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Von 4. April 2015 Mehr →

Einmal um die Welt im Klimahaus Bremerhaven

Ein Erlebnishaus rund ums Klima: Die Einrichtung in Bremerhaven will alle Altersgruppen zugleich unterhalten und informieren. (Foto: Marcus Meyer)

Ein Erlebnishaus rund ums Klima: Die Einrichtung in Bremerhaven will alle Altersgruppen zugleich unterhalten und informieren. (Foto: Marcus Meyer)

Von der Nordseeküste bis in die Südsee ist es nur ein Katzensprung – zumindest in Bremerhaven. Familien können sich hier auf eine Expeditionsreise begeben und die verschiedensten Klimabedingungen hautnah spüren, von minus sechs Grad Celsius in der Antarktis bis zu angenehm warmen 30 Grad auf Samoa. Gerade diese Kontraste sind es, die unsere Erde so schön und reizvoll machen. Wer alle Klimazonen erleben will, benötigt normalerweise viel Zeit und ein üppiges Reisebudget – oder unternimmt einfach eine Weltreise an nur einem Tag. Möglich wird dies im „Klimahaus Bremerhaven 8° Ost“, das die Besucher entlang des Längengrads 8 Grad 34 Minuten Ost rund um den Globus führt. Unterwegs erfahren die Weltreisenden auf unterhaltsame Weise viel Neues über den eigenen Planeten.

Willkommen in der Antarktis - eine Eislandschaft empfängt die Besucher des "Klimahauses" auf der südlichsten Station ihrer virtuellen Weltreise. (Foto: David Farcas)

Willkommen in der Antarktis – eine Eislandschaft empfängt die Besucher des „Klimahauses“ auf der südlichsten Station ihrer virtuellen Weltreise. (Foto: David Farcas)

Wie unterschiedlich die Welt auf ein und demselben Längengrad aussieht: Von den Schweizer Bergen geht es durch die Wüste der Sahelzone und das über Jahrhunderte aufgetürmte Packeis der Antarktis, entlang des Südseestrands von Samoa und wieder zurück an die Nordsee. Mit Hilfe interaktiver Exponate werden auch komplexe Zusammenhänge im Klimageschehen der Erde leicht verständlich erklärt. Ein Tag vergeht hier wie im Flug, zumal man sich die Zeit selbst einteilen oder sich zwischendurch in der Gastronomie des Klimahauses stärken kann. Ganze fünf Klimazonen erleben die Besucher auf ihrer interaktiven Weltreise. Dabei entsprechen nicht nur die Temperaturen dem jeweiligen Original, sondern auch Luftfeuchtigkeit und Gerüche.

In der Reisestation Schweiz erwartet die Besucher eine schroffe Felslandschaft mit einem "Gletschertunnel". (Foto: Jan Rathke)

In der Reisestation Schweiz erwartet die Besucher eine schroffe Felslandschaft mit einem „Gletschertunnel“. (Foto: Jan Rathke)

So herrscht im afrikanischen Niger ein trockenes Wüstenklima mit 35 Grad Celsius. Tropisch geht es in Kamerun und Samoa zu, mit knapp 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 30 Grad Celsius. Das Resultat ist eine üppig blühende Pflanzenwelt, die im Klimahaus ebenfalls nachgebildet wird. Ein echter Publikumsfavorit sind auch die Wasserlandschaften, in denen die Besucher exotische Fische beobachten können. Die frostigen Temperaturen in der Antarktis bilden danach sogar eine angenehme und willkommene Abkühlung.

In der nachgebildeten Flusslandschaft Kameruns können die Besucher von einer Hängebrücke aus exotische Fische beobachten. (Foto: Laurence Delderfield)

In der nachgebildeten Flusslandschaft Kameruns können die Besucher von einer Hängebrücke aus exotische Fische beobachten. (Foto: Laurence Delderfield)

Das Klimahaus ist einerseits eine Freizeiteinrichtung, andererseits will es aber auch das Bewusstsein für den Klimawandel schärfen. Der Standort kommt dabei nicht von ungefähr. „In Bremerhaven ist mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung eine der führenden Einrichtungen der internationalen Klimawissenschaft ansässig. Klimaphänomene sind gerade an der Nordseeküste besonders eindrucksvoll zu erleben“, sagt Klimahaus-Geschäftsführer Arne Dunker. Neben dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zählen auch das Max-Planck-Institut für Meteorologie und der Deutsche Wetterdienst zu den Partnern der Besucherattraktion.

Erlebniswelt rund ums Klima

Einblicke in die Entstehung der Wüste und das Leben der Tuareg erhalten die Besucher auf der Station Niger. (Foto: Marcus Meyer)

Einblicke in die Entstehung der Wüste und das Leben der Tuareg erhalten die Besucher auf der Station Niger. (Foto: Marcus Meyer)

Das 125 Meter lange und fast 30 Meter hohe geschwungene Gebäude des „Klimahauses Bremerhaven 8° Ost“ liegt mitten im Tourismusgebiet Havenwelten. Die Wissens- und Erlebniswelt beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Klima und Klimawandel – spielerisch, unterhaltsam und zugleich informativ. Ob als Wochenendausflug oder als Alternative für einen regnerischen Sommertag an der Nordsee: Die Zeit vergeht hier wie im Flug. Geöffnet ist das Haus täglich (außer Weihnachten, Silvester, Neujahr), Familien profitieren von günstigen Paketpreisen oder Mehrtagestickets. Mehr Informationen gibt es unter www.klimahaus-bremerhaven.de. (djd/pt).

Archiviert unter Europa, Bremen, Deutschland
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