
Mit der Jungfraubahn geht’s hoch hinaus – und zwar richtig hoch: auf stolze3.454 Meter. Dort, wo Licht und Schatten eine Bühne aus Eis und Schnee zaubern, wartet nicht nur der höchste Bahnhof Europas, sondern ein Ort, an dem sich Natur, Geschichte und Forschung seit über 100 Jahren die Hand geben. Willkommen am Jungfraujoch, wo Schönheit und Wandel sich begegnen – ganz ohne künstliche Inszenierung.
Pioniergeist mit Höhenluft

Die Story beginnt im Jahre 1912: Nach 16 Jahren Bauzeit schnaubte die Jungfraubahn erstmals durchs ewige Eis. Ein Projekt, das damals als waghalsig galt – initiiert vom Zürcher Industriellen Adolf Guyer-Zeller. Sprengungen im Fels, extreme Bedingungen und clevere Ingenieurskunst machten den Bau zur alpinen Meisterleistung. Von Anfang an war das Jungfraujoch mehr als ein Touristenmagnet: Meteorologen, Gletscherforscher und Wissenschaftler nutzten den Ort als Labor unter freiem Himmel.
Zwischen Himmel und Gletscher

Während unten das idyllische Schweizer Grindelwald ruht, öffnet sich oben der Blick auf das UNESCO-Weltnaturerbe mit dem mächtigen Aletschgletscher. Ob Sphinx-Aussichtsplattform, Gletscherplateau oder der geheimnisvolle Eispalast – hier zeigt sich die Kraft der Natur in ihrer ganzen archaischen Schönheit. Der Eispalast, in den 1930ern von Bergführern ins Eis geschlagen, beherbergt bis heute kunstvolle Skulpturen, die regelmäßig erneuert werden. Ein stilles Sinnbild dafür, dass Eis lebt – und sich ständig verändert.
Wenn das Eis Geschichten erzählt

Das Jungfraujoch ist kein reiner Aussichtspunkt, sondern ein „Klassenzimmer der Alpen“. Die „Alpine Sensation“-Tour führt durch Sphinx, Eispalast und Gletscherplateau und erklärt, warum Gletscher als Archive der Natur gelten. Ihr Rückzug erzählt von Vergangenheit und Zukunft unseres Klimas – Wissen zum Anfassen, besonders für Schulklassen und Gruppen. Wer die Spuren des Gletschers weiterverfolgen möchte, besucht die Gletscherschlucht Grindelwald. Einst vom Unteren Grindelwaldgletscher geformt, zeigt sie eindrucksvoll, wie Wasser und Zeit das Gebirge modellieren.
Wandel erleben – Verantwortung übernehmen

Gerade im Sommer wird der Rückzug des Eises sichtbar. Felsen treten hervor, Wege müssen neu gedacht werden. Für die Jungfraubahnen und Grindelwald Tourismus heißt das: Verantwortung übernehmen. Sicherheitsrouten werden angepasst, Besucherströme gelenkt und sensible Zonen geschützt. Statt Rückzug steht Bewusstmachung im Fokus – Gäste werden informiert und sensibilisiert für einen respektvollen Umgang mit der alpinen Natur.
Ein Ort, der bleibt

Wenn das Winterlicht über den Aletschgletscher fällt und das Eis in tausend Nuancen schimmert, versteht man, warum dieser Ort in der Schweiz seit Generationen Menschen bewegt. Der Blick aus dem Tunnel, der Gang durch den Eispalast, der Wind auf dem Plateau – all das verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Alpen. Weitere Informationen unter www.jungfrau.ch.

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Buch- und Geschenktipp für Entdecker: Meister der Finsternis
Der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin Susanne Timmann erschienen und begeistert erneut mit einer Mischung aus Spannung, Fantasie und atmosphärischer Abenteuerlust. Die Geschichte führt den jungen Protagonisten Fynn tief in die eisigen Weiten der Arktis, wohin er seinen Vater, einen Forscher, während der Schulferien begleiten wollte. Was als harmloser Ausflug beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen und zugleich faszinierenden Abenteuer, das Fynn gemeinsam mit seiner neuen Freundin Maya bestreiten muss.
Zwischen Mut und Magie
Als die beiden während eines aufziehenden Unwetters in einer Eishöhle Schutz suchen, geraten sie unvermittelt in eine Reihe mysteriöser Ereignisse. Ohne zu wissen, welche Kräfte im Verborgenen wirken, finden sie sich in einer Welt wieder, in der die Blaue Hexe der Tiefe, das rätselhafte Land der Koingz und eine skrupellose Verbrecherbande in einer surrealen Unterwasserstadt ihre Wege kreuzen. Maya zeigt dabei bemerkenswerte Entschlossenheit und lässt sich weder von magischen Wesen noch von bedrohlichen Gestalten einschüchtern. Mit Mut und einem Funken Glück gelingt es den beiden sogar, die gefangenen Waldriesen aus ihrer steinernen Starre zu befreien.
Arktisches Fantasy-Abenteuer
Doch die größte Herausforderung steht noch bevor: die Aktivierung des geheimnisvollen Amuletts des Meisters der Finsternis und die Befreiung ihrer Eltern aus dem Griff des ewigen Eises. Auch für die Autorin selbst blieb lange offen, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Susanne Timmann berichtet, dass zu Beginn lediglich der Name des Protagonisten und der Schauplatz feststanden. Der Roman entstand in einer besonderen Lebensphase: Die zweifache Mutter begann das Schreiben während ihrer Babypause vor der Geburt ihrer Tochter und legte das Manuskript erst einmal beiseite, bis sie hochschwanger mit ihrem Sohn war. Rückblickend erzählt sie mit einem Lächeln, dass sie zwischenzeitlich völlig vergessen hatte, an der Geschichte weiterzuarbeiten.
Ob eine Fortsetzung geplant ist, lässt die aus Schwaben stammende Autorin offen. Mit einem Augenzwinkern merkt sie an, dass eine weitere Babypause als Schreibanlass eher unwahrscheinlich sei – die Wahrscheinlichkeit, zuvor Großmutter zu werden, sei deutlich höher.
Erhältlich ist das Meister der Finsternis (ISBN 978-3-939408-65-9) von Susanne Timmann für 17,99 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.
Mortimer
Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.
Der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin