Von 14. Oktober 2014 Mehr →

Dinner unter den Meeresspiegel – Essgenuss im schönsten „Fischkino“ der Malediven

Dinner mit Fischkino: Das Ithaa Unterwasser-Restaurant auf Rangali  kombiniert Essgenuss mit  phantastischen Ausblicken.

Dinner mit Fischkino: Das Ithaa Unterwasser-Restaurant auf Rangali kombiniert Essgenuss mit phantastischen Ausblicken.

Die weit verbreitete Wetterlüge wird gleich nach der Ankunft entlarvt. Kaum hat das Wasserflugzeug nach dem knapp 30-minütigem Flug von Malé zum Ari Atoll sanft auf den noch sanfteren Wogen des Indischen Ozeans aufgesetzt, fallen doch tatsächlich ein paar Regentropfen vom Himmel. Von wegen 365 Tage Sonnenschein im Jahr auf Rangali. Vielleicht sind es aber auch nur Freudentränen, die hier in einem der schönsten Flecken der Malediven als eine Art Begrüßungsritual fließen. Angesichts des fast dreiminütigen „Dauerregens“ beschleicht einen unweigerlich das Gefühl, man könne hören, wie die einheimische Flora mit einem gierigen Gluck-Gluck das überaus seltene Nass aufsaugt.

„That’s liquid sunshine“, flachst Hassan, einer der umsichtigen Mitarbeiter des Sechs-Sterne-Resorts Conrad Maldives Rangali Islands, während er beim Aussteigen behilflich ist. Und tatsächlich ist der „flüssige Sonnenschein“ schneller wieder verschwunden, als ein Regenschirm aufgespannt werden könnte.

Rangali und Rangalifinolhu sind über eine Brücke miteinander verbunden.

Rangali und Rangalifinolhu sind über eine Brücke miteinander verbunden.

Schon der erste Blick zeigt, dass die Trauminsel im Indischen Ozean, die tatsächlich aus zwei Inseln, die mit einer 500 Meter langen Brücke miteinander verbunden sind, besteht, voller Postkartenmotive mit kristallklarem, türkisblauem Wasser und weißen Traumstränden ist. Zwar liegt Rangali gerade einmal 100 Kilometer von der Hauptstadt Malé entfernt, und doch ist es in jeglicher Hinsicht eine eigene Welt. Eine Welt voller schöner Dinge, voller Luxus, voller Wärme – ohne Gedränge und ohne Autos. Hier ist der Stresslevel extrem niedrig. Schon nach zwei, drei Stunden kennen selbst ansonsten Rastlose mit ausgeprägtem Forscherdrang die beiden Inseln und die Erholung kann beginnen.

Die einzigen Geräusche, die hier zu vernehmen sind, sind neben dem Klang der Wellen das Piepsen der Vögel, das Rascheln der Blätter im Wind und das fast schon meditative Flattern einiger Ventilatoren. Die Nähe zum Äquator garantiert ein gleichbleibend warmes Klima mit Tagestemperaturen um 30 Grad Celsius und im Mittel mehr als sieben Stunden Sonnenschein pro Tag. Gleichzeitig weht vom Meer her immer eine leichte Brise.

Prächtiger Sonnenuntergang über der Poollandschaft  von Rangali.

Prächtiger Sonnenuntergang über der Poollandschaft von Rangali.

Und das Meer ist nicht richtig weit weg. Rangali misst gerade einmal eine Länge von 750 Metern und 75 Meter an der breitesten Stelle, während das benachbarte Rangalifinolhu knapp 300 Meter lang und 650 Meter breit ist. Ungeachtet der überschaubaren Größe haben die beiden üppig grünen „Sandhaufen“ einiges zu bieten: Das im wahrsten Sinne des Wortes (mehrfach) ausgezeichnete Resort verfügt auf beiden Inselteilen zusammen über 150 Wohneinheiten in verschiedenen Kategorien mit Größen zwischen 50 und 304 Quadratmetern. Also genügend Platz, um in der Abgeschiedenheit der eigenen Strand- oder Wasservilla die eigene Persönlichkeit entfalten zu können. Mit dem Resultat, dass beim Sonnenbaden am eigenen Strandabschnitt die Nachbarn fast schon mit dem Feldstecher gesucht werden müssen.

Wer nicht tauchen mag, kann die Unterwasserwelt des Ari Atolls mit einem U-Boot erkunden.

Wer nicht tauchen mag, kann die Unterwasserwelt des Ari Atolls mit einem U-Boot erkunden.

