Jordanien feiert die faszinierende Felsenstadt Petra

Atemberaubend und faszinierend: die Felsenstadt Petra in Jordanien. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Jordanien feiert in diesem Jahr das 200-jährige Jubiläum der Wiederentdeckung Petras. Die verlassene Felsstadt war in der Antike die Hauptstadt des Nabatäer-Reiches, ein arabisches Nomadenvolk, das vor über 2000 Jahren sesshaft wurde und diese beeindruckende Stadt in die Sandsteinfelsen geschlagen hat. Petra war schon damals für ihre hoch entwickelte Kultur, ihre monumentale Architektur und ihr ausgeklügeltes System von Dämmen und Wasserkanälen bekannt. Bis zum zweiten Jahrhundert v. Chr. war Petra zu einer großen Stadt mit einer Fläche von etwa zehn Quadratkilometern herangewachsen und zur Hauptstadt des nabatäischen Königreichs aufgestiegen. Der Wohlstand der Nabatäer begründete sich hauptsächlich darin, dass Petra ein wichtiger Knotenpunkt für die lukrativen Handelsrouten war, die China im Osten mit Rom im Westen verbanden. Im Jahre 106 n. Chr. annektierten die Römer das nabatäische Königreich. Als sich das Christentum im ganzen Byzantinischen Reich ausbreitete, wurde Petra Bischofssitz. Dann verschwand die ehemals prächtige Stadt gänzlich aus dem Bewusstsein der westlichen Welt, bis der Schweizer Reisende Johann Ludwig Burckhardt als Araber verkleidet die Stadt am 22. August 1812 wieder entdeckte. Heute gehört die antike Stadt Petra im Süden des Landes zu den Nationalschätzen Jordaniens. Sie wird häufig als achtes Weltwunder bezeichnet, ist UNESCO Weltkulturerbe und die bei weitem bekannteste Touristenattraktion des Landes. 2007 wurde Petra zu einem der Neuen Sieben Weltwunder gewählt. Weitere Informationen über das Reiseland Jordanien unter www.visitjordan.com.

Tipp: Die schönsten Impressionen aus der Region hat Autor Karsten-Thilo Raab unter dem Titel „Faszinierendes Jordanien“ in einem Wandkalender zusammengestellt. Erhältlich ist dieser in den Formaten A2 bis A5 je nach Größe für 18,90 bis 49,90 Euro im Buchhandel sowie unter anderem bei Amazon oder im Kalendershop des Mortimer Reisemagazins.

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G. Schröder

ist seit Kindestagen mit dem Reisevirus infiziert und bringt sich seit Jahr und Tag mit großem Engagement als gute Seele hinter den Kulissen in das Mortimer Reisemagazin ein.