unterschiedliches: Mal realistisch, mal abstrakt und ebenso vielfältig wie die Stilrichtungen und Themen, sind die eingesetzten Materialien und Techniken. Die Künstler malen etwa in Öl und Acryl und zeichnen mit Kohle, sie nutzen klassische Leinwände oder auf Leinwand aufkaschiertes Zeitungspapier als Hintergrund für die Szenerie.

Seit 2019 wird die Künstlerinitiative auch von schon international sehr etablierten Künstlern aus Südafrika unterstützt. Die mit dem Etikett „Alumnis“ gekennzeichneten Künstler helfen dem Projekt weitere Aufmerksamkeit zu geben, da ihre Kunst international einen Namen hat und diese bei den Ausstellungen das Projekt zusätzlich bereichern und auch ein stückweit unterstützen. Riaan van Zyl, Natasha Barnes und Christa Myburgh sind diesmal die Künstler, die zu dieser Gruppe zählen und großartige Bilder mit auf die Reise geben.

The Travelling Art Gallery“ macht vom 24. April bis 3. Mai Station in Berlin, vom 15. bis 24. Mai in Düsseldorf, vom 5. bis 14 Juni in Wien sowie vom 26. Juni bis 5. Juli in Zürich. Der Eintritt zu den Pop-Up-Ausstellungen ist frei. Weitere Informationen unter www.thetravellingartgallery.de.

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