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Von 27. Februar 2019 Mehr →

Madhya Pradesh: Indiens unbekannte Wundertüte

Die große Population an Bengalischen Tigern verlieh Madhya Pradesh den Beinamen „Bundesstaat des Tigers“.

Indien ist bekannt für historische Tempel und Paläste wie den Taj Mahal und eine vielfältige Küche. Dass es abseits der Touristenströme noch viel mehr zu entdecken gibt, zeigt der zentralindische Bundesstaat Madhya Pradesh. Die Region wartet auf mit wilden Tieren und Wahrzeichen aus allen Epochen. Besondere Erlebnisse bieten Wanderungen zu 30.000 Jahre alten Felsmalereien, Safaris zu Bengalischen Tigern und das Erlernen der traditionellen Kunst des Blockdrucks.

Indiens älteste Kunstausstellung – die Höhlen von Bhimbetka

Überaus beeindruckend sind die Felsenmalereien in den Höhlen von Bhimbetka

Kein Wunder, dass die 760 Höhlen von Bhimbetka als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden. Die Menschen, die in den letzten 30.000 Jahren dort lebten, hinterließen Spuren: Die Wände ihrer Höhlen dienten als Leinwände, auf denen sie Geschichten vom Leben erzählten. Dabei ist eine Entwicklung erkennbar: Während die frühesten Bevölkerungen große Umrisse von Menschen und Tieren malten, brachten spätere Siedler kleinere Figuren in Farbe und mit aufwändigen Details auf den Stein. Erst 1957 wurden die Höhlen entdeckt und 2003 zum Weltkulturerbe ernannt.

Von royalen Bengalischen Tigern – Bandhavgarh-Nationalpark

Die höchste Dichte royaler Bengalischer Tiger der Welt befindet sich im Bandhavgarh-Nationalpark.

Fast 20 Prozent der Tigerpopulation Indiens lebt in Madhya Pradesh, weshalb die Region auch „Bundesstaat des Tigers“ genannt wird. Dank umfangreicher Schutzprogramme gibt es für Tiger und andere tierische Bewohner 25 Naturschutzgebiete, zehn Nationalparks und sechs Tigerreservate. Die höchste Dichte royaler Bengalischer Tiger der Welt befindet sich im Bandhavgarh-Nationalpark. Hier wurden, als einziger Ort der Welt, jemals weiße Tiger in freier Wildbahn gesichtet. Diese liegen allerdings bereits mehr als 50 Jahre zurück.

Stammeskleidung mit Muster – Blockdruck in Bagh

Weltberühmt ist auch der Bagh Blockdruck. – Fotod Madhya Pradesh Tourism Board

Früher hauptsächlich von der königlichen Familie getragen, fand die Kleidung im Blockdruck um das 19. Jahrhundert herum auch Einzug in bürgerliche Häuser und bei den Stammesgemeinschaften. Als in den 1960er-Jahren synthetische Stoffe eingeführt wurden, stand der Blockdruck kurz vor dem Verschwinden. Doch ein Angehöriger des Kathri-Stammes namens Ismail Suleman Ji ließ die Tradition mithilfe seiner Stammesangehöriger wiederaufleben und verhalf ihr durch kreative Muster zu neuer Berühmtheit. Heute wird der Blockdruck in Bagh wieder von vielen Einheimischen durchgeführt – weiterhin händisch, ganz wie früher. Weitere Informationen unter www.mptourism.com.

Archiviert unter Topthema, Asien, Indien
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