Filmreif: Geschichte vom Elefanten-Engel

Im Belfaster Zoo wurde der Kinofilm über den berühmten Elefanten abgedreht.

Ein Elefantenbaby aus dem Belfaster Zoo der 1940er Jahre macht filmreife Geschichte. Es wurde während des Belfast Blitz‘ von einer Art Engel in Sicherheit gebracht und blieb unvergesslich.

Archivbilder zeigen, wie zutraulich Elfant Sheila war.

Es war im Jahr 2009, als im Zoo-Archiv eine Fotografie ausgegraben wurde, die eine unbekannte Frau in ihrem Hofgarten mit einem Elefantenbaby zeigt. Das Baby hieß Sheila und stammte aus dem Belfaster Zoo, soviel war überliefert. 1941 wurden 33 Zootiere getötet, weil man fürchtete, sie könnten während der Luftangriffe auf Belfast aus dem Zoo fliehen. Es waren Hyänen, Wölfe, ein Puma, ein Tiger, ein Schwarzbär, zwei Eisbären und ein Lux. Nicht aber Sheila, denn jene geheimnisvolle Frau auf dem Foto hatte sie gerettet und war bislang als Elefanten-Engel in die Geschichte eingegangen.

Tierpflegerin Denise Weston Austin nahm den Dickhäuter abends heimlich mit nach Hause.

Inzwischen hat man ihre Identität feststellen können. Sie war die erste weibliche Tierpflegerin im Belfaster Zoo mit Namen Denise Weston Austin und lebte mit ihrer Mutter nicht weit entfernt vom Zoo. Während der Bedrohung durch die Luftangriffe führte sie das Elefantenkind Sheila jeden Abend heimlich auf einen „Spaziergang“ aus dem Zoo und brachte es am Morgen wieder zurück.

Elefantendame Sheila wird nun ein filmisches Denkmal gesetzt, das 2017 in die Kinos kommt.

In der Nachbarschaft wusste man über ihre exzentrischen Elefantenspaziergänge zwar Bescheid, verriet sie aber nicht an den Zoo. So verschlief Sheila den Blitzkrieg in der Garage der beiden Austin-Ladies. Denise Austin verstarb 1997, aber ihre Geschichte als Elefanten-Engel wird nun verfilmt und wird im kommenden Jahr unter dem Titel „Zoo“ auf den Filmfestspielen von Cannes vorgestellt werden.

Die Dreharbeiten von „Zoo“ erfolgten zum Großteil im Belfast Zoo. (Fotos Tourism Ireland)

Weitere Informationen unter www.belfastzoo.co.uk.