Frankfurt für Kunst- und Kulturliebhaber

Frankfurt
Der Hochhauskulisse verdankt Frankfurt den Beinamen „Mainhattan“.

Frankfurt am Main ist vielen im In- und Ausland als europäisches Wirtschaftszentrum und wichtige Drehscheibe für Finanzen, Wirtschaft und Handel bekannt. Die Stadt verfügt jedoch auch über eine reiche und aktive Kunst- und Kulturszene, sei es durch ihre lebendige Straßenkunstszene oder durch eine rebellische Unterströmung unabhängiger gegenkultureller Künstlergruppen. Diese Liebe zur Kunst wird im weltberühmten Museumsufer zelebriert, einer Sammlung von 39 einzigartigen und inspirierenden Museen und Ausstellungsorten, von denen sich jedes einem bestimmten Stil oder einer Kunstrichtung widmet und alle ihre eigenen Besonderheiten haben.

Am Museumsufer gibt es für jedes Alter und jedes Interesse ein passendes Museum. Besucher können im Museum für Angewandte Kunst in zeitgenössisches Design eintauchen, im Deutschen Filmmuseum die Entwicklung des Kinos entdecken oder im Museum der Weltkulturen ethnografische Artefakte aus aller Welt bewundern. Für Kunstliebhaber ist das Städel Museum mit seinen Meisterwerken der modernen Kunst die Hauptattraktion, während das Liebieghaus und das Museum Giersch den Fokus auf die deutsche Kunst richten.

Kulturfestival am Main-Ufer

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Zu den markantesten Bauwerken zählt auch die Alte Oper.

Jeden Sommer findet am Museumsufer eines der größten Kulturfestivals Europas statt, das Museumsuferfest, das mehr als 2,5 Millionen Besucher in die Stadt lockt. Das gigantische Festival findet am letzten Augustwochenende statt und bietet Sonderausstellungen und Veranstaltungen in allen Museen, Open-Air-Konzerte und Märkte entlang der Uferpromenade sowie ein spektakuläres Feuerwerk am Abend. Ein weiteres beliebtes Ereignis ist die alljährliche Nacht der Museen, bei der die Museen bis in die frühen Morgenstunden geöffnet sind und Sonderausstellungen, Verkostungen von Speisen und Weinen und andere Festivitäten anbieten.

Das Städel Museum wurde 1815 von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel als bürgerliche Stiftung gegründet und ist damit die älteste Museumsstiftung Deutschlands. Das Städel Museum widmet sich den Künsten in allen Formen und Funktionen und bietet einige der wichtigsten deutschen Sammlungen. Zu sehen sind Meisterwerke der Renaissance, der Spätgotik, des Barock, des Viktorianischen Zeitalters und der Gegenwart. Das in einem historischen Gebäude untergebrachte Museum wurde 1817 gegründet und ist damit das älteste Museum in Frankfurt. Die Sammlung umfasst über 3.000 Gemälde, mehr als 650 Skulpturen, über 100.000 Drucke und über 4.000 Zeichnungen und Fotografien auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern im Herzen der Frankfurter Innenstadt.

Skulpturen aus fünf Jahrhunderten

Für jeden Kunstgeschmack findet sich entlang des Mainufers die richtige Anlaufstelle.

Eine der schönsten Skulpturensammlungen der Welt befindet sich im kleinen Liebieghaus-Museum am Mainufer in Frankfurt am Main, Deutschland. Rund 3.000 Skulpturen von erlesener Qualität sind in der Dauerausstellung zu sehen, wobei die Werke fünf Jahrtausende von der Antike bis zum europäischen Neoklassizismus umspannen. Die Sammlung umfasst herausragende Werke aus allen Epochen vom Alten Ägypten bis zum Neoklassizismus: mit Dauerausstellungen aus der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, dem Mittelalter und der Renaissance, dem Manierismus, dem Barock und Rokoko, dem Neoklassizismus und Werken aus dem Fernen Osten.

