Heimablidni – privates Essvergnügen auf Färöer

Beim Heimablidni speisen Urlauber zu Hause bei Insulanern, hier bei Onnu und Ola.
Beim Heimablidni speisen Urlauber zu Hause bei Insulanern, hier bei Onnu und Ola.

Was die Färinger auf den Inseln im hohen Norden essen? Das erfahren Interessierte am besten beim Heimablídni. Dabei laden die Insulaner Besucher beispielsweise zum Mittagessen, zu Kaffee und Kuchen oder sogar zu mehrgängigen Menüs am Abend zu sich nach Hause ein. Eine perfekte Möglichkeit also, mit den Insulanern in persönlichen Kontakt zu geraten, einen Einblick in ihre Lebensgewohnheiten zu bekommen und gleichzeitig die Küche des Landes kennen zu lernen.

Die Lage im Atlantik sorgt natürlich dafür, dass auf Färöer vor allem zahlreiche Fischvarianten auf den Tisch kommen. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Die Lage im Atlantik sorgt natürlich dafür, dass auf Färöer vor allem zahlreiche Fischvarianten auf den Tisch kommen. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Egal ob auf einer Schafsfarm, in einem der ältesten Holzhäuser oder unterm Grasdach, in diesen „Underground Restaurants“ kochen sie nicht nur authentisches Essen nach Familienrezepten, sondern erzählen auch aus ihrem Leben. „Heimablídni“ finden auf den ganzen Inseln statt und sind meist nur für Gruppen buchbar. Weitere Informationen zum Heimablídni hier.

Wer gerne Fisch isst, ist auf den Färöer Inseln genau richtig. Dieser steht, neben Schaf, noch immer ganz oben auf dem Speiseplan, auch von vielen Restaurants. In der Inselhauptstadt Tórshavn spiegelt die Auswahl des ersten und einzigen färöischen Sushi Restaurants, Etika, die Reichhaltigkeit der Meerestiere auf den Inseln wider. Der Fisch ist lokal und kommt sozusagen direkt aus dem Nordatlantik auf den Teller. Saisonal hat sogar die färöische Fluggesellschaft „Atlantic Airways“ das Sushi in ihrer An-Bord-Verpflegung für alle Passagiere.

Noch relativ neu ist das Barbara Fish House. Es bietet eine coole, relaxte Atmosphäre und wurde erst im vergangenen Jahr in einem der ältesten Häuser der Altstadt von Tórshavn, Reyni, eröffnet. Gäste ordern hier viele kleine Gerichte, ähnlich dem Tapas-Prinzip, die in mehreren Gängen in verschiedene Schüsseln und Schalen auf den Tisch kommen. Man teilt und mischt. Die Suppe wird dabei zum Beispiel in einer großen Teekanne serviert.

Auch Lamm genießt in der Küche der Färöer-Inseln einen hohen Stellenwert. (Foto Karsten-Thilo Rab)
Auch Lamm genießt in der Küche der Färöer-Inseln einen hohen Stellenwert. (Foto Karsten-Thilo Rab)

Wer sich nicht entschieden kann und jeden Fisch probieren will, reserviert einen Tisch im Restaurant des Hotel Hafnia. Im Sommer findet hier bis zu zweimal in der Woche ein großes Seafood-Buffet statt. Empfehlenswert ist auch das „KOKS“. Erst kürzlich erhielt es die Auszeichnung des „Nordic Prize“ und setzte sich gegen Sterne-Restaurants aus Oslo, Stockholm, Kopenhagen und Helsinki durch.

Wissenswertes zu den Färöer-Insel 

Die Färöer, wortwörtlich die Schafsinseln, bestehen aus 18 Inseln und liegen im Nordatlantik, nordwestlich von Schottland, zwischen Norwegen und Island, mitten im Golfstrom. Auf den Färöern leben knapp 50.000 Menschen, ein Großteil um die Hauptstadt Tórshavn, und fast doppelt so viele Schafe. Offiziell gehören die Inseln zu Dänemark, sind aber weitgehend autonom und wählen eines der ältesten Parlamente der Welt. Weitere Informationen unter www.visitfaroeislands.com.


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Karsten-Thilo Raab

berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.