Essen museumsreif – Kulturgenuss in der ehemaligen Kulturhauptstadt Europas

Das Museum Folkwang zeigt noch bis zum 2. Oktober 2015 die große Sonderausstellung „Der Schatten der Avantgarde – Rousseau und die vergessenen Meister“.
Das Museum Folkwang zeigt noch bis zum 2. Oktober 2015 die große Sonderausstellung „Der Schatten der Avantgarde – Rousseau und die vergessenen Meister“.

Nicht erst seit die Stadt im Jahre 2010 Europas Kulturhauptstadt war, verfügt Essen über eine facettenreiche Museumslandschaft. Ob das Ruhr Museum als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr, das einzige Voodoo-Museum Deutschlands oder Häuser von Weltruf, wie das Museum Folkwang – in der Ruhrgebietsmetropole ist für jeden Kulturliebhaber etwas dabei. Im Museum Folkwang, das auch gerne als „das schönste Museum der Welt“ bezeichnet wird, startet am 2. Oktober 2015 die große Sonderausstellung „Der Schatten der Avantgarde – Rousseau und die vergessenen Meister“.

Im Soul of Africa Museum werden unter anderem afrikanische Altare, Masken, Skulpturen, Kultgewänder und rituelle Werkzeuge ausgestellt.
Im Soul of Africa Museum werden unter anderem afrikanische Altare, Masken, Skulpturen, Kultgewänder und rituelle Werkzeuge ausgestellt.

In der von Kasper König und Falk Wolf kuratierten Ausstellung stellt das Museum Folkwang bis zum 10. Januar 2016 erstmals die Werke von unter anderem Henri Rousseau, André Bauchant und Séraphine Louis Schlüsselwerken moderner und zeitgenössischer Kunst von Honoré Daumier über Paul Gauguin und Pablo Picasso bis Blinky Palermo und Mike Kelley gegenüber. Dadurch wird deutlich, dass die Werke der künstlerischen Autodidakten in ihrem Anspruch, ihrer Energie und Intensität den Meisterwerken der Moderne in nichts nachstehen. Wer neben der Sonderschau auch die ständige Sammlung des Museum Folkwang besichtigen möchte, kann sich freuen. Denn der Eintritt dort ist dank der großzügigen Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung an allen Öffnungstagen frei.

Nur einen kurzen Spaziergang vom Museum Folkwang entfernt, befindet sich auf der Essener Flaniermeile Rüttenscheider Straße in einem von außen unscheinbaren Haus eine fremde Welt voller Magie und exotischem Zauber: Das Soul of Africa Museum. In Deutschlands einzigem Voodoo-Museum zeigt der Foto-Journalist und Ethnologe Henning Christoph Altare, Masken, Skulpturen, Kultgewänder und rituelle Werkzeuge. Abgerundet wird die Schau durch Filme und Fotos, die Christoph, der Westafrika als seine zweite Heimat bezeichnet, auf seinen zahlreichen Reisen erstellt hat.

Es gilt als Gedächtnis der Region: Das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein.
Es gilt als Gedächtnis der Region: Das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein.

Die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets macht das Ruhr Museum in der früheren Kohlenwäsche auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein erlebbar. Obgleich das Regionalmuseum der Zeit des Kohlenbergbaus und der Schwerindustrie einen großen Platz einräumt, wird in der umfangreichen Dauerausstellung deutlich, dass die Region über eine wesentlich längere und abwechslungsreichere Historie verfügt. Mehrmals im Jahr widmen sich zudem Sonderausstellungen einzelnen Epochen oder Themenbereichen. So zeigt die Sonderausstellung „Arbeit & Alltag“ noch bis zum 3. April 2016, wie die Menschen im Ruhrgebiet zwischen 1900 und heute gearbeitet und gelebt haben.

Ebenso auf dem Areal der Zeche Zollverein befindet sich das Red Dot Design Museum. Vom durchdachten Bürostuhl bis zur hängenden Audi-Karosserie zeigt das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen im ehemaligen Kesselhaus preisgekrönte Beispiele für gelungenes Produktdesign. Rund 2.000 innovative und mit dem international begehrten „red dot award“ ausgezeichnete Exponate werden dem Besucher auf rund 4.000 Quadratmetern erfahrbar gemacht. Das Besondere: Das Berühren und Ausprobieren vieler Produkte ist ausdrücklich erlaubt.

Das Red Dot Design Museum zeigt rund 2.000 mit dem „red dot award“ ausgezeichnete Exponate. (Fotos: Peter Wieler /EMG)
Das Red Dot Design Museum zeigt rund 2.000 mit dem „red dot award“ ausgezeichnete Exponate. (Fotos: Peter Wieler /EMG)

Einzigartig in ganz Deutschland ist das Markt- und Schaustellermuseum, wenige Gehminuten vom Essener Hauptbahnhof entfernt. Hier können die Besucher rund 5.000 Exponate aus dem 18. und 19. Jahrhundert entdecken. Zusammengetragen wurden sie von der Schaustellerlegende Erich Knocke, der im Jahr 2011 verstarb. Neben Karussells, Moritatentafeln und Walzenorgeln bilden persönliche Dokumente und Fotografien von Schaustellerfamilien aus der Zeit der Jahrhundertwende den Schwerpunkt der Ausstellung.

Der ideale Begleiter für alle, die die Stadt Essen mit ihren kulturellen Highlights bequem und preisgünstig entdecken möchten, ist die ESSEN.WELCOMECARD. Das Touristenticket der EMG – Essen Marketing GmbH in Kooperation mit der Essener Verkehrs-AG (EVAG) gewährt den Besitzern neben der freien Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Essener Stadtgebiet Vergünstigungen bei 47 Partnern aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Unterhaltung, Gastronomie, Hotelerie und Shopping. Erhältlich ist die Karte für 24, 48 oder 72 Stunden unter anderem in der Touristikzentrale gegenüber dem Hauptbahnhof sowie in den beiden Kundencentern und an den rund 210 Ticketautomaten der EVAG.