Zu den berühmten Werken gehören Tilman Riemenschneiders Madonna (um 1520), der Terrakotta-Altar von Andrea della Robbia (um 1500) und Johann Heinrich von Danneckers Ariadne auf dem Panther (1803-14), während zu den feinen Antiquitäten römische Marmorkopien der originalen griechischen Myron Athene und des Diskuswerfers von Naukydes gehören. Die Liebieghaus-Skulpturensammlung wurde 1909 als städtisches Museum gegründet, ohne staatliche Unterstützung und ohne auf einer fürstlichen Sammlung zu beruhen, wie so viele schöne Museen in Deutschland. Auch viele der anderen Museen am Frankfurter Museumsufer am südlichen Mainufer sind nach wie vor auf die Bürger Frankfurts und großzügige Spenden angewiesen.

Blick auf die Filmindustrie

Das Städel Museum gehört zu den musealen Leuchttürmen der Mainmetropole.

Für Besucher, die ein moderneres Schaufenster der Kunst und Kreativität suchen, bietet das Deutsche Filmmuseum die Möglichkeit, etwas über die Gründung, die Entwicklung und den Ausbau der Filmindustrie in Deutschland zu erfahren und ein Schaufenster des Filmschaffens in Vergangenheit und Gegenwart zu erleben. Diese Bildungseinrichtung lädt die Besucher ein, bei der Vorführung klassischer und zeitgenössischer Filme aus der ganzen Welt darüber nachzudenken und zu verstehen, wie wir von Schauspiel, Bild, Ton und Schnitt des Kinos beeinflusst werden. Das Deutsche Filmmuseum wurde 1983 eröffnet und basiert auf den Sammlungen und Spenden von Filmschauspielern, Regisseuren, Historikern und Instituten. Es ist in zwei Hauptausstellungen unterteilt: Filmisches Sehen und Filmisches Erzählen.

Filmisches Sehen führt die Besucher durch die Entwicklung der Ausrüstung und der Technologie des Kinos, von optischen Täuschungen über Kaleidoskope und Guckkästen bis hin zu Daumenkinos und Laterna Magica. Präsentationen mit Ausschnitten aus frühen Werken von Georges Méliès und den Brüdern Lumière sowie seltene Animationen japanischer Akrobaten sind Teil dieser einzigartigen und fesselnden Ausstellung.

Alle Filmgenres vereint

Auch abseits der vielfältigen Museumslandschaft gibt es in Frankfurt einiges zu entdecken.

In der Ausstellung Filmisches Erzählen können die Besucher lernen zu verstehen, was die Interpretation einer Geschichte durch den Zuschauer beeinflusst. Zu diesen Reizen gehören die Darstellung einer Rolle durch einen Schauspieler und Spezialeffekte mit Licht und Ton. Die Besucher können selbst versuchen, eine Filmszene zu bearbeiten, indem sie die Aufnahmen mit Hilfe von reaktionsfähigen Monitoren neu anordnen, oder sie können sich eine Präsentation auf vier Bildschirmen ansehen, die die Unterschiede zwischen Stummfilmen und modernen Hollywood-Hits aufzeigt.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Wechselausstellungen, die alles von Anime über Zeichentrick bis hin zu Film Noir und den Oscars abdecken. Sie würdigen auch die Talente berühmter Filmemacher wie Rainer Werner Fassbinder und Stanley Kubrick. Im hauseigenen Kino werden Filme aus Argentinien, Bollywood, Italien und den USA gezeigt.

Dies sind nur einige der Höhepunkte, die eine Reise ans Museumsufer seinen Besuchern bietet. Durch die zentrale Lage mitten im Frankfurter Trubel ist es für Besucher aus nah und fern sehr gut erreichbar und auch der Frankfurter Flughafentransfer ermöglicht eine unkomplizierte und stressfreie Anreise ins Herz der Frankfurter Kulturszene.

Mortimer

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