Das eigentlich faszinierende an den Conrad Maldives Rangali Islands ist neben der famosen kulinarischen Vielfalt, die durch gleich elf Restaurants und Bars garantiert wird, die Tatsache, dass hier auch diejenigen, die nicht tauchen können oder mögen, auf zwei verschiedene Arten und Weisen einen atemberaubenden Einblick in das buntes Kaleidoskop der Unterwasserwelt in diesem Teil der Malediven erhalten können. Zum einen bietet das Conrad als erstes Resort des Landes Unterwasser-Exkursionen in einem kleinen U-Boot an. Das in Deutschland konstruierte Tauchschiff „Nemo“ bietet neben dem Kapitän zwei Hobbyforschern Platz. Drei Acrylglas-Glocken ermöglichen den Mitfahrern einen 360-Grad-Rundumblick während der bis zu 30 Meter tiefen Tauchfahrt durch die herrliche Rifflandschaft des Atolls, in der farbenfrohe Fischschwärme und Korallen, aber auch Stachelrochen, Muränen, Riffhaie und Wasserschildkröten zu sehen sind.

Wer unter Klaustrophobie leidet oder aus sonstigen Gründen nicht auf den Spuren von Jacques Cousteau wandeln möchte, kann sich dennoch einen Eindruck vom Riffleben der Malediven verschaffen: Das kleine, aber feine Ithaa Unterwasser-Restaurant, das lediglich ein gutes Dutzend Plätze vorhält, bittet fünf Meter unter dem Meeresspiegel zu Tisch. Doch der Essgenuss avanciert hier ungeachtet der kulinarischen Köstlichkeiten, die hier serviert werden, nicht selten komplett in den Hintergrund. Unter der neun Meter langen und fünf Meter breiten Acrylglaskuppel ist eine ungetrübte Sicht auf die Schönheit des Indischen Ozeans garantiert. Mit etwas Glück lugt dann auch mal ein Riffhai auf den Teller oder ein Rochen verdunkelt für einen Moment mit seinen riesigen „Flügeln“ Teile des Fensters.

Kristall klares, ürkisblaues Wasser und herrlcihe Strände prägen Das Rangali Resort.

Kristall klares, ürkisblaues Wasser und herrlcihe Strände prägen Das Rangali Resort.

Einziger Nachteil an diesem famosen „Fischkino“ mit dem 180-Grad-Panoramablick auf die Flora und Fauna der umgebenden Korallengärten ist die Tatsache, dass die Plätze für ein abendliches Dinner überaus begehrt und nicht selten Monate im Voraus ausgebucht sind. Daher empfiehlt es sich schon bei der Buchung ein Abendessen im Unterwasserrestaurant gleich mit zu ordern. Alternativ lässt sich im Ithaa auch gut zu Mittagessen – und die Plätze sind wesentlich einfacher zu ergattern.

Auch sonst kommen Feinschmecker im Conrad voll auf ihre Kosten. Etwa im Koko Grill, wo japanische Teppanyaki Degustationsmenüs unter dem abendlichen Sternenhimmel kredenzt werden. Derweil rühmt sich die Wine & Cheese Bar nicht weniger als 101 der besten Käsesorten der Welt vorzuhalten. Ein so genannten „Maître de Fromage“ steht hier den Gästen beratend zur Seite, um die Qual der Wahl zu erleichtern. Ein Schicksal, das „Käsemoppel“ mit den Freunden eines gepflegten Tropfens durchaus teilen dürften. Denn im Weinkeller des Conrad lagern über 17,000 Flaschen exquisiter Weine. Derweil wartet das Mandhoo Spa Restaurant mit organischer Gourmetküche auf, während regelmäßige gastronomische Events wie Lobster-Grillen am Strand das Urlaubsfeeling perfekt abrunden.

Mit einem traditionellen Dhoni lässt sich die Inselwelt des Ari Atolls erkunden. (Fotos: Conrad Maledives Resort)

Mit einem traditionellen Dhoni lässt sich die Inselwelt des Ari Atolls erkunden. (Fotos: Conrad Maldives Rangali)

Und ganz ehrlich, was gibt es Schöneres, als am herrlichen weichen Sandstrand mit feinen Essen und einem gut gekühlten Getränk in der Hand den Sonnenuntergang zu beobachten? Motto: „Feet in the sand, cocktail in the hand“. Und nach zwei, drei Gläschen merkt auch niemand mehr die abendliche Gier der Moskitos. Aber irgendeinen Stich hat nun mal jedes Paradies. Weitere Informationen unter www.conradhotels.com.

 

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