Guyana – zu Gast bei den Amerindians

Amerindians
Begegnungen mit den Amerindians und anderen indigenen Bevölkerungsgruppne gehören zu den Höhepunkten einer jeden Guyana-Reise. – Foto Amanda Richards

So divers Flora und Fauna in Guyana sind, so vielschichtig präsentiert sich auch die Bevölkerung des südamerikanischen Staates, der gerne auch „Land der sechs Völker“ genannt wird. Dabei handelt es sich hierbei eher um eine Untertreibung, wird die genannte Zahl doch insbesondere den verschiedenen indigenen Gruppen nicht gerecht. Schließlich finden sich unter den nur rund 750.000 Bewohnern Guyanas neben der indisch- (über 40 Prozent) und afro-stämmigen (30 Prozent) Mehrheit nicht weniger als neun indigene Ethnien. Die Nachfahren der Ureinwohner machen etwa acht Prozent der Population aus. Den Rest bilden Brasilianer, Europäer und Chinesen.

Erlöse aus dem Tourismus fießen auch in die Ausbildung dieses Makushi-Jungen. – Foto Nicola Balram

Im behutsam wachsenden Tourismus Guyanas spielen insbesondere die Amerindians trotz ihrer überschaubaren Zahl allerdings eine wichtige Rolle. Ob an den Ufern der mächtigen Ströme, in den Tiefen des Dschungels oder auf den Weiten der grasbedeckten Savannen: Sie bieten  Reisenden ein Dach über dem Kopf und Verpflegung sowie sichere Führung durch die beeindruckende Wildnis. So bilden die verschiedenen, von lokalen Ethnien geführten Lodges in der Mitte und im Süden des Landes dann auch so etwas wie das Skelett des Fremdenverkehrs in dieser Region. Namen wie Iwokrama River Lodge, Atta Lodge oder Surama Lodge stehen beispielhaft für eine Reihe von Unterkünften, ohne die Tourismus in den besonders sehenswerten Distrikten Pakaraima oder Rupununi kaum möglich wäre.

Die Atta Lodge liegt inmitten des primären Regenwaldes von Guyana. – Foto Guyana Tourism Authority

Es ist eine Win-win-Situation, denn die Erlöse kommen den Dorfgemeinschaften direkt zugute. Und das sowohl dank der gezahlten Löhne als auch über die erwirtschafteten Gewinne, die für Investitionen in die Infrastruktur (z.B. Schulen) genutzt werden. Wenn Tourismus in Entwicklungsländern die Lebensbedingungen der Einheimischen verbessert, dann hier. Aber es ist nicht nur der direkt wirkende ökonomische Effekt, der eine Erlebnisreise in diesen vielfach noch absolut unberührten Winkel der Welt so besonders macht. Da in Guyana Englisch Amtssprache ist, sind Unterhaltungen mit den Amerindians relativ unproblematisch. Diese direkte Kontaktmöglichkeit macht eine Tour absolut authentisch. Weitere Informationen unter www.guyanatourism.com.

Mortimer

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